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Fußball: Die vier Halbfinalisten im Lübbecker Kreispokal stehen fest

OTSV bleibt Elfer-König, Gehlenbeck überrascht

Lübbecke (gag/mas). Die Elfmeter-Spezialisten haben wieder zugeschlagen: Der OTSV Preußisch Oldendorf hat den Pokal-Krimi gegen den FC Lübbecke für sich entschieden und steht als einziger B-Ligist im Halbfinale. Eine Überraschung schaffte der TuS Gehlenbeck: Der A-Ligist kegelte den Bezirksligisten SC Blau-Weiß Vehlage mit 2:1 (1:1) aus dem Wettbewerb. Landesligist Preußen Espelkamp löste die Aufgabe beim Bezirksligisten TuS Dielingen nach Anlaufproblemen souverän mit 5:1 (2:0). Titelverteidiger TuS Tengern komplettiert das Halbfinale nach einem letztlich lockeren 6:2 (1:0) beim TuS Stemwede.

Gehlenbecker Torschützen unter sich: Simon Keiser (rechts) und Robin Seidel haben den A-Ligisten ins Halbfinale geschossen. Foto: Schmedtlevin

OTSV Preußisch Oldendorf - FC Lübbecke 6:5 n.E. (1:1, 1:0). Punktgenau ins Halbfinale: Wie schon in der 2. Runde gegen den BSC Blasheim behielten die Oldendorfer im Elfmeterschießen die Oberhand. Alle fünf Schützen trafen, beim B-Liga-Klassenrivalen setzte ausgerechnet Michael Michael Swierczewski seinen Versuch an die Latte!

Lübbeckes Top-Torjäger hatte i in der 89. Minute die frühe Führung der Gastgeber durch Vadim Ciornii (20.) ausgeglichen und erst das Elfmeterschießen erzwungen. »Das 1:1 war absolut verdient, Lübbecke hat eine starke Mannschaft«, lobt OTSV-Coach Rene Schumacher den Gegner, der ab Mitte der ersten Halbzeit das Kommando übernahm. Die starke Offensive des FCL kam ins Rollen. Vor dem Tor fehlte den Gästen aber das Zielglück: Zunächst verzog Roland Brandt aus spitzem Winkel (36.), dann scheiterte Swierczewski freistehend an OTSV-Keeper Piet Nobbe (38.). Eine Minute vor der Pause traf Alfayed Junior Mabudu nach Flanke von rechts volley nur die Latte – Lübbecke im Pech (44.)!

Nach dem Wechsel drängten die Gäste weiter auf den längst verdienten Ausgleich. »Zwei, drei gute Möglichkeiten hatten sie schon vor dem 1:1. Wir hätten per Konter aber vorher das Spiel entscheiden können«, so Rene Schumacher. Der musste mit seinem Team kurz vor Schluss doch noch den Ausgleich schlucken. Doch es kam ja noch die Parade-Disziplin seiner Mannschaft: Im Elfmeterschießen war der OTSV wieder nicht zu schlagen. Halbfinale! »Das ist verrückt. Ich weiß nicht, wie weit die Vereinschronik zurückgeht. Aber so weit war der Verein im Pokal wahrscheinlich noch nie«, so der Coach.

Preußen bleiben im Rennen

TuS Dielingen - FC Preußen Espelkamp 1:5 (0:2). Der Favorit ist ohne Probleme ins Halbfinale eingezogen. Die erste dicke Chance hatte aber Dielingen: Giovanni Ronzetti verpasste nach einer guten Kombination nur haarscharf die Führung für den Herausforderer aus der Bezirksliga (17.). Der Gastgeber war gut im Spiel, hielt auch spielerisch mit – und ließ nur wenig zu. Doch das »Wenige« reichte dem Favoriten: Stefan Langemann nutzte gleich die erste Chance zum 0:1 (18.). »Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme, waren aber immerhin sehr effektiv«, lobte FCP-Coach Tim Daseking, der vor der Pause das 0:2 durch Abwehrchef Michael Wessel bejubelte (37.). Nach der Pause taten sich mehr Räume auf: Langemann zum Zweiten (53.), René Freimuth (65.) und erneut Wessel (67.) stockten auf 5:0 für die Gäste auf. Das Spiel nahm ein versöhnliches Ende für den TuS: In der 85. Minute gelang Giovanni Ronzetti der mehr als verdiente Ehrentreffer. »Ich bin sehr zufrieden mit unserem Spiel. Vor allem, weil wir nicht nur kämpferisch dagegengehalten haben, sondern phasenweise auch spielerisch gleichwertig waren«, sagte TuS-Coach Carsten Schubert.

