1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Luebbecke
  6. >
  7. TuS Nettelstedt bald Teil einer neuen Spielgemeinschaft?

  8. >

Entsprechende Planungen laufen mit LIT Tribe Germania

TuS Nettelstedt bald Teil einer neuen Spielgemeinschaft?

Lübbecke (WB). Sportheim Husen, Dienstagabend. Die Verantwortlichen der Handball-Abteilung des TuS Nettelstedt haben zur turnusgemäßen Versammlung eingeladen – und präsentieren ihren Mitgliedern einen echten Hammer: Um dauerhaft bestehen zu können, will man in eine Spielgemeinschaft mit LIT Tribe Germania eintreten.

Volker Krusche

Rene Glöckner trifft gegen die LIT-Reserve. Spielt man in der kommenden Saison in einem Team? Foto: Pollex

Beschlüsse wurden am Dienstag nicht gefasst. Vielmehr ging es für Abteilungsleiter Christian Hucke und seine Mitstreiter darum, ein entsprechendes Modell vorzustellen und für den, angesichts der demografischen Entwicklung möglicherweise unumgänglichen Schritt zu werben. Man solle sich eingehend Gedanken über die für sehr wichtig erachtete Neuausrichtung machen. »Die Mitglieder sollen informiert werden.

Anhand eines Ideenpapiers sollen aber auch ihre Meinungen dazu eingeholt werden, will man sehen, in welche Richtung sie zielen«, erklärt Matthias Möller, Sportlicher Leiter der Nettelstedter Handballer. »Für einen solchen Schritt ist Überzeugungsarbeit erforderlich.« Bislang seien mit dem möglichen Partner lockere Gespräche geführt worden. Nun sei man auf das Feedback der Mitglieder gespannt. Entschieden sei nichts.

Ziel: Durchlässigkeit im Nachwuchsbereich verbessern

Eine Neuausrichtung hat aber auch personelle Veränderungen zur Folge. »Sebastian Redeker wird über die Saison hinaus nicht mehr Trainer unseres Verbandsligateams sein«, erklärte Möller.

Gespräche mit den Verantwortlichen des TuS Nettelstedt, mit denen man ja auch schon seit sieben Jahren in der JSG NSM-Nettelstedt zusammenarbeite, bestätigte derweil Christian »Kiki« Niemann, Vorsitzender von LIT Tribe Germania, der die Vereine TV Germania Nordhemmern, RSV Mindenerwald und VfB Holzhausen II angehören. Vorrangiges Ziel der neuen Konstellation sei es, »die Durchlässigkeit im Nachwuchsbereich weiter zu verbessern.« Das dürfte aus Sicht des TuS Nettelstedt mit Blick auf den Bundesligabereich durchaus Sinn machen.

Aber nicht nur für ihn, sondern auch für die bestehende Handballspielgemeinschaft. »Damit können wir leistungsstarken Jugendlichen eine verbesserte Plattform bieten. So, wie es bei anderen Bundesligisten auch der Fall ist. Ideal wäre es dabei, wenn wir mit unserer aktuellen Oberligamannschaft den Sprung in die 3. Bundesliga schaffen würden. Dann hätte man ähnliche Verhältnisse wie bei GWD Minden«, so Niemann weiter. Das seien Strukturen, wie man sie mittel- und langfristig für talentierte Nachwuchsspieler unbedingt schaffen müsse.

Beide Vereine sollen profitieren

Mit Blick auf den TuS Nettelstedt hob »Kiki« Niemann hervor, »dass die Voraussetzung für einen entsprechenden Unterbau bei LIT bereits stehen würden. Sowohl der TuS Nettelstedt als auch der TuS N-Lübbecke würden bei einer noch engeren Zusammenarbeit davon profitieren.« Gerade das leidige Thema der Spielgenehmigungen in diversen Mannschaften würde dadurch wesentlich erleichtert. Der Ball liege nun beim TuS Nettelstedt und seinen Mitgliedern. Die Vorstände der drei LIT bildenden Hauptvereine seien über die neue Option der Erweiterung der Spielgemeinschaft durch die Nettelstedter Handballer informiert. »Jetzt warten wir auf eine offizielle Anfrage des TuS. Dann wird der LIT-Vorstand darüber entscheiden.«

Das sensibelste Thema dürfte aus Niemanns Sicht die Namensfindung der neuen SG werden. »Unser Vorteil ist, dass wir jetzt schon mit einem Phantasienamen agieren. Ortsbezeichnungen sollten auch im neuen nicht auftauchen. Es sollte ein übergeordneter Begriff sein, der auf Handball verweist.«

Geht es nach ihm, dann sollte die ganze Sache zügig über die Bühne gehen. »Unser Zeitplan sieht vor, das Ganze schon bis zur Saison 2019/2020 umzusetzen.«

Startseite