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TuS Tengern: Westfalenliga-Neuling enttäuscht zum Abschluss seines Trainingslagers beim 0:0 in Vlotho auf der ganzen Linie. Neuzugang Felix Kammann sieht nach einer Notbremse die Rote Karte und ist gesperrt

Vorbereitungs-Sieger fliegt vom Platz

Vlotho (WB). Der Leistungsstand wirft Fragen auf. Die Fußballer des TuS Tengern sind im letzten Testspiel der Vorbereitung beim Landesliga-Absteiger SC Vlotho nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinausgekommen. »Das war ein ganz müder Kick von uns. Es war kein Klassenunterschied zu erkennen«, sagt Tengerns Trainer Olaf Sieweke über den Auftritt an seiner ehemaligen Wirkungsstätte.

Alexander Grohmann

Kapitän Pascal Bley (rechts) hat Mühe, Niko Rethemeier vom SC Vlotho aufzuhalten. Der TuS Tengern ist noch nicht auf der Höhe. Foto: Andreas Klose

Dabei sollte die Partie auf dem Vlothoer Winterberg an und für sich das gelungene Trainingslager-Wochenende des Neu-Westfalenligisten abrunden. Am Freitag waren die Tengeraner nach Münster gereist. Für zwei Nächte kam der TuS in einem Hostel in ­direkter Nähe zur Sportanlage der DJK Münster unter. Kurze Wege und ein Rasenplatz zur freien Verfügung: Sieweke war mit den Trainingsbedingungen wieder mehr als zufrieden. Nach vier Einheiten war der Akku dann aber offenbar leer. »Ich hoffe jedenfalls, dass das der Grund für unsere Leistung war«, so Sieweke über den schlappen Auftritt am Sonntag beim Bezirksligisten in Vlotho.

Der nächste Warnschuss

Die Ergebnisse bereiten Kopfzerbrechen: Schon beim 1:4 im Derby gegen Preußen Espelkamp waren Tengerns Fußballer eine ­Woche zuvor nicht auf der Höhe gewesen. Nun folgte der nächste Warnschuss durch den letztjährigen Klassenrivalen, der nur noch in der Bezirksliga spielt. »Die Vlothoer waren heißer als wir auf das Spiel«, bilanziert Sieweke.

Zum Pechvogel bei den Gästen avanciert ausgerechnet Felix Kammann: Tengerns Neuzugang, der sich in der Vorbereitung als einer der wenigen Kicker in den Vordergrund spielen konnte, sieht nach einer Notbremse gegen Christian Finkemeier die Rote Karte (72.) und ist für die ersten zwei Pflichtspiele der Saison gesperrt. »Ich hatte noch am Samstag in einer Teamsitzung gesagt, dass ­Felix spielen würde, wenn jetzt Saisonstart wäre«, so Sieweke über das Mittelfeld-Talent, das vom A-Ligisten BSC Blasheim gekommen ist.

Aus dem Vorbereitungs-Gewinner wird ein Verlierer: Kammann verpasst sowohl das Westfalenpokal-Spiel am Sonntag gegen die Spvgg. Erkenschwick (15 Uhr) als auch eine Woche später den mit Spannung erwarteten Liga-Auftakt gegen ­Borussia Emsdetten. Die erste Partie in der neuen Spielklasse ist um einen Tag auf Samstag, 10. August, vorverlegt worden (15 Uhr). »Wir erhoffen uns dadurch ein paar Zuschauer mehr«, so Sieweke über den Frühstart.

Sieweke bleibt gelassen

Bis zu diesen Prüfungen müssen sich die Tengeraner steigern. »Unsere Vorbereitung war insgesamt nicht allzu berauschend«, weiß Sieweke, dem aufgrund von Verletzungen und Urlauben zuletzt allerdings auch ein Drittel seines 22-Mann-Kaders fehlte. Der Coach bleibt noch gelassen: »Vor zehn Jahren wäre ich vielleicht unruhig geworden«, sagt Sieweke, der in den drei verbleibenden Trainingseinheiten in dieser Woche an den richtigen Stellschrauben drehen muss, um sein Team für das Pokalspiel fit zu machen.

Trotz allem hatte das Trainingslager in Münster nicht nur sportlich, sondern auch in anderen Belangen seinen Zweck erfüllt. Beim langen Teamabend am Samstag war die Stimmung bestens. Nun muss der Westfalenligist nach dem gefeierten Aufstieg aber auch auf dem Spielfeld allmählich wieder Gas geben.

TuS Tengern: Feder/Fischer – Kosecki, Adick, Stühmeier, Giersdorff, Gregorczyk, Bley, Schwier, Kammann, Jurez, Erdelt, Kachel, Knicker, Kassebaum, Zieba.

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