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Fußball: Landesligist besiegt den klassenhöheren TuS Tengern in einem Testspiel-Derby mit 4:1 (2:0). Nach Ansicht beider Trainer, die noch auf einige Spieler verzichten müssen, hätte der Erfolg sogar noch deutlicher ausfallen können

Preußen setzen ein Ausrufezeichen

Espelkamp (WB/mas). Die Nummer eins des Fußballkreises Lübbecke ist anhand der Spielklasse der TuS Tengern. Doch der FC Preußen Espelkamp hat mit Blick in die Zukunft eindrucksvoll Ansprüche auf diesen Titel angemeldet. Der Landesligist gewann ein Testspiel gegen den Westfalenliga-Aufsteiger mit 4:1 (2:0).

Espelkamps Sören Borchert (rechts) hätte zum Mann des Spiels werden können, vergab aber mehrere gute Möglichkeiten. Hier scheitert er an Tengerns Torwart Alexander Fischer und Jan Stühmeier. Foto: Pollex

Nachdem die Tengeraner in der Vorsaison das Pokalfinale für sich entschieden und die beiden Ligaspiele unentschieden gestaltet hatten, schienen dieses Mal die Preußen besonders motiviert zu sein. »Es war sicherlich ein Tick mehr als ein Testspiel. Aber auch nichts zum Überbewerten«, sagte FCP-Trainer Tim Daseking. Dessen Team legte eine deutliche Steigerung im Vergleich zu bisherigen Tests hin. Dafür gab’s lobende Worte vom Coach: »Wir haben wirklich sehr gut gespielt und hätten noch deutlich mehr Tore erzielen müssen. Acht wären sicherlich möglich gewesen.«

Test auf Westfalenliga-Niveau

Die Niederlage und auch die Deutlichkeit des Ergebnisses erkannte Tengerns Trainer Olaf Sieweke an. In dessen Aufgebot fehlten sieben Spieler – darunter wichtige Stammkräfte wie Alexander Knicker, Richard Urban oder Pawel Zieba. Zudem seien die Strapazen der Trainingstage sowie des Einstandes der neuen Spieler am Wochenende spätestens in der zweiten Hälfte zu spüren gewesen. »Wir sehen es als guten Test auf Westfalenliga-Niveau an. Solche Kaliber wie die Preußen erwarten uns jetzt immer«, sagte Sieweke, der sich vom Auftritt des Gegners beeindruckt zeigte und eine Prognose abgab: »Wenn die so spielen, verlieren die in der nächsten Saison kein Spiel in der Landesliga.«

Der erste Treffer der Partie gelang Henrik Bartsch. Der musste nach einer sehenswerten Kombination über Dennis Schmidt, Stefan Langemann und Dominik Flaake nur noch einschieben (17.). Sommer-Zugang Flaake erhöhte in Minute 33 auf 2:0. Noch deutlicher hätte es bei einem Strafstoß werden können, doch Toni Islamaj verschoss kurz vor der Pause.

Islamaj antwortet auf Jurez-Tor

In der zweiten Halbzeit war es dann Langemann, der auf 3:0 stellte (70.). Tengern musste sich bis zur 88. Minute gedulden, ehe der Ehrentreffer gelang. Für diesen war Waldemar Jurez per Kopfball nach einer Standardsituation zuständig. Das letzte Wort hatten dann allerdings noch einmal die Preußen. Per Kopf sorgte Islamaj für den 4:1-Endstand (89.).

Die Botschaft an die Konkurrenz: In den nächsten Wochen werden mit Lennart Madroch, Ben Klostermann, Giacomo Serrone und Allan Dantas noch vier Hochkaräter zum Preußen-Team stoßen. Das Positive aus Tengern-Sicht: Ein Testspiel zwei Tage zuvor wurde beim Bezirksligisten TuS Brake 9:2 (4:2) gewonnen.

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