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TuS Nettelstedt II: Auch Spreen, Thielking und Pohnke gehen – Möller zuversichtlich

Die große Angst vor dem Abstieg

Lübbecke-Nettelstedt (WB). Magere acht Punkte stehen auf der Habenseite, Platz 13 unter 14 Mannschaften: Handball-Verbandsligist TuS Nettelstedt II steht das Wasser nach Abschluss der Hinrunde der Saisonn 2018/2019 bis zum Hals. Zudem treiben diverse Sommerabgänge den Verantwortlichen weitere Sorgenfalten auf die Stirn.

Volker Krusche

Über seine Qualität im rechten Rückraum freut man sich künftig bei den Schwarz-Weißen aus Wehe: Niklas Spreen. Foto: Pollex

Die Mischung aus sportlicher Talfahrt und personellem Aderlass birgt derzeit eine Menge Zündstoff. Sechs Abgänge stehen inzwischen fest, gut möglich, dass es noch mehr werden. Der Wechsel von Linkshänder Chris Byczynski zum CVJM Rödinghausen und die schon vorherige Klarheit, dass Torhüter Mats Grzesinski, der neben dem TuS auch noch für den Bundesliga-Nachwuchs der JSG NSM-Nettelsedt, künftig in den Kader von Oberligist LiT aufrückt, waren nur der Auftakt der Hiobsbotschaften. Auch René Glöckner tat kund, das er den Nettelstedtern nach Serienende den Rücken kehren wird. Den Linksaußen zieht es wahrscheinlich auch zum Kooperationspartner LiT. Kleine Hoffnungen soll sich aber auch dessen »Klassenkamerad« TuS Möllbergen machen.

Wehe freut sich auf neuen Linkshänder

Seit dieser Woche steht nun auch der Wechsel von Niklas Spreen fest. Der soll künftig dem rechten Rückraum von Landesligist TuS SW Wehe weitere Durchschlagskraft verleihen. Dort freut sich Handball-Abteilungsleiter Harald Bruhn über den Coup: »Niklas kommt aus Stemwede-Drohne, geografisch stimmt der Wechsel also auch. Er ist ein ruhiger Typ, der menschlich sehr gut zu unserer Mannschaft passt. Da wird in unserem Kader nicht gerade Linkshänder im Überfluss haben, erhoffen wir uns durch Niklas eine deutliche Verstärkung und einen zusätzlichen Kick.«

Freuen wird man sich auch bei Nettelstedts Ligakonkurrent LiT II. Die Reserve soll künftig jungen, talentierten Spielern vorbehalten sein. Und in dieses Raster passt auch TuS-Kreisläufer Jesper Thielking, dessen Wechsel ebenfalls schon feststehen soll.

Offen ist derzeit noch, ob auch Tobias Oevermann seine Zelte woanders aufschlagen wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch er geht, soll jedenfalls sehr groß sein. Auch wenn Nettelstedts Sportlicher Leiter Matthias »Matze« Möller noch Hoffnung auf einen Verbleib verbreitet. »Wir haben mit Tobi gesprochen. Er will erst einmal die Entwicklung bei uns abwarten.« Als weiterer Wechselkandidat galt bislang auch Maurice Schirge. Vereine wie Isselhorst, Rödinghausen oder Harsewinkel wurden in der Vergangenheit mit ihm in Verbindung gebracht. Beim Linkshänder ist Möller allerdings zuversichtlich, dass er ihn halten kann. »Es sieht gut aus. Eine Entscheidung dürfte in Kürze fallen.« Schirge kommt aus Lengerich und reißt somit viele Kilometer in Richtung Mühlenkreis ab. »Er wird uns in der aktuellen Situation sportlich aber erst einmal fehlen. Seine verschleppte Muskelverhärtung dürfte ihn sicherlich zwei Monate außer Gefecht setzen.«

Schirge ein wichtiges Puzzleteil

In Möllers Planungen ist Schirge indes ein ganz wichtiges Puzzleteilchen. »Mit ihm auf Rechts, Nenad Nedeljkovic und einem neuen Halblinken wären wir für die neue Saison sehr gut aufgestellt.« Überhaupt gibt sich »Matze« Möller optimistisch, was die Kaderplanung angeht. »Sollten die geplanten Verpflichtungen klappen, würden wir in der Verbandsliga sicherlich nicht unten oder im Mittelfeld spielen...« Daher sei es eminent wichtig, dass die aktuelle Mannschaft die Kurve kriege und es nicht zum Super-Gau komme.

Im linken Rückraum ist man angeblich mit einem Oberliga-erfahrenen Spieler im Gespräch. Zudem habe man Kontakt zu Justin Penner aufgenommen, der aber möglicherweise in Gehlenbeck bleibe, weil sein Bruder noch ein Jahr ranhängen würde, so Möller weiter. Für die rechte Seite benötige man, vorausgesetzt Maurice Schirge würde bleiben, noch einen dritten Mann. »Hier laufen derzeit Gespräche mit einem Spieler, der beide Linkshänderpositionen ausfüllen kann, wie auch mit einem reinen Rechtsaußen, da auch Jonas Mündemann zur Not im Rückraum spielen kann.« Außerdem muss der Umbruch mit einem zweiten Kreisläufer fortgesetzt werden. Grund: Auch Axel Pohnke verlässt den TuS. Allerdings schließt er sich keinem anderen Verein an, sondern wird ab Ende Februar in Polen studieren.

Neuer Torhüter vom Nachbarn?

Bliebe noch der Mann neben Fynn Hucke zwischen den Pfosten. Der scheint bereits in der Nachbarschaft gefunden. Nach Informationen der LÜBBECKER KREISZEITUNG könnte es sich dabei um den Oberlübber Pierre Neidmann handeln, der mit Nettelstedts Jannis Kruse schon gemeinsam in der JSG-Jugend gespielt hat. Dazu wollte Matthias Möller aber nichts sagen.

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