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Handball: Beim Verbandsligisten TuS Nettelstedt II springt der Sportliche Leiter als Trainer ein. Hüllhorst muss auf Danowsky achten. Gehlenbeck gegen Niemeyer und Buschmann. Wehe beim Titelfavoriten

Möller als einmalige Lösung

Lübbecke  (WB). Mit dem Sportlichen Leiter ­»Matze« Möller auf der Bank geht Handball-Verbandsligist TuS Nettelstedt II nach einer turbulenten Woche mit dem Rücktritt von Julian Grumbach ins Heimspiel gegen den TV Isselhorst . An einer Folge-Lösung wird fieberhaft gearbeitet. Ligakonkurrent HSG Hüllhorst gastiert in Spradow. In der Landesliga hofft der TuS Gehlenbeck gegen Bünde-Dünne auf zwei Punkte. Eine sehr hohe Hürde steht dem TuS SW Wehe beim TuS Spenge II bevor.

Volker Krusche und Alexander Grohmann

Nenad Nedeljkovic hat am Donnerstag das Training beim TuS Nettelstedt II geleitet. Foto: Volker Krusche

Verbandsliga

Auch das noch: Nach dem überraschenden Rücktritt von Interimscoach Julian Grumbach (wir berichteten) am Dienstag steht Schlusslicht TuS Nettelstedt II derzeit ohne Coach da. Nun springt Matthias Möller zumindest im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten TV Isselhorst ein. Wie es danach weitergeht, will oder kann Möller zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beantworten. »Wir arbeiten aber an einer Nachfolgeregelung bis zum Saisonende«, unterstreicht der Sportliche Leiter. Gemunkelt wird aber, dass der künftige Coach Michael Scholz (HSG Löhne-Obernbeck) vorzeitig in Nettelstedt einsteigen könnte.

Die Trainingseinheit am Donnerstag leitete Rückraumspieler Nenad Nedeljkovic. Gegen Isselhorst hat Möller das Sagen. »Ich habe kein Problem damit. Wir müssen die Sache ja in der Vereinsfamilie lösen«, sagt der Sportliche Leiter, der daran gearbeitet hat, dass die Mannschaft nach dem Trainer-Theater den Kopf freibekommt: »Wir müssen uns jetzt wieder auf Handball und den nächsten Gegner fokussieren.« Der hat es mit Isselhorst in sich. Der Tabellenzweite braucht einen Sieg, um die minimale Titel-Chance zu wahren. Die Nettelstedter Reserve ist krasser Außenseiter. Möller geht’s vor allem um die richtige Einstellung: »Wir müssen zeigen, dass wir gewillt sind, die Klasse zu halten. Es ist noch alles drin für uns.« Zwei Punkte beträgt der Abstand des Tabellenletzten auf das rettende Ufer.

Kornfeld für Lengwenus

Personell aus den Vollen schöpfen kann die HSG Hüllhorst vor ihrem Gastspiel bei der HSG Spradow, mit der sie bei einem Auswärtssieg nach Punkten gleichziehen könnte. Einzig Torhüter Jan-Philip Schnute muss aufgrund seiner Knieverletzung weiter passen. Für ihn wird diesmal Juri Kornfeld neben Christian Laroche das Tor der Hüllhorster hüten. »Mit Blick auf die Tabellensituation unserer Reserve wird Tobias Lengwenus diesmal pausieren, damit er sich nicht bei uns festspielt«, erklärt Lars Halstenberg den personellen Wechsel. »Gegen Ahlen dürfte er aber wieder bei uns im Kader stehen. Danach müssen wir sehen.«

Mit Blick auf den Gegner sticht ein Akteur besonders heraus: Daniel Danowsky. »Für mich ist er der beste Spieler der Verbandsliga«, zieht Coach Halstenberg den Hut vor dem Spradower Goalgetter. Nicht unerwähnt lassen wollte er auch Kreisläufer Frederik Iffland, der seinen Körper immer sehr gut einsetzt und für jede Abwehr zum Problem werden kann. »Aber wir kennen ihn, haben ihn bislang eigentlich immer gut im Griff gehabt.« Halstenberg trifft übrigens auch auf seinen Bruder Sören. Der hütet das Spradower Tor. »Und hat uns das Leben schon einige Male schwer gemacht.« Um erfolgreich zu sein, sei es einmal mehr erforderlich, dass seine Spieler wieder eine starke Deckung stellen würden. »Das ist die Voraussetzung, um überhaupt eine Chance zu haben.«

Landesliga

Bad Salzuflen oder Spenge II – wer macht das Meisterschaftsrennen? Zünglein an der Waage könnte der TuS SW Wehe werden, der am Sonntag bei der Spenger Reserve gastiert. Mit 20:14 Punkten liegen die Schwarz-Weißen aktuell auf Rang sechs, präsentieren sich aber noch zu häufig schwankend in ihrer Leistung. Die Hausherren dagegen werden allgemein als stärkstes Team der Liga angesehen. Kann die Truppe von Dennis Pape dem Meisterschaftsanwärter in die Suppe spucken? Ganz ausgeschlossen ist das nicht. Gerade auch, weil Wehe unbekümmert aufspielen kann.

In Sicherheit wiegt sich derweil der TuS Gehlenbeck noch lange nicht. Zwar reichte es jüngst bei den abstiegsbedrohten Detmoldern zu einem Remis, allerdings wurde der zweite Punkt nach klarer Führung regelrecht verschenkt. So blieb es bei vier Zählern Vorsprung auf einen möglichen Abstiegsplatz. Diesmal erwarten Sebastian Griese und Detlev Hölscher die SG Bünde-Dünne. Die macht gerade von sich reden, weil sie die beiden ehemaligen Bundesligaspieler Jan-Fiete Buschmann und Arne Niemeyer reaktiviert hat. Kann Gehlenbeck dieses Duo einbremsen?

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