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Handball-Oberliga: HSG spielt 24:24 gegen TV Verl

Hüllhorst holt Punkt der Moral

Hüllhorst (WB). Große Erleichterung: Das 24:24 (12:13) gegen den TV Verl hat den ersten Punkt der Saison für die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hüllhorst bedeutet. Vollkommen zufrieden waren die Gastgeber aber auch nicht, denn es wäre noch etwas mehr möglich gewesen.

Marc Schmedtlevin

Dichtes Gedränge am Kreis: Hüllhorsts Gina Redeker (vorne) setzte sich durch und erzielt einen von drei Treffern. Foto: Marc Schmedtlevin

Die HSG-Spielerinnen machten sich nach der Schlusssirene auf den Weg Richtung Tribüne. Dort holten sie sich den Applaus der Zuschauer ab, bedankten sich für deren Unterstützung und setzten zur Welle an. Ein klares Indiz dafür, dass die Hüllhorsterinnen den ersten Oberliga-Zähler gerne mitnahmen. »Im Nachhinein können wir zufrieden sein, weil wir uns gut zurückgekämpft haben«, sagte Torhüterin Silke Poggemöller. Diesem Fazit schloss sich auch Detlef Schmitz, der Christian Wiechert als Cheftrainer vertrat, an: »Aufgrund des Verlaufs in der Schlussphase ist der Punkt absolut in Ordnung, weil wir nie aufgegeben haben. Sicherlich haben wir aber auch noch drei, vier Fehler zu viel gemacht.«

HSG erwischt guten Start

Zunächst deutete viel auf einen Heimsieg hin. Gegen die ebenfalls nicht gut gestarteten Verler erwischte die HSG einen guten Start. Über 3:1 (5.) setzte sich Hüllhorst durch einen Doppelpack der am Anfang auffälligen Susann Grüning auf 6:2 (9.) ab. Bis dahin hatten die Gastgeber auf das Tempo gedrückt, konsequent wurde der Erfolg über die erste und zweite Welle gesucht. Bis zum 8:5 (14.) konnte dieses Niveau gehalten werden. »Wir haben vorne richtig gut gespielt. Danach sind wir aber hektischer geworden«, sagte Schmitz.

In der Tat konnte die HSG die gute Quote nicht bestätigen. Zunehmend schlichen sich technische Fehler ein. Auf der Gegenseite steigerte sich Verl im Angriff. Die Folge war der Ausgleich zum 8:8 (18.) sowie die erste TV-Führung beim 10:9 (21.). Mit einem Tor Rückstand ging es für Hüllhorst auch in die Kabine. Besonders bitter: Das 12:13 kassierte man vier Sekunden vor dem Pausenpfiff.

Probleme in der Deckung

Zurück zum Auftritt der Anfangsphase fanden die Hüllhorsterinnen nach dem Wechsel nicht. Die Abwehr offenbarte ungewohnte Schwächen, das Rückzugsverhalten war nicht optimal. Daraus resultierten mehrere Unterzahlsituationen. Vorne war die Fehlerquote weiterhin zu hoch. So setzte sich Verl über 17:14 (37.) auf 21:17 (46.) ab. Aufgeben wollte der Aufsteiger aber noch lange nicht. Das HSG-Team setzte noch einmal zum Comeback an. Schrittweise wurde der Rückstand abgeknabbert – bis zum 20:21 (50.). Grundlage dafür war die nun besser sortierte Deckung im Zusammenspiel mit Torhüterin Poggemöller.

Die Schlussphase war eine der vergebenen Chancen – auf beiden Seiten. In Überzahl verpasste Hüllhorst zunächst den Ausgleich, kassierte zwei leichte Gegentore zum 21:23 (53.). Erst beim 23:23 (54.) sollte das Remis gelingen. In doppelter Überzahl ergab sich dann sogar die Möglichkeit zur Führung, ein Fehlwurf verhinderte diese aber. Auch beim Stand von 24:24 gelangen der HSG noch einmal zwei Ballgewinne, technische Fehler sorgten aber für die finale Punkteteilung.

HSG Hüllhorst: Poggemöller, Meyer – Kuhlmann (4/1), Stremming, Redeker (3/1), Lehmann, Grüning (6), Zelle (2), Mohr, Kröger, Hülsmeier (5), Albsmeier, Grannemann (1/1), Halstenberg (3)

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