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Verbandsliga: Hüllhorst beschert Trainer Geburtstags-Paukenschlag

Was für ein Geschenk

Hüllhorst (WB). Der Trainer feiert seinen 31. Geburtstag und seine Spieler sorgen für das passende Geschenk: Handball-Verbandsligist HSG Hüllhorst sorgt mit dem 30:26 (13:11) gegen Aufstiegsaspirant HSG Altenbeken/Buke für den Paukenschlag des Spieltags – und einen strahlenden Lars Halstenberg.

Volker Krusche

Christopher Kreft lässt sich nicht bremsen. So wie die gesamte Hüllhorster Mannschaft bei ihrem Coup gegen Altenbeken. Foto: Pollex

Noch in der Woche hatten die Verantwortlichen aus Altenbeken, deren HSG zu diesem Zeitpunkt mit lediglich drei Minuspunkten nur einen Zähler hinter dem CVJM Rödinghausen rangierte, erklärt, dass man im Falle des Falles den Oberligaaufstieg wahrnehmen würde. Da hatte wohl niemand im Hochstift gedacht, dass die Kluft auf den Konkurrenten so schnell größer werden würde. Aber da hatte man die Rechnung ohne die HSG Hüllhorst gemacht. »Es lief genauso, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir wollten Altenbeken in den Positionsangriff kriegen – und genau das ist uns auch hervorragend gelungen. Unsere Abwehr hatte den Gegner jedenfalls gleich gut im Griff«, freute sich Coach Halstenberg. Dabei hätte man nach den 41 Toren in Steinhagen großen Respekt vor dem Topteam gehabt. »Aber wir haben sie sehr stark bekämpft und ihnen bis zur elften Minute nur zwei Treffer ermöglicht.« Mit elf Gegentoren zur Halbzeit war die Halstenberg-Sieben jedenfalls voll im Rahmen.

Goesmann an die Kette gelegt

»Wir haben in unserer 3:2:1-Deckung gut gespielt und insbesondere Altenbekens Besten, Benedikt Goesmann, komplett an die Kette gelegt. Der kam überhaupt nicht zurecht. Er hat zwar immer noch gute Akzente im Spielaufbau setzen können, blieb im Abschluss aber deutlich hinter den Erwartungen zurück. Da haben meine Jungs aufopferungsvoll Abwehr gespielt.« Das habe dem Angriff den entscheidenden Druck von den Schultern genommen, zumal die HSG aus der Defensive auch den einen oder anderen Gegenstoß laufen konnte. Angefangen mit dem siebten Feldspieler unterliefen Hüllhorst zwar nicht viele Fehler, aber auch nicht die erhofften erfolgreichen Aktionen, so dass Trainer Lars Halstenberg schließlich auf das Spiel Sechs-gegen-Sechs umstellte. Da kam man besser zum Zuge, legte stets vor und setzte sich nach dem 5:5 über 7:5 auf 9:6 ab, führte beim 13:9 sogar mit vier Toren.

Kontertor beim 20:18 aberkannt

Nach der Pause lief es weiter wie in Halbzeit eins. Hüllhorst bestimmte das Spiel, sorgte dafür, dass Jan Schwensfeger auf Altenbekener Seite schon nach sechs Minuten beim 11:17 eine Auszeit nehmen musste. Und die wirkte, denn Mitte der zweiten Hälfte wurde es noch mal eng. Altenbeken verkürzte auf 18:20 (47.). Und wähnte sich bereits auf ein Tor herangekommen. Glück aber für Hüllhorst, dass der Gegenstoßtreffer wegen Abstehens im Wurfkreis abgepfiffen wurde. Die Aufregung auf Altenbekeners Seite, die zu Lasten der Konzentration ging, nutzte Paul Reichelt, um über Außen wieder auf »Drei« zu stellen. Und als Hüllhorsts Linkshänder sieben Minuten vor Ende mit seinem fünften Treffer das 25:19 markierte, war der Drops endgültig gelutscht. »In der Schlussphase, als der Gegner aufmachte und an der Mittellinie zur Manndeckung überging, wurde es dann hüben wie drüben zum Scheibenschießen«, monierte Halstenberg, dass jetzt jeder Wurf ein Treffer war.

»Wir sind megaglücklich!«

Altenbekens Goesmann kam in dieser Phase zu seinen einzigen vier Treffern. Hüllhorst hatte aber stets die passende Antwort parat. »Klasse, dass wir in dieser Phase den Kopf behalten haben.« Gestützt auf einen starken Jan-Philip Schnute zwischen den Pfosten, einen durchschlagskräftigen Julian Hodde (9), einen bestens aufgelegten Lennard Tiemann (6) und einen Verantwortung im Angriff übernehmenden Tim Blomenkamp. Im engen Abstiegskampf fuhr Hüllhorst damit zwei überraschende Punkte ein und sprang auf Rang neun. Lars Halstenberg: »Wir sind megaglücklich!«

HSG Hüllhorst : Schnute. Laroche; Meyer (3), Reichelt (5/1), Kleffmann, Tiemann (6), Blomenkamp (1/1), Kreft (4), Wiechert (1), Grabein, Heidenreich (1), Hodde (9/2), Wittkötter

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