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TuS Nettelstedt II trennt sich vom Trainer – Grumbach Nachfolger

Für Redeker ist Schluss

Lübbecke (WB). Das neue Jahr ist gerade mal neun Tage alt, da steht der erste Trainer schon auf der Straße. Grund: Handball-Verbandsligist TuS Nettelstedt II hat sich von Sebastian Redeker getrennt.

Volker Krusche

Für Sebastian Redeker, dessen Wege sich mit dem TuS Nettelstedt im Sommer ohnehin getrennt hätten, ist jetzt schon Schluss. Foto: Pollex

Beide Seiten wären im Sommer zwar ohnehin eigene Wege gegangen, nachdem die Vereinsverantwortlichen Redeker vor Wochen bereits signalisiert hatten, dass man für die kommende Saison ohne in plane (wir berichteten). Der wiederum wurde sich danach schnell mit der HSG Hüllhorst einig und kehrt damit zu den Wurzeln seiner handballerischen Entwicklung zurück. Der jetzige Schritt überrascht aber dennoch.

Die Nettelstedter Reserve wird ab sofort von Julian Grumbach gecoacht. Der 22-Jährige, der 2017 Trainer der C-Jugend der JSG NSM-Nettelstedt wurde und aktuell mit der B-Jugend in der Oberliga nur zwei Punkte vom Rangzweiten entfernt im Mittelfeld rangiert, betreut seit dieser Saison zudem auch die Nettelstedter »Dritte«. Mit ihr belegt der B-Lizenz-Inhaber mit fünf Punkten Rückstand auf Primus LIT III derzeit den fünften Platz in der Bezirksliga. Grumbach soll nun beide TuS-Teams betreuen.

Schon vor Weihnachten klar?

Bereits vor Weihnachten war aus dem Nettelstedter Umfeld von einer Demission Redekers zu hören gewesen. Mit Rücksicht auf die Feiertage habe man ihm die Nachricht zu diesem Zeitpunkt aber nicht zukommen lassen wollen, wurde seinerzeit gemunkelt.

Am vergangenen Donnerstag nun sei Sebastian Redeker zu einem Gespräch eingeladen worden. Das fand nun am Montag statt. Dort teilte man ihn die sofortige Trennung mit. Noch am Samstag hatte Redeker beim Kreispokal auf der Bank einer stark ersatzgeschwächten Nettelstedter Mannschaft gesessen.

»Mein Schock hielt sich in Grenzen, da die Gerüchteküche ja schon vorher brodelte. Eigentlich wusste es da schon die ganze Welt – nur ich nicht!« Als Folge einer Analyse des bisherigen Saisonverlaufs sei die Entscheidung getroffen worden, heißt es in einer Presseerklärung des Vereins. »Die Leistungen der Mannschaft entsprachen zuletzt nicht mehr den Erwartungen. 2:12 Punkte aus den letzten sieben Spielen haben gezeigt, dass wir etwas verändern müssen, um unser Minimalziel des Klassenerhalts zu erreichen. Die Mannschaft soll vor eine neue Situation gestellt werden und braucht einen neuen Impuls.«

Redeker wünscht Grumbach viel Glück

Redeker hatte sich indes schon auf die Fortsetzung der Meisterschaftsserie vorbereitet. »Und mich auf die Rückkehr von Nenad Nedeljkovic gefreut.« Der musste nach Ablauf seines 90 Tage-Visums zurück in die Heimat, ist inzwischen aber wieder hier (und einsatzfähig). Mit ihm hatten die Nettelstedter 6:2 Punkte geholt.

Aus der neuerlichen Zusammenarbeit wird nun aber nichts. »Ich habe mich am Dienstag von der Mannschaft verabschiedet. Seitens der Spieler schlug mir dabei eine Welle der Sympathie entgegen. Ich kann nur sagen, dass ich mit jedem Einzelnen auch weiterhin ein Bierchen trinken gehen kann«, so Redeker.

Mit seinem Nachfolger habe er auch bereits gesprochen. »Julian ist ein feiner Kerl. Er wird die Sache schon machen. Ich traue ihm das auf jeden Fall zu und wünsche ihm für die Aufgabe alles Glück.«

Dem Verein sei er dankbar für eineinhalb schöne Jahre, auch wenn es vor einem Jahr schon fast zur Trennung gekommen wäre. Nachkarten will Redeker nicht. »In der Zeit in Nettelstedt habe ich sehr interessante menschliche Erfahrungen gemacht.« Möglicherweise recht unterschiedliche...

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