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Teammanager Christian Meyer äußert sich zu Schuldzuweisungen des Winter-Abgangs

TuS Tengern: „Klappi“ rüffelt Sakarya

Tengern (WB). Da hat er die falsche Tonart gewählt: Der lautstarke ­Abgang von Okan Sakarya beim Fußball-Westfalenligisten TuS Tengern ist nicht nur bei Christian Meyer schlecht angekommen. „Dafür fehlt mir jedes Verständnis“, kommentiert Tengerns Teammanager die ­Kritik, die der scheidende Stürmer über das Tengeraner Umfeld und Trainer Stefan Studtrucker geäußert hatte .

Alexander Grohmann

Christian Meyer ist eigentlich für seine ruhige Art bekannt. Nach der Verbal-Attacke von Okan Sakarya hat TuS Tengerns Teammanager nun aber Klartext geredet. Foto: Grohmann

„Ich finde es höchst verwunderlich, wenn ein Spieler, der fast nie beim Training ist, so etwas von sich gibt“, sagt „Klappi“ enttäuscht über das verbale Nachtreten des Reservisten. So hatte Sakarya über Stefan Studt­rucker – scheinbar stellvertretend für das Team – gesagt: „Wir kommen einfach nicht klar mit seinen Spielformen und dem Kontakt zu ihm.“ Mit ironischem Unterton mutmaßt Meyer nun, es müsse hier eine grammatikalische Verwechslung vorliegen. „Okan wird ‚ich‘ und nicht ‚wir‘ gemeint haben“, so der Teammanager.

Christian Meyer, Teammanager 1. Mannschaft TuS Tengern

Fakt sei schließlich, dass der im Sommer vom A-Liga-Aufsteiger Türk Gücü Espelkamp verpflichtete Akteur weitestgehend „durch Abwesenheit geglänzt“ habe und dadurch Sakaryas Integration in den Kader extrem schwierig wurde. Meyer verdeutlicht: „Von 41 Einheiten hat Okan insgesamt nur fünf bis sieben mit der Mannschaft absolviert.“ Einmal habe sich beim Stürmer eine Zerrung „über ­Wochen hingezogen“, dann sei dem 21-Jährigen ein Urlaub oder wieder etwas Anderes dazwischengekommen. Fehlzeiten, die auch Studtrucker als Hauptargument für das Scheitern des Neuzugangs angeführt hatte.

Dass Sakarya überhaupt zu zwei Kurzeinsätzen kam, habe er dem Wohlwollen des Trainers zu verdanken gehabt, wie Meyer ebenfalls klarstellt: „Das war ein Geschenk von Stefan an den Spieler, damit er langsam mal aus dem Quark kommt.“ Umso mehr ärgerte „Klappi“ sich darüber, dass ­Sakarya („Ich hätte es schaffen können, wenn ich einen besseren Trainer gehabt hätte“) nun rückblickend Studt­rucker die Schuld an seiner Rolle als Dauerreservist gab. Meyer: „Für Okan ist ein guter Trainer wohl einer, der ihn aufstellt.“

Winter-Wechsel erfordert Tengeraner Wohlwollen

In der vergangenen Woche bat der Kicker beim Verein um die vorzeitige Freigabe. Christian ­Meyer, der nach wie vor das Potenzial bei Sakarya sieht („Er hat was im Fuß“) und die Entwicklung insgesamt bedauerlich findet, akzeptierte dessen vorzeitigen Abschied. Spannend wird sein, wie es nun weitergeht: Dass der Stürmer nach der Winterpause gleich für einen anderen Verein wird auflaufen dürfen, könnte nach dessen jüngster „Abrechnung“ fraglich sein. Sakaryas Amateurvertrag beim TuS Tengern läuft noch bis 30. Juni 2021. Angeblich soll Bezirksligist FC Preußen Espelkamp II bereits Interesse angemeldet haben.

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