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Handball-Verbandsliga: HSG Hüllhorst feiert 26:22-Heimsieg gegen die Ahlener SG II

Von Zittern keine Spur

Hüllhorst (WB). Die Feiertage in eigener Halle gehen weiter: Das 26:22 (13:8) gegen die Ahlener SG II bedeutete bereits den vierten Heimsieg der HSG Hüllhorst in diesem Kalenderjahr. Und er hatte zur Folge, dass der Verbandsliga-Verbleib immer näher rückt.

Marc Schmedtlevin

Der Kopf der Hüllhorster Offensive: Tim Blomenkamp hat beim Heimsieg gegen Ahlen II gekonnt Regie geführt. Foto: Pollex

Die Stimmung im Hüllhorster Lager ist bestens – das wurde spätestens wieder beim üblichen Jubel mit dem Fans nach der Partie deutlich. Von der Anspannung, die den Endspurt der vergangenen Serien prägte, ist derzeit keine Spur. Die HSG befindet sich als Tabellensiebter im gesicherten Mittelfeld. Der Vorsprung auf den bedrohten Gast aus Ahlen beträgt nun fünf Punkte. »Es war ein großer Schritt in die richtige Richtung. Endgültig ist unser Klassenverbleib natürlich noch nicht, doch die Ausgangslage ist jetzt schon optimal«, sagt Trainer Lars Halstenberg, der gleich die Marschroute für die kommenden Wochen ausgibt: »Wir wollen auf unsere derzeit guten Ergebnisse aufbauen und uns nicht darauf ausruhen.« Ähnlich sah es auch Rückraumspieler Julian Hodde: »Wir haben noch nichts erreicht, sind aber auf einem guten Weg.«

Keine Zweifel am Heimsieg

Am Samstag verlebte der Coach einen doch recht unüblichen Abend. Während seine Mannschaft in der Vergangenheit häufig für Zitterpartien bis zum Schluss sorgte, kam dieses mal überhaupt kein Zweifel am Erfolg auf. »Wir haben es wirklich sehr souverän runtergespielt«, lobte Halstenberg.

Nur in der Anfangsphase war das Spiel offen, dann setzten die Hüllhorster zum schon vorentscheidenden Zwischenspurt an – von 4:3 (9.) zum 10:4 (22.). Zum tragenden Erfolgsbaustein entwickelte sich wie immer die Abwehrreihe in Kombination mit Torhüter Christian Laroche. Die vier kassierten Gegentreffer in 22 Minuten dürften Beleg genug sein. »Unsere Defensive ist das Prunkstück, sie gibt uns große Sicherheit«, sagte Halstenberg, dessen Team in der Offensive befreiter aufspielen und auch ins Risiko gehen kann.

HSG setzt auf siebten Feldspieler

Von Beginn an wählten die Gastgeber die Variante mit einem siebten Feldspieler. Dank der richtigen Entscheidungen und weniger Fehler in der Anfangsphase gelang die Führung. »Wir haben den ball lange laufen lassen und geduldig auf unsere Chancen gewartet – genau das, was wir uns vorgenommen hatten«, sagte Hodde. Der Vorsprung wurde noch deutlicher, als die Gäste Julian Hodde in Manndeckung nahmen. Für den cleveren HSG-Spielmacher Tim Blomenkamp ergaben sich daraufhin zahlreiche Optionen, die er für sich oder die Mitspieler – häufig die beiden Kreisläufer – zu nutzen wusste. Die Belohnung war eine komfortable 13:8-Fphrung zur Pause. Diese hätte sogar noch um ein Tor höher ausfallen können, Hodde verwarf mit der Pausensirene aber einen Siebenmeter.

Unsicherheit kam deswegen im Hüllhorster Team nicht auf. Zu Beginn der zweiten Hälfte war zwar »ein kleines Tief«, wie Trainer Halstenberg es nannte, zu überwinden, doch der Vorsprung wurde dennoch gekonnt verteidigt. Die Ahlener, die auch zu einem siebten Feldspieler umstellten und die HSG-Deckung auf diese Weise zumindest vor etwas größere Probleme stellten, kamen zu keinem Zeitpunkt näher als auf vier Tore heran. Die Gastgeber konnten sich weiterhin auf eine ordentliche Chancenverwertung verlassen. In den Fokus spielte sich im zweiten Abschnitt speziell die rechte Angriffsseite. Paul Reichelt erzielte nun fünf seiner insgesamt sechs Treffer, da er in Durchgang eins der Wechselspieler mit dem Torhüter war. Nach dem Seitenwechsel wechselte auch der Hüllhorster Abschlussschwerpunkt. Hinzu kam ein starker Auftritt von Rückraumschütze Lucas Heidenreich (ebenfalls sechs Tore). Es war aber nicht ein Heimsieg der Einzelkönner, sondern einer des Kollektivs – typisch Hüllhorst eben. »Wir haben das gemacht, was wir für den Klassenverbleib tun mussten. Wir sehen ja, dass das klappt, was wir uns vornehmen«, fasste Hodde zusammen.

HSG Hüllhorst: Laroche, Lengwenus – Meyer, Reichelt (6), Kleffmann (1), Tiemann, Blomenkamp (2), Wiechert, Kreft (2), Grabein (1), Heidenreich (6), Hodde (7/3), Wittkötter (1)

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