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Freeway-Cup: 1. FC Köln begeistert auch die Organisatoren – Klubs fragen für 2020 an

Publikumsliebling gibt den Ton an

Lübbecke (WB). Ausverkaufte Halle, attraktiver Fußball, hervorragende Atmosphäre – diese Kennzeichen treffen auf den Freeway-Cup traditionell zu. Bei der 20. Auflage am Wochenende wurden sie wieder bestätigt. Noch neuer ist dagegen der 1. FC Köln als Liebling der Massen.

Marc Schmedtlevin

Der Sieger singt mit: Die Spieler des 1. FC Köln haben die Textzeilen der Zuschauer gerne aufgenommen. Foto: Pollex

Bereits beim Pokalgewinn im Vorjahr begeisterte der 1. FC Köln die Fußballfans in Lübbecke. Dieses Mal erreichte die Euphorie, die der alte und neue Titelträger entfachte, aber noch einmal ein neues Level. Wie selbstverständlich sang der Großteil der Zuschauer die Zeile »Kölle Alaaf, Alaaf – Kölle Alaaf« aus dem Lied »Wenn et Trömmelche jeht« von der Band De Räuber lautstark mit. »Ich muss zugeben: Das ging unter die Haut. Die Leute haben das ja freiwillig gemacht«, sagte Turnierchef Christian Spönemann, der die Kölner zweifellos als »Publikumslieblinge« – neben der Mühlenkreisauswahl – bezeichnete.

Kölner Hits laufen lange

Zugegeben: Ein wenig forciert hatte DJ Marek Hesse die Stimmung pro Köln schon. Er ließ die »Kölsche« Hits in der Regel etwas länger laufen. Dafür, dass die Melodie so häufig erklang, waren die Spieler mit ihren Treffern natürlich hauptverantwortlich. Die aus den Bundesliga-Stadien bekannte Musik nach den Toren einzuspielen, kam auch bei den anderen Klubs und den Zuschauern gut an. Zumindest bei den meisten. Von Hertha BSC war im Vorfeld keine Hymne in passender Qualität zu finden, sodass ein anderer Song erklang. »Das haben die Berliner natürlich schnell gemerkt und haben bei uns nachgefragt«, sagte Spönemann.

Die Hertha aus der Hauptstadt fiel ansonsten noch dadurch auf, die »Mühlis« im Achtelfinale ausgeschaltet zu haben. Der Stimmung schadete der Abgang der heimischen Kicker aber nicht, im 1. FC Köln war spätestens im Endspiel ja eine Alternative gefunden. Aus Sicht der Gastgeber eine gute Wahl. »Kölns Mannschaft steht bei uns Jahr für Jahr voll unter Spannung, transportiert die Emotionen«, lobte Spönemann. Auch abseits des Platzes fielen die Effzeh-Vertreter positiv auf. Zum Stammtisch am Samstagabend brachte das Trainerteam um Manuel Hartmann und Ralf Aussem als kleines Dankeschön eine Kiste Kölsch mit. »Der 1. FC Köln und Lübbecke – das passt einfach zusammen«, stellte Spönemann fest und verwies auf eine lange Turniergeschichte. Schon im Jahr 2001 standen die Kölner im Freeway-Cup-Finale und stellten mit Lukas Podolski den besten Scorer.

2020: große Veränderungen nicht geplant

Es waren aber nicht nur die Domstädter, die bei den Turnier-Machern zu einem positiven Fazit beitrugen. »Wir sind insgesamt ganz glücklich, es war ein richtig schönes Turnier«, sagte Spönemann, der die sportliche Qualität als »gut bis sehr gut« einstufte. Vor allem die Teams ab dem Viertelfinale seien alle dicht beieinander gewesen. »Deswegen gab es auch eine Menge Spannung«, sagte der Sportliche Leiter Finn Holsing, der sich schon am Wochenende erste Gedanken über das Teilnehmerfeld für das Jahr 2020 machte. Große Veränderungen seien wie gewohnt aber nicht geplant. »Die diesjährigen Klubs haben beim Abschied schon signalisiert, gerne wiederkommen zu wollen. Natürlich gibt es aber auch noch ein paar andere interessante Vereine.«

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier – diese Devise gilt in der gesamten Familie Holsing. Die erste Analyse gab es gleich am Sonntagabend am Küchentisch. »Auf unserer Liste stehen bestimmt 40 Punkte, davon viele Kleinigkeiten, die wir noch besser machen können«, sagte Finn Holsing. Dazu gehören dürfte die optische Gestaltung der Halle sicherlich nicht. Das Abhängen der Wände hinter den Toren und die Installation von vier LED-Wänden sorgten für einen noch professionelleren Eindruck und einen Mehrwert für den Zuschauer. Vom gewohnten Charme nach 20 Jahren Freeway-Cup ging dadurch nichts verloren.

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