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Fußball-Landesliga: Preußen Espelkamp feiert 2:0 beim VfB Fichte

Salihi zündet beim Debüt

Bielefeld (WB). Was für ein Einstand für Tim Daseking: Mit seinem neuen Trainer hat Fußball-Landesligist FC Preußen Espelkamp die ersten Punkte eingefahren. Und das 2:0 (1:0) beim VfB Fichte Bielefeld schrieb obendrein eine ganz besondere Geschichte.

Henrik Wittenborn

Sofort der entscheidende Mann der Preußen: Rilind Salihi (rechts, gegen Eike Baehr) traf zur Preußen-Führung. Foto: Thomas F. Starke

Donnerstag verpflichtet und Sonntag schon der Held. Hinter Rilind Salihi lag nach seinem eiligen Wechsel von der SV Eidinghausen-Werste schon vor dem Anpfiff auf der Bielefelder Rußheide eine aufregende Woche. Und sein neuer Trainer Tim Daseking setzte sogar noch einen drauf und beorderte Salihi prompt in die Startelf. Nicht ohne Grund, war Daseking doch immerhin eigens zum Westdeutschen Fußball-Verband nach Duisburg gefahren, um die Spielberechtigung für Salihi einzuholen. »Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, ob ich spielen darf«, gestand der Matchwinner selbst. Und das alles ging so schnell, dass es der neue Mann mit seiner Rückennummer 7 noch gar nicht auf den Spielberichtsbogen geschafft hatte.

Bis Daseking und Salihi zum ersten Mal seit ihrer gemeinsamen Zeit beim SV Rödinghausen (Daseking als Sportlicher Leiter, Salihi in der U19) jubeln durften, brauchte es in Bielefeld nur etwas mehr als zwölf Minuten und einen punktgenauen Steilpass von Can Akbas. Den nahm Salihi geschickt auf, hängte Fichtes Muhammet-Ali Özel ab und behielt auch vor Torhüter Christopher Rump die Nerven – 1:0 für die Preußen. Dabei wäre Salihi um ein Haar sogar auf der Bank gelandet. »Ich weiß es nicht«, antwortete Daseking nach dem Spiel, ob Salihi von Beginn an aufgelaufen wäre, wenn sich Stürmer Henrik Bartsch nicht im Freitagstraining das Schlüsselbein gebrochen hätte.

Wriedt verhindert Rückstand

Zur Wahrheit gehörte dabei allerdings ebenfalls, dass Dasekings Team zum Zeitpunkt des eigenen 1:0 schon längst einem Rückstand hinterher hätte laufen können – oder sogar müssen. Gleich drei Mal scheiterte der VfB in den ersten zehn Minuten an Torhüter Till Wriedt oder sich selbst. »Da passte noch nicht alles«, machte der Trainer keinen Hehl um die anfänglichen Probleme.

Und dennoch: Das Tor, das den Preußen die nötige Sicherheit gab und sie den Bielefeldern raubte, machte klar, dass Espelkamps Fünferkette der richtige Schachzug gegen einen über weite Strecken einfallslos spielenden VfB Fichte sein könnte. Der Westfalenliga-Absteiger arbeitete sich in den restlichen 80 Minuten erfolglos an den Preußen ab. Mit Ausnahme einer kurzen Druckphase nach Wiederbeginn, die der FCP auch dank der zweiten starken Wriedt-Parade überstand, hatten die Bielefelder wenig Ideen. Stattdessen erlöste Rene Freimuth den Aufsteiger kurz vor Schluss. Fichte war aufgerückt, Freimuth ließ Torhüter Christopher Rump aussteigen und machte den ersten Dreier unter Daseking perfekt.

VfB Fichte Bielefeld: Rump – Baehr, Özel, Helf – Abrashi (46. Mulamba), Peker, Kaya (46. Ars), Tosun, Cingöz – Rohde (75. Souza), Sadicki.

FC Preußen Espelkamp: Wriedt – Dyck, Islamaj, Kelkit, Wessel, Freimuth – Schmidt, Adick, Akbas (54. Kelemci) – Salle (71. Kamolz), Salihi (78. Sander).

Tore: 0:1 Salihi (13.), 0:2 Freimuth (88.).

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