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Fußball-Landesliga: Trainer Daseking mit dem FC Preußen bei Fichte

Wiedersehen bei der Premiere

Espelkamp (WB). Die Aufgabe hat es gleich in sich: Tim Daseking, der neue Trainer des FC Preußen Espelkamp, feiert seine Premiere mit der neuen Mannschaft am Sonntag beim Westfalenliga-Absteiger VfB Fichte Bielefeld. Dort kommt es zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten.

Marc Schmedtlevin

Preußen-Trainer Tim Daseking feiert bei Fichte seine Premiere.. Foto: Marc Schmedtlevin

Trainer Tim Daseking auf der einen, Trainer Mario Ermisch auf der anderen Seite. Diese Konstellation hat es so noch nicht gegeben, wohl aber ein Wirken beider Fußballfachmänner im gleichen Lager. Während Ermisch Trainer beim SV Rödinghausen war, fungierte Daseking dort als Nachwuchskoordinator tätig. »Ich kann diese Zusammenarbeit nur lobend erwähnen. Mario hat damals den Stellenwert der Jugendarbeit mit getragen, hat Talenten die Chancen in der ersten Mannschaft gegeben«, sagt Daseking. Kurios: Als Ermisch im Jahr 2016 nach nur einem Sieg aus elf Partien freigestellt wurde, übernahm Daseking vorübergehend die nachfolge und führte den SVR zum Klassenverbleib. »Die Trennung von Mario hatte aber vor allem auch mit dem Grad der Professionalität in Rödinghausen und Marios zeitlichen Möglichkeiten zu tun«, fügt der A-Lizenz-Inhaber an.

Nun kommt es zu einem sportlichen Aufeinandertreffen. Ein letztes Wiedersehen hatte es gerade am Mittwoch gegeben, als Daseking das Westfalenpokalspiel von Fichte gegen Hamm (1:3) beobachtete. »Über die Konstellation von Sonntag haben wir schon geschmunzelt«, sagt Daseking, der um grundsätzliche Ideen von Ermisch Bescheid wissen sollte. Gleiches dürfte aber auch andersherum gelten. Daher betrachtet Daseking das Spiel auch keinesfalls als ein Duell zwischen sich und Ermisch, sondern zwischen Bielefeld und Preußen: »Die Hürde ist für ein erstes Spiel schon hoch. Fichte verfügt über einen sehr breit besetzten Kader. Das ändert aber nichts daran, dass wir dort gewinnen wollen.«

Zwei Trainingseinheiten Zeit

Punkte würden den Preußen nach zuletzt intensiven und nicht immer einfachen Wochen sicherlich gut tun. Nach zwei 1:2-Niederlagen an den ersten beiden Spieltagen steht noch die Null auf dem Konto des Aufsteigers. Inwieweit Daseking bis Sonntag schon positiv auf das Team einwirken kann, bleibt abzuwarten. Gerade einmal zwei Trainingseinheiten und Besprechungen mit den Spielern blieben dem 34-Jährigen im Vorfeld des Fichte-Spiels. »Es geht darum, nur Nuancen bis Sonntag zu verändern und die Balance zu finden. Jetzt mit zu viel Inhalt daherzukommen, wäre nicht sinnvoll«, sagt Daseking, der aber einen positiven ersten Eindruck vom Team bekam: »Die Bereitschaft scheint absolut vorhanden zu sein. Die Jungs sind leistungs- und aufnahmebereit.« Ab sofort gelte es für das Trainerteam, zu dem seit Mittwoch auch Mario Warkentin gehört, schnellstmöglich die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Spielers herauszuarbeiten. »Wir müssen dann kurzfristig ein System für die Mannschaft finden«, benennt Daseking eine der Hauptaufgaben.

Mit Blick auf Sonntag wird auch das Zusammenstellen der ersten Elf eine Aufgabe sein. Personell hat sich in dieser Woche nämlich etwas getan. Beim Training am Donnerstag fiel Toptorjäger Henrik Bartsch nach einem Zweikampf mit dem Torhüter auf die Schulter. Wie schwer die Verletzung ausgefallen ist, steht noch nicht fest. Daseking stellte aber fest: »Das sah wirklich brutal aus. Wir hoffen natürlich, dass es sich um keinen Bruch handelt, weil der Ausfall des Goalgetters natürlich weh tut.« Alternativen für die Spitze stehen zum Bespiel mit Daniel Kamolz, Tibor Sander oder möglicherweise Zugang Rilind Salihi (siehe nebenstehender Bericht) bereit. Fehlen wird den Preußen außerdem weiterhin Sven Redetzky.

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