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Fußball-Kreisliga A: Trainer Jörg Bohlmann erwartet mit dem HSC Alswede eine schwierige Saison und gibt sich erst einmal dem Klassenverbleib zufrieden.

Alswede: Kleiner Kader ist die große Baustelle

Lübbecke (WB/mas). Jörg Bohlmann sieht schwere Zeiten auf sich und seine Mannschaft zukommen. Im Kader des A-Ligisten HSC Alswede für die neue Saison befinden sich gerade einmal 16 Spieler. Deswegen formuliert der Trainer seine Erwartungen ganz zurückhaltend: »Ich will erstmal nur die Klasse halten.«

Die Verantwortlichen des HSC Alswede mit den Zugängen: (von links) Trainer Jörg Bohlmann, Himmet Doganer, Co-Trainer Dierk Vullriede, Abbas Fares und Fußballobmann Uli Haseloh. Foto: Marc Schmedtlevin

Ein kleiner Umbruch wurde in Alswede eingeläutet. Ganz bewusst ließ der Verein einige Spieler ziehen, dafür sollten dann aber auch mehrere neue kommen. Dieser Plan ging nicht auf. »Wir haben bestimmt noch 40 Leute angesprochen, von denen hat aber keiner zugesagt«, berichtet Bohlmann. Das HSC-Image habe vermutlich einen entscheidenden Teil dazu beigetragen. Auch deswegen achtet »Bohle« derzeit ganz genau auf die Zusammenstellung seines Aufgebots: »Wir wollen wieder eine Mannschaft auf dem Platz haben und das ist uns gelungen. Wir wollten keinen mehr, der einfach nur die Hand aufhält.«

»Bohle« rechnet mit Urlaubern

Eine bessere Stimmung löst in Alswede aber nicht den nun entstandenen personellen Engpass. Da Ahmet Tsingour derzeit noch eine Knieverletzung auskuriert, wird der sowieso schon kleine Kader in den ersten Wochen der Saison noch einmal verkleinert. »Und es war auch noch keiner im Urlaub, das wird sicherlich auch noch auf uns zukommen«, vermutet Bohlmann, der dann wieder als Baumeister gefragt sein wird. Das ist für den Routinier allerdings nichts Neues: »Von den 30 Spielen der vergangenen Saison waren wir wahrscheinlich auch nur zehn Mal komplett.«

Wozu ein HSC in Bestbesetzung allerdings in der Lage ist, wurde vor allem in der Hinrunde der Vorsaison deutlich. Mit 27 Punkten sortierte sich Alswede auf dem dritten Tabellenplatz ein. Eine deutlich schwächere Rückrunde sorgte für Platz acht in der Endabrechnung. »Wenn alle da sind, spielen wir auch weiterhin einen guten Ball«, sagt Bohlmann. Ähnlich sieht es auch Fußballobmann Uli Haseloh: »Unsere 16 Spieler sind in jedem Fall gut genug für einen Mittelfeldplatz. Weiter nach oben müssen wir nicht schauen. 40 Punkte sind das Ziel.«

Zugang vom A-Liga-Meister

Beim Einsammeln sollen auch zwei Zugänge helfen. Die Abwehr verstärkt Abbas Fares, der zuletzt für die SG Herringhausen/Eickum spielte und mit dem Herforder Verein den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte. »Vor zwei Jahren wollte er schon einmal zu uns wechseln. Da habe ich ihn noch abgelehnt. Jetzt macht er hinten richtig Bambule und einen sehr guten Eindruck«, lobt »Bohle«. Ebenfalls in die Startformation gespielt hat sich Himmet Doganer, der aus der A-Jugend der FSG Hüllhorst-Tengern kommt. »Er ist auf der Sechs eine Bereicherung. Lernen muss er auch noch, doch genau solche Spieler brauchen wir«, sagt der Coach über seinen Neuen. Neu dürfte auch die Rolle sein, die auf Kaoa Omar zukommt. Nach dem Abgang von Erdal Gökcen sieht Trainer Bohlmann den Kreativspieler als möglichen Nachfolger im Zentrum.

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