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Handball: Die HSG Hüllhorst muss sich beim Terra-Cup den Oberligisten geschlagen geben. Im abschließenden Spiel um Platz fünf gelingt den Gastgebern aber noch ein Erfolgserlebnis. Der VfL Mennighüffen ist neuer Titelträger

Eine Nummer zu groß

Hüllhorst (WB). Der Klassenunterschied macht sich bemerkbar: Die Verbandsliga-Handballer der HSG Hüllhorst haben beim selbst ausgerichteten Terra-Cup hinter den vier geladenen Oberligisten den fünften Platz belegt. Der Titel wanderte in die Nachbarschaft zum VfL Mennighüffen.

Marc Schmedtlevin

Florian Pecher, neuer Spielmacher der HSG Hüllhorst, durfte sich gegen Oberligisten, hier Schaumburg-Nord, beweisen. Foto: Marc Schmedtlevin

In der Vorbereitungsphase auf die neue Saison ist das Turnier in Hüllhorst ein fester Bestandteil. Viele Vereine sind seit Jahren Stammgäste und testen ihre Form nach bereits einigen intensiven Trainingswochen. Eine große Herausforderung ergibt sich anhand des höherklassig besetzten Feldes für die HSG-Handballer. Sie bekamen es in der Vorrunde-Gruppe A mit zwei Oberligisten zu tun. Das Ergebnis: zwei zu erwartende Niederlagen.

Stallmanns gute Ansätze

In den 30 Minuten gegen den TuS Möllbergen um den ehemaligen HSG-Trainer Andre Torge mussten sich die Hüllhorster mit 9:15 geschlagen geben. Dabei sah der neue Coach, Sebastian Redeker, seine Vorgaben noch nicht vollständig umgesetzt. Doch es gab auch einige gute Ansätze: Vor allem Sommer-Zugang Florian Stallmann, der aus der A-Jugend von GWD Minden gekommen war, wollte dem Spiel seinen Stempel aufdrücken. Als Spielmacher deute er sein Spielverständnis an und versuchte sich auch immer wieder im Anspielen des Kreisläufers. Genau so wie man es in Hüllhorst aus der Vergangenheit gewöhnt ist.

Doch die Fußstapfen, die Stallmann und dessen Positionskollegen auszufüllen haben, sind nach dem Rückzug von Tim Blomenkamp riesig. Dessen Zusammenspiel beispielsweise mit Christopher Kreft am Kreis hatte nahezu blind funktioniert, vor allem die Bodenpässe. Stallmann suchte seinen Mitspieler nun häufiger mit einem hohen Anspiel – nur teilweise erfolgreich. »Es waren viele gute Ideen dabei. Auch Christopher wird sich ein bisschen umstellen müssen«, sagte HSG-Männerspielwart Marco Stremming.

Der Klassenunterschied wird schon deutlich, vor allem körperlich. Sebastian Redeker

Im zweiten Spiel gegen Titelverteidiger HSG Schaumburg-Nord präsentierte sich Hüllhorst schon etwas verbessert. Auch von einem zwischenzeitlichen deutlichen Rückstand ließen sich die Gastgeber nicht aus dem Konzept bringen. Die 12:16-Niederlage war allerdings nicht zu verhindern. »Der Klassenunterschied wird schon deutlich, vor allem körperlich«, sagte HSG-Trainer Sebastian Redeker, der auch seinem zweiten Zugang, Florian Pecher, Spielzeit auf der Rückraummitte gab.

Nach Platz drei in der Gruppe bestritten die Hüllhorster am zweiten Turniertag das Spiel um Platz fünf. Gegner war hier mit dem TuS Spenge II ein Konkurrent aus der Verbandsliga. Dass es die HSG dort mit fast allen Gegnern aufnehmen kann, verdeutlichte der 33:23-Erfolg. Deswegen zog Coach Redeker auch ein positives Fazit: »Der fünfte Platz war unsere Zielsetzung, das haben wir geschafft. Und ich bin auch spielerisch mit der Leistung zufrieden.«

Den Titel holte sich der VfL Mennighüffen durch einen 17:15-Finalerfolg gegen Schaumburg-Nord. Auch den besten Spieler des Turniers stellte der Turniersieger. Die Wahl der Trainer fiel auf Arne Kröger. Zum besten Torhüter wurde Zsolt Kovaczs vom TV Bissendorf gekürt.

HSG Hüllhorst: Schnute, Lengwenus – Meyer, Reichelt, Hohlt, Tiemann, Pecher, Stallmann, Kreft, Hodde, Wittkötter, Grabein

Ergebnisse

Gruppe A Hüllhorst - Möllbergen 9:15Möllbergen - Schaumburg 11:14Schaumburg - Hüllhorst 16:12Tabelle1. HSG Schaumburg 4:02. TuS Möllbergen 2:23. HSG Hüllhorst 0:4

Gruppe B Mennighüffen - Bissendorf 15:12Bissendorf - Spenge II 12:10Spenge II - Mennighüffen 11:19Tabelle1. VfL Mennighüffen 4:02. TV Bissendorf 2:23. TuS Spenge II 0:4

Spiel um Platz fünf Hüllhorst - Spenge II 33:23

Halbfinale Schamburg - Bissendorf 22:19Mennighüffen - Möllbergen 19:16

Spiel um Platz drei TV Bissendorf - TuS Möllbergen 12:21

Finale Schaumburg - Mennighüffen 15:17

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