1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Minden
  6. >
  7. Carstens wird fast zum Matchwinner

  8. >

1. Handball-Bundesliga: Der Trainer führt GWD Minden durch seine Auszeiten zurück in die Partie, doch die Abwehrschwäche ist bei der 29:32-Heimniederlage gegen die TSV Hannover-Burgdorf zu eklatant

Carstens wird fast zum Matchwinner

Minden  (WB/mas). Die Trendwende will einfach nicht gelingen: Handball-Erstligist GWD Minden verlor sein Heimspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf mit 29:32 (13:14) – die dritte Niederlage in Serie und jahresübergreifend die siebte aus den vergangenen acht Partien. Vor allem in der Abwehr offenbarten die Grün-Weißen größere Probleme.

Die Mindener Abwehr mit Marian Michalczik und Magnus Gullerud hatte gegen Kai Häfner und Ilija Brozovic eine Menge zu tun. Foto: imago

Frank Carstens hätte zum Matchwinner avancieren können. Zumindest dann, wenn seine Mannschaft die Hochphasen länger hätte aufrecht erhalten können. Der Mindener Trainer stellte in zwei Auszeiten während der zweiten Hälfte aber sein Geschick unter Beweis und sorgte zumindest dafür, dass GWD bis in die Schlussphase hinein für einen Punkt oder auch einen Heimsieg infrage kam.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit schafften es die Hannoveraner zu Beginn des zweiten Abschnitts erstmals, sich deutlicher abzusetzen. Ein 15:19 stand nach 36 Minuten auf der Anzeigetafel. Carstens reagierte ein erstes Mal – und wurde richtig laut. Im Zentrum der Kritik: die Abwehrreihe. Sie hatte in den Minuten zuvor jegliches Gegenwehr eingestellt und die Gäste zu einfachen Toren kommen lassen. »Mir fehlte auf unserer Seite die Präsenz in der Abwehr. Da hat uns einfach die Qualität gefehlt«, stellte Carstens nach der Partie fest.

Rambo sorgt für die erste Führung

Er stellte seine Formation um, ließ fortan Luka Zvizej mannbezogen gegen TSV-Nationalspieler Kai Häfner agieren. Eine Maßnahme, die sich sofort positiv aus Mindener Sicht bemerkbar machte. Dank eines 5:0-Laufs gingen die Gastgeber beim 20:19 durch den stark aufgelegten Christoffer Rambo erstmals in Führung (42.). Auffällig und mit viel Zug zum Tor agierte zudem Marian Michalczik auf der anderen Rückraumseite.

Doch das Auf und Ab ging munter weiter. Hannover stellte sich nämlich schnell auf die veränderte Situation gegen Häfner ein und setzte sich erneut ab – auf 28:25 (53.). Carstens war erneut gefordert, nahm die nächste Auszeit. Ein siebter Feldspieler sollte GWD noch einmal zurück ins Spiel bringen. Genau danach sah es nach dem 28:29-Anschlusstreffer durch Miljan Pusica aus (56.). Doch mehr kam von den Mindenern, die auf der Gegenseite das Spiel über den Kreis kaum verhindern konnten, nicht mehr. »Ich kann aber auch meiner Mannschaft gar nicht vorwerfen, dass sie nicht alles versucht habe«, sagte Carstens. Deutlicher in der Analyse wurde der Sport-Geschäftsführer Frank von Behren: »32 Tore zu Hause zu kassieren gegen einen nicht übermächtigen Gegner, tut schon weh. Da fehlen mir doch die letzten Emotionen. Jetzt muss die Mannschaft einfach schnell kapieren, was es braucht, um ein Bundesligaspiel zu gewinnen.«

GWD Minden: Sonne Hansen (12 Paraden), Paske (n.e.); Rambo (9), Michalczik (7), Gullerud (6), Korte (2), Zvizej (2/1), Doder (1), Pusica (1), Staar (1), Mansson, Savvas, Padshyvalau, Kister, Cederholm, Gulliksen TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer (8 P.), Lesjak (ab 44., 2 P.); Böhm (7), Kastening (7/6), Häfner (5), Brozovic (3), Cehte (3), Johannsen (3), Büchner (2), Mävers (1), Pevnov (1), Thiele, Ugalde, Srsen

Startseite
ANZEIGE