1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Hüllhorst
  6. >
  7. Köse von Tengern zu den Preußen

  8. >

Fußball-Landesliga: Auch Giacalone landet in Espelkamp

Köse von Tengern zu den Preußen

Espelkamp (WB/mas). Gerade einmal etwas mehr als eine Woche ist Tim Daseking nun als Trainer des FC Preußen Espelkamp im Einsatz. In dieser Zeit hat er nicht nur die ersten drei Punkte der Saison eingefahren, sondern auch schon drei neue Spieler verpflichtet. Nach Rilind Salihi gehören jetzt auch die Offensivakteure Yasin Köse und Michele Giacalone dem Kader des Landesligisten an.

Jubelt nicht mehr für den TuS Tengern: Yasin Köse hat sich dem FC Preußen Espelkamp angeschlossen. Foto: Pollex

Gerade der Wechsel von Yasin Köse bringt doch eine gewisse Würze mit sich. Der 24-Jährige spielte zuletzt neun Jahre für den TuS Tengern und wechselt nun innerhalb des Altkreises zurück zum Jugendverein. »Es ging jetzt alles ganz schnell, auch wenn der Kontakt zum Spieler auch schon während der Amtszeit von Alexander Lang bestand«, sagt FCP-Trainer Tim Daseking, der auch die Beweggründe des Spielers erläutert: »Yasin geht es wohl um die Fahrten zwischen Arbeitsplatz, Wohnort und Sportplatz. In Espelkamp ist die Anlage für ihn nicht weit entfernt.«

Aus Sicht der Preußen handele es sich um »eine glückliche Fügung«. Schließlich sei es nach Dasekings Ansicht nicht selbstverständlich, so einen Spieler jetzt zu bekommen. »Yasin ist schon ein gestandener Landesligaspieler, der robust und schnell zugleich ist«, benennt Daseking Stärken seines Zugangs.

Tengern muss auch nachlegen

Beim TuS Tengern ist die Stimmungslage aufgrund des Transfers kurz vor dem Ende der Transferperiode keinesfalls positiv. »Ich finde es schon merkwürdig, aber wir nehmen es so hin«, will der Sportliche Leiter Christian Meyer kein großes Fass aufmachen. Er sei nun aber unter Zugzwang, denn Tengern verfüge nur noch über 17 Feldspieler. »Wir sind fast in der Pflicht, jetzt auch noch einmal nachzulegen. Das ist in nicht einmal zwei Tagen aber nicht so einfach«, sagt Meyer.

Beim FC Preußen ist Köse nicht der einzige Neue dieser Woche. Auch Michele Giacalone, der bisher für den Bezirksligisten TuS Bruchmühlen spielte, hat sich für einen Wechsel entschieden. Trainer Daseking und der 22-jährige Offensivspieler kennen sich aus gemeinsamer Zeit beim SV Rödinghausen. »Michele ist ein kleiner, flinker Spieler, der noch einmal zusätzliche Alternativen in unseren Kader einbringt«, sagt Daseking. Zwischen den Stationen Rödinghausen und Bruchmühlen hatte Giacalone auch für die SV Eidinghausen-Werste gekickt.

Vier Spielre fehlen dem FCP

Handlungsbedarf, speziell in der Offensive, sahen die Preußen aufgrund der aktuellen Personalsituation. Mit Henrik Bartsch, Daniel Penner und Sven Redetzky fallen drei Spieler längerfristig aus. Außerdem verabschiedet sich Ferhat Yagci Anfang September beruflich bedingt in Richtung Istanbul. »Es war daher unsere Pflicht, noch etwas zu tun, wenn wir eine vernünftige Runde spielen wollen«, sagt Daseking. Mit den Zugängen Salihi, Köse und Giacalone sei die Anzahl der Spieler nur wieder auf den ursprünglichen Stand gebracht worden – wenn man die Ausfälle berücksichtige. »Jetzt können wir ganz zufrieden sein«, fasst Daseking die Situation zusammen.

Wäre es nach dem neuen FCP-Coach gegangen, hätte noch der eine oder andere weitere Spieler den Weg nach Espelkamp gefunden. Einige Gespräche seien gut verlaufen, am Ende sei aber doch die Absage erfolgt. »Der FC Preußen Espelkamp kann aber stolz sein, dass sich diese Spieler mit dem Verein befasst haben.« Mit Blick in die Zukunft müsse die Tür bei den angesprochenen Akteuren auch nicht verschlossen sein. »Es geht darum, dass die Leute sehen, dass sich hier etwas entwickelt. In Sachen Infrastruktur muss sich Espelkamp sicherlich in der Region nicht verstecken«, sagt Daseking. Ziel sei es weiterhin, in der ersten Landesligaspielzeit dort Fuß zu fassen. »Mittelfristig wollen wir schon ein gehobeneres Niveau anbieten«, sagt Daseking.

Startseite
ANZEIGE