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Organisationsteam hält an Durchführung des beliebten Sport-Events fest – Anmeldungen derzeit noch nicht möglich

Lichtblick für Läufer: Mühlenkreisserie soll stattfinden

Espelkamp

Eine Generalabsage steht nicht zur Debatte: Die Mühlenkreisserie soll trotz der Coronaproblematik 2021 über die Bühne gehen. Bis das erste Rennen gestartet werden kann, dürfte aber noch etwas Zeit vergehen.

Alexander Grohmann

Massen-Event: Die Rennen der Mühlenkreisserie, hier der Volkslauf in Minden 2019, locken seit Jahrzehnten die Laufbegeisterten aus der Region an. Nach der Generalabsage 2020 halten die Organisatoren in diesem Jahr an der Durchführung fest. Foto: WB

Sie haben es nicht selbst in der Hand, geben aber die Hoffnung nicht auf und zeigen Durchhaltevermögen: Die Macher der Mühlenkreisserie geben bekannt, dass eine erneute Generalabsage der Lauf-Veranstaltung für 2021 bislang nicht zur Debatte steht. „Wir wollen die Serie in diesem Jahr wenn möglich durchführen“, sagt der neue Organisator Jörg Holle.

Ausgerechnet die 30. Auflage der Serie war im Vorjahr der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Dazu kamen weitere Unwägbarkeiten nach dem Rückzug des langjährigen Organisators Oliver Neidiger. Das Aufatmen in der Läuferschaft war groß, als im August 2020 mit Jörg Holle (ATSV Espelkamp) ein adäquater Nachfolger installiert werden konnte. Unterstützt von Rüdiger Nierste (Hurricane Holsen), soll Holle die beliebte Mühlenkreisserie erfolgreich in die Zukunft führen.

Der neue Organisator der Mühlenkreisserie, Jörg Holle (Mitte), hat klare Vorstellungen. Virtuelle Rennen lehnen er und seine Mitstreiter ab. Stattdessen bringt der Espelkamper Modus-Anpassungen ins Gespräch für den Fall, dass weitere Rennen abgesagt werden müssen. Foto: WB

Kein leichter Job! Aufgrund des Lockdowns waren den Machern in diesem Jahr weitestgehend die Hände gebunden. Seit langem steht fest: Der Startschuss der Serie verzögert sich, nachdem die TG Werste die traditionelle Saisoneröffnung mit dem Weser-Werre-Lauf abgesagt hatte. Statt neun sind es nun maximal noch acht Rennen, die 2021 ausgetragen werden können – und das letzte Wort ist in dieser Hinsicht wohl lange nicht gesprochen.

Denn auch der für die dritte Mai-Woche terminierte Serien-„Doppelpack“ mit den dicht aufeinander folgenden Volksläufen in Friedewalde (13. Mai/Himmelfahrt) und Pr. Oldendorf (16. Mai) steht angesichts des grassierenden Corona-Virus‘ auf wackeligen Beinen. Dass dann schon wieder Sport-Events mit größeren Teilnehmerfeldern erlaubt sind, scheint angesichts der größer werdenden Zahl an Neuinfektionen ausgeschlossen. Folge: Die Serie 2021 wird wohl weiter schrumpfen.

Organisator Jörg Holle (ATSV Espelkamp)

„Leider sind wir vom Verlauf der Pandemie und den daraus resultierenden politischen Entscheidungen abhängig“, sagt Jörg Holle. Immerhin: Erleichtert wird die Planung durch Sponsorentreue. „Die Volksbanken im Mühlenkreis haben für 2021 wieder ihre Unterstützung zugesagt“, sagt der Organisator dankbar.

Am Charakter der kultigen Laufserie soll sich trotz aller Hürden nichts ändern: „Es ist nicht geplant, virtuelle Läufe für eine Serienwertung heranzuziehen“, stellt Jörg Holle schon einmal klar und erteilt dieser Variante eine gut begründete Absage: „Das Orga-Team hofft auf sportliche Wettkämpfe wie vor der Pandemie, da für eine Wertung gleiche Voraussetzungen gelten müssen!“ Leistungen, die zu unterschiedlichen Zeiten erbracht werden, seien schwer miteinander vergleichbar.

Anmeldungen zum jetzigen Zeitpunkt „noch nicht sinnvoll“

In der Zwischenzeit ist bei Läufern und Veranstaltern weiter Geduld gefragt. „Leider macht die derzeitige Situation eine konkrete Planung fast unmöglich, so dass auch im Sinne der Sportler eine Freischaltung zur Anmeldung zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll erscheint“, sagt Holle, der grundsätzlich aber positiv bleibt und Modus-Anpassungen ins Spiel bringt: „Sollten Lauf-Events mit großen Teilnehmerfeldern wieder durchführbar sein, haben wir die Möglichkeit, wenn es am Ende nur fünf oder sechs Läufe in der Serie sind, schon eine Wertung nach drei Starts vorzunehmen.“ Eigentlich ist im Regelwerk festgelegt, dass Teilnehmer vier Starts vorweisen müssen, um in die Abschlusswertung zu kommen.

Spätestens mit den Läufen in Espelkamp (14. August) und Minden (28. August) soll nach der Sommerpause der Startschuss für die Serie fallen. Zuvor ist am 6. Juni der Wartturmlauf der Lübbecker Berglöwen angesetzt. Zum Abschluss stehen die Rennen in Eisbergen (11. September), Porta Westfalica (3. Oktober) und Wasserstraße (30. Oktober) an.

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