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Schalkes Youngster Sidi Sané wird eine große Zukunft zugetraut

Wie der Vater, so die Söhne

Lübbecke (WB/mas). Diese Familie ist mit einer Menge Profi-Talent gesegnet: Schon Vater Souleymane spielte für Vereine in der Bundesliga. Bruder Leroy (23) ist einer der Stars im Ensemble von Manchester City. Und Sidi ist der nächste in der Familie Sané, dem eine große Zukunft vorausgesagt wird. Der 15-Jährige spielte am Wochenende mit dem FC Schalke 04 beim Freeway-Cup vor.

Verblüffende Ähnlichkeit mit dem berühmten Bruder: Sidi Sané hat für Schalke beim Freeway-Cup gekickt. Foto: Marc Schmedtlevin

Schon beim ersten Anblick wurde deutlich: Das muss ein Sané sein. Optisch ähnelt Sidi mit seiner Haarpracht sehr seinem Bruder Leroy. Auch die Bewegungsabläufe sind wiederzuerkennen. »Die Voraussetzungen sind bei Sidi auf jeden Fall gegeben«, sagt Schalkes U16-Trainer Willi Landgraf und geht noch ein wenig mehr ins Detail: »Er spielt ebenfalls auf der offensiven Außenbahn, bringt auch eine enorme Geschwindigkeit mit. Manchmal sieht es so aus, als würde er Gegenspieler wie Slalomstangen stehen lassen. Und auch die noch nicht so geliebte Arbeit nach hinten hat er mit seinem älteren Bruder gemeinsam.«

Viele gesundheitliche Probleme

Unter dem Lübbecker Hallendach konnte Sidi Sané sein großes Potenzial nur bedingt unter Beweis stellen. Am Samstag stand er nur im dritten Schalker Block, erst am Finaltag kam er etwas häufiger zum Einsatz. Dies lag wohl in erster Linie daran, dass sich der Youngster noch im Aufbau befindet. Die Verletztenakte Sané ist nämlich schon gut gefüllt. Zu Wachstumsproblemen gesellten sich ein Armbruch und ein Kreuzbandriss. »Er hatte wirklich viel Pech«, stellt Landgraf fest, möchte in Zukunft aber wieder voll auf Sané setzen. Voraussetzung dafür sei natürlich mal eine verletzungsfreie Zeit. Andernfalls könnte die angestrebte Laufbahn ins Stocken geraten. Schließlich muss sich auch ein Spieler mit dem Namen Sané auf Schalke durchsetzen wie jeder andere. »Einen Bonus gibt es nicht«, sagt Landgraf.

Der sei für die Familie Sané aber sowieso kein Thema: »Sidi ist ein ganz bescheidener Junge. Er spiegelt die gesamte Familie wider.« Landgraf kann das gut beurteilen. Leroy kennt er aus dessen Zeit in der Jugend und von regelmäßigen Besuchen auf Schalke. »Leroy kommt manchmal aus England rübergeflogen und schaut dann vorbei.« Mit Vater Souleymane spielt Landgraf noch in der Schalker Traditionself zusammen. Ein Wiedersehen gab es auch am Sonntag in der Halle. »Samy« Sané war in seiner Funktion als Spielerberater vor Ort, konnte so auch seinem Sohn zuschauen. »Meine Jungs sind alle gut und schon besser als der Papa. Das liegt in den Genen«, sagt Sané senior.

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