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Start der Mühlenkreisserie am Sonntag ohne den verletzten Alexander Schröder

Es droht sogar das Karriereende

Lübbecke/Bad Oeynhausen  (WB). Nur noch wenige Augenblicke, dann ist die große Lauffamilie wieder voll in ihrem Element. Alle? Nein, denn zum Start der Mühlenkreisserie 2019, deren Saison am Sonntag traditionell durch die TG Werste mit dem Weser-Werre-Lauf in Bad Oeynhausen eröffnet wird, fehlt ein Name. Ein für die Serie großer Namen: Alexander Schröder. Er wird aber nicht nur in der Kurstadt auf einen Start verzichten, sondern auch bei den folgenden Serienevents nicht dabei sein. Wenn’s ganz schlecht läuft, muss der Serien-»Dominator« sogar seine Karriere beenden.

Volker Krusche

Wenn Alexander Schröder in der Vergangenheit in der Mühlenkreisserie an den Start gegangenen ist, dann erreichte er das Ziel zumeist auch als Sieger. Jetzt droht ihm ein Ende der Karriere. Foto: Volker Krusche

Im Gespräch mit dieser Zeitung bestätigte Alexander Schröder: »Nein, ich werde am Sonntag nicht dabei sein. Ich kann derzeit überhaupt nicht einschätzen, ob ich in diesem Jahr noch in die Serie werde einsteigen können. Vielleicht sogar nie mehr.« Das habe aber nicht mit der räumlichen Distanz zwischen Arbeitsplatz und Heimat zu tun. »Das habe ich ja auch in der Vergangenheit miteinander vereinbaren können. Es ist vielmehr die Gesundheit, die mir derzeit einen ganz dicken Strich durch meine sportlichen Aktivitäten macht«, so der Athlet des ATSV Espelkamp, der auf der Bahn für Schalke 04 startet.

Bis Februar gut trainiert

Nach dem letzten Lauf der Mühlenkreisserie im Oktober in Wasserstraße habe er den gesamten Winter über bis in den Februar hinein ganz passabel trainieren können. Alles sah gut aus – auch einem Start in der heimischen Laufserie stand eigentlich nichts im Wege. „Plötzlich aber hatte ich wieder stark schwankende muskuläre Probleme in der Hüfte und in den Beinen. Die gleichen, mit denen ich mich seit zwei Jahren immer wieder herumplage. Ich kann dann zunächst zwar ein paar Monate trainieren, falle anschließend aber auch wieder monatelang aus. Was genau die Ursache ist, weiß niemand so richtig«, so ein geknickter Alexander Schröder. »Momentan kann ich drei Tage laufen, dann schmerzt auch schon die Muskulatur wieder.“ Das sei auch der Grund, warum er nicht richtig trainieren könne. „Starts bei Wettkämpfen sind nicht möglich, sind aber auch sinnlos.«

Inzwischen wirkt Schröder, als würde er resignieren. »Ich weiß nicht, ob ich die Problematik irgendwann wieder in den Griff bekomme. Um den Leistungsstand der letzten Jahre zu erreichen, müsste ich sechs bis neun Monate am Stück schmerzfrei trainieren können. Das sehe ich derzeit aber nicht!«

Daher könne er auch nicht einschätzen, »ob ich irgendwann nochmal ernsthaft leistungsorientiert Wettkämpfe oder die Mühlenkreisserie bestreiten kann.«

Wer kann Henry Brauns schlagen

Für die am Sonntag beginnende Laufserie im Kreis Minden-Lübbecke mit ihren acht Stationen ist die Absage von Alexander Schröder unbestritten eine bittere Pille. Auf der anderen Seite wird dadurch für andere starke Läufer auf der Mitteldistanz die Tür geöffnet, allen voran Titelverteidiger Henry Brauns. Der profitierte schon 2018 von Schröders Problemen. In der am Sonntag beginnenden neuen Saison wird der Sieg auf der Zehn-Kilometer-Distanz nun nur über den Mindener führen.

Der Altkreis Lübbecke muss indes noch einen zweiten herben Verlust hinnehmen, denn auch Jan Isendahl wird nicht mehr an den Start gehen. Allerdings freiwillig. Nach dem Gewinn der Serie auf der Langdistanz kündigte er das bereits an: »Die Serie ist mir einfach zu anstrengend.« Der Hüllhorster konzentriert sich in diesem Jahr mehr auf den Triathlon.

Traditionell sind in Bad Oeynhausen noch nicht alle Anwärter auf den Gesamt- oder Altersklassensieg auf den drei angebotenen Strecken dabei. Dennoch ist es ein erster Fingerzeig, wer am Ende vorn zu finden sein könnte. Der Startschuss im Stadion an der Mindener Straße für die Serie 2 über 20 Kilometer, erfolgt um 10.30 Uhr, gefolgt vom Zehn-Kilometer-Lauf um 10.40 Uhr, sowie der Kurzstrecke über sechs Kilometer um 10:50 Uhr.

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