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Westfalenliga-Aufsteiger TuS Tengern bestreitet sein erstes Spiel am Samstag daheim gegen Borussia Emsdetten. Sieweke hat Qual der Wahl

Tipps gibt’s beim Grillabend

Hüllhorst (WB). Auf ins Abenteuer: Die Fußballer des TuS Tengern fiebern der Westfalenliga-Premiere entgegen. Erster Gegner des Aufsteigers ist am Samstag (Anstoß 15 Uhr) der SV Borussia Emsdetten. Ins Grübeln bringt Trainer Olaf Sieweke aber vor allem die eigene Aufstellung.

Marc Schmedtlevin

Foto: Marc Schmedtlevin

Die Tengeraner waren in ihrem Meister-Jahr für einen kleinen Kader bekannt. In der neuen Saison hat sich das erst einmal erledigt. Ausfallen werden zum Auftakt nur die beiden Langzeitverletzten Nico Gerfen und Alexander Borchard. »Mir stehen 20 gesunde Spieler zur Verfügung«, sagt Olaf Sieweke. Natürlich ist die Freude darüber beim Trainer groß, doch die Situation bringt auch ein Luxusproblem mit sich. Sieweke muss sich die Frage stellen: Wen stelle ich von Beginn an auf?

»Es wird Härtefälle geben«

Die Antwort könnte schnell gefunden sein. Am vergangenen Sonntag bestand der TuS Tengern in der ersten Runde des Westfalenpokals den Härtetest. Es gelang ein 3:1-Erfolg gegen die Spvgg. Erkenschwick – ebenfalls aus der Westfalenliga. »Dieses Spiel hat uns noch einmal ein richtig gutes Gefühl gegeben«, betont Sieweke. An der Leistung seiner ersten Elf vom vergangenen Wochenende hatte er wenig auszusetzen. Dass die Kleeblätter daher mit derselben Startformation in den Ligaalltag starten, scheint also nicht ausgeschlossen zu sein. Dann würden eindeutige Startelf-Kandidaten wie Jan Stühmeier, Tom Borchard, Richard Urban und Alexander Knicker aber erst einmal draußen bleiben. »Es wird ja auf jeden Fall ein paar Härtefälle geben«, sagt Sieweke.

Die Aufstellung und das System würden sich natürlich auch immer am Gegner ausrichten. Emsdetten, der Tabellenachte der vergangenen Westfalenliga-Saison, ist auch für Sieweke ein weitestgehend unbeschriebenes Blatt. Informationen liegen dem Coach aber natürlich dennoch vor. Wertvolle Tipps gab es zum Beispiel von seinem Trainerkollegen Andreas Brandwein. Der war mit seinem VfL Theesen schon in der Vorsaison auf die Borussia getroffen. »Andreas und ich sind gut befreundet. Wir tauschen uns regelmäßig aus. Beim Grillabend am vergangenen Wochenende ging es auch um Emsdetten«, berichtet Sieweke, der sich auch über die neuesten Emsdettener Partien informiert hat. Die Eindrücke seien aber mit Vorsicht zu genießen: »Die Tests sind kein Maßstab für die Liga. Wer uns zum Beispiel in der Vorbereitung im Spiel gegen Stift Quernheim gesehen hat, wird jetzt auch ein anderes Gesicht von uns zu sehen bekommen.«

Kleine, wuselige Spieler

Eine Erkenntnis aus der Emsdetten-Recherche laute, dass der Gegner über mehrere kleine, wuselige Spieler verfüge. »Darauf müssen wir vorbereitet sein. Wir werden sicherlich nicht ins offene Messer laufen«, sagt Sieweke. Eine Vorgabe, die seine Mannschaft im Pokalspiel gegen Erkenschwick bestens beherzigte. »Wir haben aber mehrere Systeme zur Auswahl und können es auch mal während eines Spiels wechseln«, erklärt Sieweke die taktische Vielfalt seiner Mannschaft.

In Sachen Einstellung dürfe es bei den Kleeblättern aber keine Veränderungen geben. »Die Mannschaft beißt und das müssen wir beibehalten. Das muss unsere Stärke in der neuen Saison sein«, betont Sieweke und sieht nur so eine Chance: »Wir werden immer 90 Minuten Vollgas geben müssen. Andernfalls gewinnen wir kein einziges Spiel.«

Genau das habe der Trainer seinen Spielern auch bei der Vorbesprechung in Bezug auf Sonntag gesagt. Höhenflüge seien trotz des erfolgreichen Pflichtspielstarts in der Vorwoche nicht angebracht: »Wir brauchen jetzt nicht zu glauben, dass es einfach immer so weiter geht.« Der erfahrene Coach weiß, wovon er redet. Für ihn ist die Westfalenliga schließlich kein Neuland mehr.

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