1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Luebbecke
  6. >
  7. Kölle Alaaf

  8. >

20. Freeway-Cup: 1. FC verteidigt Titel mit Finalsieg gegen Dortmund

Kölle Alaaf

Lübbecke (WB). Nach dem Endspiel war der Ohrwurm bei vielen Fans garantiert. Die Karnevalslieder dröhnten reihenweise durch die Halle – passend zur Leistung der U16-Fußballer des 1. FC Köln. Sie besiegten im Finale des 20. Freeway-Cups Borussia Dortmund mit 6:3 und verdeutlichten mit der Titelverteidigung, dass sie für mehr als einen Karnevalsverein spielen.

Marc Schmedtlevin

Titel verteidigt: Die Mannschaft des 1. FC Köln ließ bei ihrem Turniersieg Karnevalsstimmung in Lübbecke aufkommen. Foto: Pollex

Köln gegen Dortmund im Finale? Das gab’s doch schon einmal. Genau, gerade im Vorjahr. Da setzten sich die Domstädter mit 4:0 durch und gewannen erstmals den Freeway-Cup. Den zweiten Titel ließen sie nun gleich folgen. Das Endspiel fiel dieses Mal aber deutlich knapper aus – auch wenn es der 6:3-Endstand nicht gleich auszudrücken vermag.

Die Finalisten hatten sich für den Höhepunkt des zweitägigen Turniers ein wahres Spektakel aufgespart. Vom Anpfiff weg boten beide Teams höchstes Tempo, feinste Technik und Kämpferqualitäten. »So ein Finale haben wir wohl selten erlebt«, sagte Florian Haase, der Kommentar im Live-stream. Recht hatte er. Keine zehn Sekunden waren gespielt, da lagen die Kölner schon in Führung. Der aufgerückte Torwart Jonas Urbig zog ab – und traf zum 1:0. Innerhalb der nächsten zwei Minuten drehte die Borussia aber zunächst das Spiel, die Topscorer Abu-Bekir Ömer El-Zein und Tyron Ken James Mata waren die Torschützen. Nach dem 2:2-Ausgleich (8.) und der erneuten BVB-Führung (10.), setzte der »Effzeh« zu einem finalen Feuerwerk an. Innerhalb von nur drei Minuten gelangen vier Treffer zum 6:3-Endstand. Zwei davon erzielte der nicht nur wegen seiner Körpergröße herausragende Namory Cisse. Mit zehn Toren war er der beste Schütze des Turniers.

Kölsche Hits in Dauerschleife

Der DJ kam bei dieser Flut von Toren kaum noch hinterher. Immer wieder ließ er die bekannten Kölsche Hits von vorne ertönen. Bei den Refrains von »Wenn et Trömmelche jeht« und »Viva Colonia« stimmten die Fans, die sich spätestens im Laufe des Finals in der Mehrheit auf die Seite der Kölner geschlagen hatten, textsicher mit ein. Die fünfte Jahreszeit auf dem Feld und auf den Rängen war in vollem Gange.

Aus dem Lächeln kam auch Geißbock-Torhüter Jonas Urbig nicht heraus. Er stellte bei seiner Analyse vor allem den Teamgeist in den Vordergrund: »Unsere Mentalität ist top, die zeichnet uns schon die ganze Saison aus. So können wir in so einem Finale zurückkommen.« Dass die Vorjahresmannschaft auch den Titel nach Köln holte, habe keine Rolle gespielt, sei aber im Hinterkopf gewesen. »Wir haben uns von den Jungs im Vorjahr ein paar Sachen abgeschaut«, sagte Urbig.

BVB setzt Aushilfskeeper ein

Weniger gut war die Laune nach dem Finale natürlich im Dortmunder Lager. Die aktuellen Talente hätten den Heinz-Dieter-Holsing-Pokal gerne erstmals für den Klub gewonnen. Das war auch Trainer Karsten Gorges anzumerken: »Platz zwei ist okay. Okay reicht uns aber nicht, wir wollen sehr gut. Es geht für uns darum, den Jungs eine Siegermentalität mitzugeben.« Kleines BVB-Handicap: Stammtorhüter Max Diekerhoff verletzte sich am Sonntagmorgen. Für die weiteren Partien rückte der mitspielende Colin-Noah Kleine-Bekel zwischen die Pfosten. Das machte sich offensiv bemerkbar, der Aushilfskeeper traf sogar doppelt. »Er spielt besser mit, hält aber natürlich nicht ganz so gut«, sagte Coach Gorges.

Nach der Vorrunde hatten sich neben Köln auch der VfB Stuttgart und der FSV Mainz 05 mit jeweils zehn Punkten in den Favoritenkreis gespielt. Für diese Teams war im Halb- beziehungsweise Viertelfinale die Endstation erreicht. Enttäuschender: Der im Vorfeld hoch gehandelte FC Bayern München schied ohne Sieg im Achtelfinale aus.

Startseite