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Vier Kreise ziehen erfolgreich an einem Strang. Ein Vorzeigeprojekt im Verband. 32 Vereine beim Staffeltag in Hüllhorst vertreten.

Ostwestfälische Allianz

Hüllhorst (WB). Vier Kreise – ein Staffeltag! Was in anderen Breitengraden des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen als undenkbar angesehen wird, praktizieren die drei Staffeln der Frauen-Kreisliga für die Bereiche Lübbecke, Minden, Herford und Lemgo mit Erfolg. Das wurde auch am Mittwoch in der Wiehentherme in Hüllhorst wieder deutlich, als auf die vergangene Saison zurück- und die bevorstehende Serie ausgeblickt wurde.

Volker Krusche

Die Staffelleiter der drei Frauen-Kreisligen, (hinten von links) Bernhardt Brandt (Lemgo/Herford), Ulrich Faymann (Minden/Lemgo/Herford) und Dieter Greve (Lübbecke), überreichten den drei Meistern und dem Fairplaysieger die Urkunden: (vorne von links) Antonia Keil (SG Alverdissen/Extertal), Marina Vogt (RW Rehme), Wilhelm Lampe (SV Börninghausen) und Gill Chiavadonna (TSG Holzhausen-Sylbach). Foto: Volker Krusche

Karl-Heinz Eikenhorst, Vorsitzender des FLVW-Kreises Lübbecke, hob in seinem Grußwort, das er stellvertretend für die anderen drei anwesenden Kreischefs Markus Bierbaum (Herford), Werner Fritzensmeier (Lemgo) und Thomas Schickentanz (Minden) sprach, genau diese ostwestfälische Allianz im Frauenfußball hervor. »Das, was wir hier machen, ist einzigartig. Anfänglich belächelt, sind wir inzwischen ein Vorzeigeprojekt im Verband. Es funktioniert aber auch nur, weil in den vier Kreisen alle handelnden Personen den entsprechenden Weitblick haben.« Applaus aller Vertreter der insgesamt eingeladenen und komplett vertretenen 32 Vereine. Allerdings hatte Eikenhorst auch einen Lacher auf seiner Seite, als er zu der kühnen Feststellung kam, »dass Hüllhorst als Austragungsort dieses Staffeltags für alle vier Kreise sehr zentral liegt.«

Trotz unterschiedlich langer Anfahrtswege aus den vier Kreisen war der Versammlungssaal prall gefüllt, was den Stellenwert des Frauenfußballs eindrucksvoll herausstellte.

Rückblick

Dieter Greve bilanzierte die Saison für die Lübbecker Staffel . Es sei seine Premiere gewesen, anders als bei den Herren, wo er die schon lange Kreisliga A betreut. »Aber es war eine tolle Erfahrung, gab keinerlei Probleme. In der 13er-Staffel sind auch alle 13 Mannschaften ins Ziel gekommen. Und das trotz personeller Probleme einiger Teams.« Meister wurde der SV Börninghausen. Um den Aufstieg kämpften in einem Entscheidungsspiel aber der SV Hüllhorst-Oberbauerschaft und Union Varl. Am Ende schaffte der SVHO den Sprung in die Bezirksliga. »In der Serie ist alles unglaublich fair zugegangen«, so Greve. Mit einem Quotienten von 0,12 verwies der BSC Blasheim (drei gelbe Karten) die Gegnerschaft aus Frotheim und Stemwede (0,16) auf die Plätze. Es habe im Saisonverlauf nur eine einzige rote Karte gegeben.

Ulrich Faymann präsentierte für den Bereich Minden/Herford/Lemgo einen noch niedrigeren Quotienten. »Der lag gleich bei vier Teams bei 0,11: Vlotho II, SVHO, Löhne und Wasserstraße.« Rote Karten habe es keine gegeben. »Schade war nur, dass Holtrup Anfang Januar zurückgezogen hat.« Die erfolgreichsten Torschützinnen seien Sarah Diekmann (Wasserstraße) und Michaele Haybat (Rehme) mit je 42 Toren gewesen. Der Titel ging an Rehme.

»Aus elf wurden zehn Teams.« So begann Bernhardt Brandt seinen Rückblick über die Staffel Lemgo/Herford . Ein Kompliment ging in Richtung der SG Schweicheln, die trotz eines Torverhältnisses von 2:292 und null Punkten durchgezogen habe. »Fairness wurde bei uns ebenfalls groß geschrieben. Es gab keine einzige rote und gelb-rote Karte. Schade nur, dass Meister Alverdissen/Extertal in der Relegation den Aufstieg verpasst hat.«

Ausblick

Durch die Nachmeldung der Reserve des SV Hüllhorst-Oberbauerschaft II nehmen in der Saison 2019/2020 insgesamt 33 Mannschaften am Spielbetrieb teil. Die sind in drei Staffeln aufgeteilt. Der Bereich Minden/Lübbecke, der die Lübbecker Teams rund um die L770 sowie die aus Minden-Nord und Petershagen umfasst, startet ebenso wie der Bereich Lemgo/Herford/Minden mit zehn Mannschaften. Die Staffel Lübbecke/Herford geht indes mit 13 Teams an den Start und erstreckt sich von der B65 über den Wiehen bis ins Herforder Land hinein. Von den 33 Teams starten acht mit Neuner-Mannschaften.

Die Saison in den drei Frauen-Kreisligen startet am 24./25. August. Die Hinrunde der 13er-Staffel endet am 16./17. November. Start der Rückserie ist offiziell am 16. Februar. Auf Wunsch der Vereine wird der Spielbetrieb aber erst am Wochenende 29. Februar/1. März aufgenommen, der vorherige Spieltag zwischendurch eingebaut. Am 24. Mai sollten die drei Meister feststehen. »Aufgrund unserer hohen Meldzahl haben wir jetzt ein Anrecht auf zwei Aufsteiger«, hebt Dieter Greve hervor. Das heißt, dass die drei Staffelsieger untereinander die beiden Plätze zur Bezirksliga ausspielen. »Ich würde mir wünschen, dass die Meister, anders als in der abgelaufenen Serie, anschließend auch um den Aufstieg spielen werden«, so der Lübbecker Staffelleiter.

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