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Fußballkreis ehrt während der Arbeitstagung die Meister und fairsten Mannschaften

Müllers Liste sorgt für Gelächter

Espelkamp (WB). Der Countdown läuft: Die heimischen Fußballer fiebern dem ersten Pflichtspiel an diesem Wochenende im Kreispokal entgegen. Der Ligabetrieb startet dann eine Woche später. Die nötigen Informationen zur neuen Spielzeit hat der Kreisvorstand den Vereinsvertretern bei der Arbeitstagung mit auf den Weg gegeben.

Marc Schmedtlevin

Karl-Heinz Eikenhorst (links) und Wilfried Müller (rechts) haben die Meister der Vorsaison geehrt. Die Urkunden nahmen (von links) Uwe Brockschmidt (FC Oppenwehe), Andreas Heinz (TuRa Espelkamp), Dietmar Manske (TuS Gehlenbeck), Joachim Haverkamp (BW Vehlage), Önder Akbas (FC Preußen Espelkamp) und Wolfgang Wischmeyer (Eintracht Tonnenheide). Foto: Marc Schmedtlevin

Eingeladen hatte wie üblich der A-Liga-Meister der Vorsaison, in diesem Fall also der SC BW Vehlage. Bei seiner Begrüßung wünschte der Vereinsvorsitzende Helmut Hafer allen Mannschaften alles Gute für die neue Serie. Auf eine baldige Rückkehr auf die Kreisebene könne er aber verzichten: »Ich hoffe nicht, dass wir uns so schnell wiedersehen. Wir wollen in der Bezirksliga gerne den Klassenverbleib schaffen.«

Ehrung der Meister

Neben den Vehlagern in der Kreisliga A wurden am Dienstagabend im Gasthaus Rose auch die weiteren Meister der vergangenen Saison ausgezeichnet. Urkunden gingen an den FC Preußen Espelkamp II (Kreisliga B), Eintracht Tonnenheide II (Kreisliga C), FC Oppenwehe II (Kreisliga D1), SC BW Vehlage III und TuRa Espelkamp IV (Kreisliga D2) sowie TuS Gehlenbeck III (Kreisliga D3). Festgehalten wird beim Fußballkreis auch an allen Bestandteilen der Fairplay-Kampagne. So wurden auch die Teams auf den ersten Plätzen in den Fairness-Tabellen mit neuen Bällen geehrt. Dabei handelte es sich um Union Varl II (Kreisliga C), TuS Stemwede III (Kreisliga D1), Union Varl III (Kreisliga D2) sowie TuS Gehlenbeck III und TuS Tengern IV (Kreisliga D3). Die Ehrung der Fairplay-Sieger der Kreisligen A und B, SV Schnathorst und VfL Frotheim, wird rund um das Aufeinandertreffen in der Saison vorgenommen.

Die Arbeitstagung nutzte der Kreisvorstand auch zu einem Rückblick auf die vergangenen Spielzeit sowie zum Ausblick auf die neue. 77 Mannschaften aus dem Fußballkreis Lübbecke an den Start gehen. Im Jahr 2014 waren es noch 71. »Wir liegen mit unserer Zahl auf Position 17 der 29 Kreise Westfalens«, sagte der Kreisvorsitzende Karl-Heinz Eikenhorst. In anderen Kreisen sei die Anzahl klar rückläufig.

Wunschkonzert der Vereine

Logisch ist allerdings auch, dass 77 Mannschaften für viel Arbeit bei der Zusammenstellung der Spielpläne sorgen. Darum kümmerte sich wie gewohnt Wilfried »Theo« Müller, der Vorsitzende des Kreisfußballausschusses. Für Gelächter sorgte er mit der gar nicht enden wollenden Auflistung von Gründen, die Vereine bei ihren Verlegungswünschen angaben. Neben Märkten, Festen und Hochzeiten tauchten dabei auch Reitturniere oder Trainerurlaube auf. Etwa 200 Wünsche konnten dennoch erfüllt werden.

Müller erläuterte zudem auch noch einmal den veränderten »MM-Rahmenplan« (MM steht für die Nachnamen), den er zusammen mit Dietmar Manske vom TuS Gehlenbeck erarbeitete. »Die letzte Serie war ja nicht so der Hit«, sagte Müller und verwies auf eine Strukturanpassung. Ziel sei es vor allem gewesen, eine höhere Spielwahrscheinlichkeit zu erzielen. Die Zahl der Spielausfälle wie in der Vorsaison – es waren 336 – solle sich nicht wiederholen. Falls der Trend doch in diese Richtung gehe, geben die neuen Durchführungsbestimmungen zusätzlichen Handlungsspielraum. Darin heißt es: »Wenn ein Platz gesperrt oder anderweitig als unbespielbar erklärt wird, kann die spielleitende Stelle die Durchführung eines Spieles kurzfristig auf einem von ihr zu bestimmenden anderen regionalen Platz anordnen.«

101 aktive Schiedsrichter

Einblicke in Zahlen und Fakten gab auch Jörg Uphoff, der Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses. Der Kreis verfüge derzeit über 101 aktive Unparteiische, der Bedarf liege bei 123. »82 Prozent sind somit erfüllt«, sagte Uphoff. Zum Vergleich: Die Nachbarkreise Minden (67 Prozent) und Herford (75 Prozent) können den Bedarf weniger abdecken.

Über dem Schnitt lag in der Vorsaison die Anzahl der Verfahren des Kreissportgerichts. Mit 32 wurde der zweithöchste Wert in der bisher zwölfjährigen Amtszeit des Vorsitzenden Dietmar Meier erreicht. Insgesamt wurden 217 Sperrwochen verhängt. »Die Ursache sehe ich im Verhalten der Spieler. Beleg dafür sind die vielen Verfahren um den Tatbestand des tätlichen Angriffs und der groben Unsportlichkeit«, sagte Meier – und hofft auf Besserung mit Blick auf die neue Saison.

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