1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Huellhorst
  6. >
  7. Fan-Randale beschäftigt Sportgericht

  8. >

Spielabbruch zwischen BWO und Türk Gücü Espelkamp wird am Montag verhandelt

Fan-Randale beschäftigt Sportgericht

Lübbecke (WB). Die Verhandlung ist terminiert: Das Sportgericht des Fußballkreises Lübbecke befasst sich am kommenden Montag, 26. August, mit dem Abbruch der B-Liga-Partie zwischen BW Oberbauerschaft und Türk Gücü Espelkamp (11. August). Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr im Stemweder Gasthaus Jobusch.

Alexander Grohmann

Das B-Liga-Spiel zwischen BW Oberbauerschaft und Türk Gücü Espelkamp wurde am 11. August nach tätlichen Attacken von Gäste-Zuschauern abgebrochen. Foto: Fynn Flömer

»Wir haben den Sachverhalt in drei Teile gegliedert«, informiert Dietmar Meier, Vorsitzender des Sportgerichts. So werden zunächst die beiden Verfahren gegen die Türk-Gücü-Spieler Ersan Erdogan (Torwart) und Hüseyin Özal (Kapitän) behandelt. Schiedsrichter Anatol Asmus hatte die Akteure in seinem Spielbericht aufgeführt.

Sperre für Türk-Gücü-Torwart zunächst aufgehoben

Özal soll den Referee rassistisch beleidigt haben, bei ­Erdogan steht der Vorwurf der versuchten Tätlichkeit im Raum. Nach einem Einspruch von Türk Gücü wurde die vorläufige Sperre für den Torwart aber zunächst aufgehoben. Grund: Dem Sportgericht reichten die bisher vorliegenden Informationen für eine Bestrafung nicht aus.

Am interessantesten wird wohl der dritte Punkt, bei dem der Spielabbruch aufgerollt wird. Hier geht es auch um eine mög­liche Spielwertung. »Wenn Türk Gücü verantwortlich für den Abbruch war, besteht die Möglichkeit, dass die Partie für BWO gewertet wird«, sagt Dietmar Meier.

Hatte der Schiedsrichter keine andere Wahl?

Eine Schlüsselrolle spielt Anatol Asmus, der die Partie beim Stand von 1:1 beendete (75.). Die zentrale Frage ist, ob der Abbruch notwendig war. Schließlich hatte sich die Lage nach den Tumulten wohl relativ schnell wieder beruhigt. »Der Schiedsrichter kann ein Spiel abbrechen, wenn er sich bedroht fühlt«, erläutert Meier. Ob die Entscheidung alternativlos war, muss nun entschlüsselt werden.

Sportgericht will Namen von Mann im roten Trikot

Fest steht: Zuschauer aus dem Türk-Gücü-Lager waren nach Gelb-Rot gegen Gäste-Spieler Enes Topaloglu (72.) Richtung Platz gestürmt und hatten Tritte gegen BWO-Spieler ausgeteilt. Ein Mann in einem roten Trikot konnte anhand von Handy-Aufnahmen eindeutig den Gästen zugeordnet werden. Türk Gücü wurde aufgefordert, diese Person zu benennen. Kommt der Verein dem nicht nach, kann ersatzweise auch Trainer ­Tefvik ­Cengiz gesperrt werden. Zwölf Zeugen sind geladen.

Startseite