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Handball-Kreispokal: HSG Hüllhorst scheitert erst im Halbfinale an Pokalsieger LiT

Plötzlich in der Endrunde

Rahden/Porta (WB). Die Überraschung ist ihnen anzumerken gewesen. Die Verbandsliga-Handballer der HSG Hüllhorst tummelten sich plötzlich im Viererfeld der Kreispokal-Endrunde. Darin war im Halbfinale gegen den späteren Titelträger LiT dann Schluss. Die weiteren drei Altkreis-Team schieden in der Vorrunde aus.

Marc Schmedtlevin

Hüllhorsts Christian Wiechert setzt sich gegen die Weher Abwehr durch und zieht mit seinem Team in die Endrunde ein. Foto: Pollex

Endrunde

Das Erreichen des Halbfinale konnte schon als Erfolg verbucht werden. Dass es darin gegen den Favoriten LiT nichts zu holen gab, war zu erwarten. Zumal der Kader aufgrund der Ausfälle von Julian Hodde und Lenart Tiemann nicht bestens besetzt war. So agierte beispielsweise Kreisläufer Christian Wiechert häufig auf Halblinks, löste dann aber mehrmals auf. Und immerhin eine Halbzeit lang konnte die HSG dem beinahe in Bestbesetzung angetretenen Oberligisten Paroli bieten. 5:8 stand es nach 20 Minuten. »Wir haben LiT schon ärgern können. Vor allem unsere Abwehr stand richtig gut«, sagte Wiechert. In Abschnitt zwei gingen Hüllhorst aber zunehmend die Kräfte aus, LiT setzte sich über 16:7 (28.) immer deutlicher ab.

Gruppe 4

Die Entscheidung in dieser Gruppe hätte knapper nicht ausfallen können. Im letzten Spiel des Tages kam es in der Rahdener Sporthalle zum »Endspiel« zwischen der HSG Hüllhorst und dem TSV Hahlen. Beide Teams hatten ihre beiden ersten Partien gewonnen. Nach einem 14:14 musste ein Siebenmeter-Werfen über den Gruppensieg und den Einzug in die Endrunde entschieden – Hüllhorst setzte sich durch. »Das Halbfinale am Sonntag war gar nicht unbedingt unser Ziel, aber wir nehmen es gerne mit«, sagte HSG-Trainer Lars Halstenberg, der eine insgesamt gute Vorstellung seiner Spieler zu sehen bekam.

Gegen Hahlen sei zwar der Kräfteverschleiß zu erkennen gewesen, doch in den ersten beiden Spielen habe vor allem die Abwehr – in den Formationen 6:0 und 3:2:1 – sehr gut gearbeitet. »Darauf konnten wir aufbauen und haben auch im Positionsangriff gute Ansätze gezeigt«, lobte Halstenberg. Zum Warmlaufen konnte Hüllhorst das Duell mit Vlotho nutzen. Kurios: Da der Bezirksligist auf einen siebten Feldspieler setzte, ergaben sich für die HSG nach Ballgewinn sechs Würfe auf das leere Tor, nur einer davon landete im Netz.

Das Derby zwischen Hüllhorst und Wehe wurde beim 15:9 zumindest in Sachen Ergebnis eine klare Angelegenheit. »Da haben wir unsere beste Leistung gezeigt«, sagte Halstenberg. Das erkannte auch Wehes Coach Dennis Pape an: »Die spielen eben eine Liga höher, haben solide ihren Stiefel runtergespielt. Wir waren vielleicht ein bisschen zu passiv, haben aber ordentlich mitgespielt.«

Dicht dran an einer Überraschungen waren die Weher bei ihrem Heimspiel in der ersten Partie gegen Hahlen, die nur mit 17:18 verloren ging. »Da hätten wir sicherlich auch gewinnen können, wir haben aber ein bisschen durchgewechselt«, sagte Pape, der den Pokalauftritt insgesamt als »ordentlich« einstufte.

Gruppe 3

Den guten Eindruck aus den letzten Wochen des Jahres 2018 konnte der TuS Gehlenbeck bestätigen. In der stark besetzten Gruppe 3 spielte sich der Landesligist auf Platz zwei. »Ich bin zufrieden, zumal wir nur zwei Rückraumspieler im Kader hatten und wir uns wieder an die mengen Harz am Ball gewöhnen mussten«, sagte Trainer Hans-Detlev Hölscher. Nur Verbandsligist HSG Porta musste man sich mit 13:19 geschlagen geben. Immerhin bis zur 14. Minute beim Stand von 8:8 konnte aber auch diese Partie offen gestaltet werden.

Ein Ausrufezeichen setzten die Gehlenbecker mit einem Derbysieg gegen den enttäuschenden Verbandsligisten TuS Nettelstedt II. Beim 15:14 avancierte Rückraumspieler Justin Penner zum Matchwinner. Er erzielte zwölf der 15 Treffer seiner Mannschaft – unter anderem auch den entscheidenden drei Sekunden vor dem Abpfiff. Am gesamten Turniertag kam Penner auf starke 22 Tore. Es wären wohl noch deutlich mehr geworden, wenn er im abschließenden Spiel gegen Oberlübbe nicht in Manndeckung genommen worden wäre.

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