Gehlenbeck gelingt Revanche

TuS Gehlenbeck - SC BW Vehlage 2:1 (1:0). Gehlenbeck, Vehlage und der Kreispokal – das gehört wohl langsam zusammen. Schon im Viertelfinale des Vorjahres waren beide Teams aufeinander getroffen. Da setzte sich Vehlage mit 3:0 durch, nun gelang Gehlenbeck die Revanche.

Es waren aber zunächst die Gäste, die die besseren Möglichkeiten zur Führung hatten. Vor allem Watschagan Harutjunjan wirbelte mit seiner Geschwindigkeit die TuS-Defensive mehrmals durcheinander. Nur bei den Abschlüssen fehlte dem Torjäger die Genauigkeit. Erst scheiterte er per Volley, dann knallte sein Schlenzer an den Pfosten (13.). Genau im Gegenzug machte es Gehlenbeck dann besser. Robin Seidel setzte sich rechts im Strafraum gegen Rene Budde durch, zog in Richtung Tor und schob in die lange Ecke zum 1:0 ein (14.). Von da an machten es die Gastgeber clever, gewannen die Bälle im Mittelfeld und schalteten schnell um. »Wir haben hohen Aufwand betrieben, bis zum Schluss«, lobte Trainer Christoph Kämper. Das 2:0 durch Simon Keiser fiel deswegen nicht aus dem Nichts.

Es wurde aber zumindest anhand des Ergebnisses noch einmal spannend. Vehlage gelang durch den eingewechselten Routinier Gerhard Penner eine Viertelstunde vor Schluss der Anschluss. Die Mannschaft mit den besseren Möglichkeiten blieb gegen hinten aufmachende Vehlager aber der TuS, der somit auch zurecht den Einzug in das Halbfinale bejubeln durfte. »Es war wohl eine der besten Leistungen, die ich mitgemacht habe. Die Liga geht für uns vor, aber es ist doch schön, wenn man mal so ein Highlight setzen kann«, sagte Kämper.

Nach dem Ausgleich wird es deutlich

TuS Stemwede - TuS Tengern 2:6 (0:1). Der SuS Holzhausen hatte es in der zweiten Runde vorgemacht, wie man die Tengeraner möglichst lange ärgern kann. An diesem Vorbild orientierten sich auch die Stemweder – zumindest eine Stunde lang. Bis zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1. Pascal Bley hatte Titelverteidiger Tengern in Führung gebracht (38.), Artur Seibel glich aus (51.). »Das war schon etwas überraschend. Tengern hatte bis dahin natürlich schon mehr vom Spiel«, gab Stemwedes Co-Trainer Heiko Schwacke, der Sven Kassen vertrat, zu.

Danach wurde der Unterschied von drei Spielklassen aber deutlicher. Bei den klar favorisierten Kleeblättern zahlten sich die personellen Veränderungen aus. Trainer Olaf Sieweke brachte unter anderem Waldemar Jurez, der sich noch dreifach in die Torschützenliste eintrug (60., 74., 80.). Auch Alexander Knicker, der nach der Pause gekommen war, erzielte ein Tor (72.). Außerdem traf Jan Stühmeier (67.). Für Stemwede verkürzte Dominik Heyn zwischenzeitlich immerhin noch zum 2:3 (70.). »Für uns war es dennoch ein schönes Vereins-Ding, weil wir unser Team heute mit Jungs aus der zweiten und dritten Mannschaft aufgefüllt haben«, sagte Schwacke.

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