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Fußball-Landesliga: TuS besiegt den SuS Westenholz mit 3:1

Tengerns Heimserie hält in Unterzahl

Tengern (WB). Auf die Heimserie ist Verlass, dieses Mal dank einer starken Willensleistung. Der TuS Tengern hat den SuS Westenholz trotz einer 20-minütigen Unterzahl mit 3:1 (2:1) besiegt und hält den Anschluss zur Tabellenspitze.

Marc Schmedtlevin

Alexander Knicker strahlte bei seiner Startelf-Rückkehr viel Spielfreude aus und traf zur Tengeraner Führung. Foto: Marc Schmedtlevin

Dass es sich um keine Glanzleistung handelte, wird den Tengeranern nach der Partie egal gewesen sein. Es zählten nur die Punkte, die Erleichterung wurde nach zuletzt jeweils einer Niederlage im Kreispokal und in der Liga deutlich. »Wir sind glücklich, wieder gewonnen zu haben. Ich hoffe, dass es der Start einer Serie ist«, sagte Tengerns Holm Hebestreit.

Der Trainer hatte sich in seiner Startaufstellung wieder für Alexander Knicker in der Spitze entschieden – und lag mit dieser Personalie goldrichtig. Der Linksfuß sorgte früh für den ersten Treffer. In der achten Minute tauchte er nach einem Pass von Pascal Bley vor dem Torhüter auf, umkurvte diesen und schob zum 1:0 ein. Mit einem Pass hinten die Gäste-Abwehr war zuvor schon Waldemar Jurez freigespielt worden, er setzte den Ball aber neben das Tor (5.).

Missverständnis vor dem Ausgleich

Nach der guten Anfangsphase kam der schnelle Ausgleich etwas überraschend. Nach einem langen kam es bei Tengern zu einem Missverständnis zwischen der Innenverteidigung und Torhüter Alexander Fischer. Alle ließen den Ball passieren, Patrick Kosfeld bedankte sich und musste nur noch in das leere Tor einschieben – das 1:1 nach zehn Minuten. »Ein völlig überflüssiges Gegentor, da passte die Abstimmung überhaupt nicht«, sagte Hebestreit.

Dessen Team tat sich danach schwerer. Mehrfach wurde die Chance verpasst, die Bälle in die Tiefe hinter die hoch stehende SuS-Deckung zu spielen. Stattdessen wurde häufig quer gespielt, ohne großen Raumgewinn. Mehr als ein Fernschuss von Jurez, der auf der Latte landete (20.), war erst einmal nicht zu notieren. Auf der Gegenseite war es immer wieder Torschütze Kosfeld, der das Spiel der Gäste antrieb. In Minute 22 zielte der Angreifer knapp neben das Tor. Drei Minuten später parierte Fischer einen Freistoß von Kevin Gulba.

Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte kam Tengern wieder besser ins Spiel, vor allem über die linke Seite mit dem agilen Magnus Giersdorff. Zunächst verpasste Nico Gerfen nach einer Flanke (37.), dann resultierte aus einem Giersdorff-Einwurf das 2:1. Lukasz Grzegorczyk verlängerte per Kopf und Jurez drückte den Ball aus zwei Metern ins Tor (40.).

Zweite Hälfte mit Dreierkette

Zur zweiten Hälfte stellte Hebestreit um. Mit einer Dreier- oder defensiv auch einer Fünferkette sollte die Defensive kompakter gehalten werden. In Aktion war aber erst einmal die Offensive der Kleeblätter. Knicker köpfte zunächst über das Tor (51.), dann verfehlte Jurez nach Bley-Ablage (53.). Von Westenholz ging nach Kosfelds verletzungsbedingtem Ausfall nur noch wenig Druck aus.

Dies hätte sich nach 72 Minuten noch einmal ändern können. Nach einem Foul sah Grzegorczyk die gelb-rote Karte. Die Gäste kamen dennoch nicht zu guten Möglichkeiten. Tengern musste sich noch einmal neu ausrichten, konnte und musste nun endgültig auf Konter setzen. Und kam genau so zur Vorentscheidung: Nach einer Hereingabe von Schwier traf Knicker erst die Latte, den Abpraller drückte aber der eingewechselte Calvin König per Kopf zum 3:1 über die Linie (85.). Schwier hätte sogar noch erhöhen können, rutschte nach Knicker-Pass aber am Ball vorbei (87.). Die Höhe wird am Ende aber egal gewesen sein, es zählte nur der Sieg.

TuS Tengern: Fischer – Grzegorczyk, Budde, Gerfen, Giersdorff, Bley, Urban (81. König), Schwier, Jurez (90. Szych), Zieba (68. Borchard), Knicker

Tore: 1:0 Knicker (8.), 1:1 Kosfeld (10.), 2:1 Jurez (40.), 3:1 König (85.)

Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Grzegorczyk (72.)

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