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Sport-Geschäftsführer Frank von Behren wartet noch auf einen neuen Vertrag

GWD Minden plant ohne Doder-Ersatz

Minden (WB). Gedanken um den Klassenverbleib muss sich GWD Minden nicht mehr machen. Als Elfter mit 20 Pluspunkten befindet sich der Handball-Erstligist im gesicherten Mittelfeld. Daher kann sich der Verein beruhigt mit dem Kader für die nächsten Saison befassen. Interessant: Nur noch eine Position ist zu vergeben, die von Dalibor Doder wird nach jetzigem Stand nicht wieder besetzt.

Marc Schmedtlevin

Auf Nationalspieler Marian Michalczik kommt ab dem Sommer wohl eine Doppelrolle im Rückraum von GWD Minden zu. Foto: dpa

Bereits im Januar verkündeten die Mindener, dass der Vertrag von Dalibor Doder nicht verlängert wird. Den langjährigen Spielmacher zieht es nach der Saison zurück in dessen Heimat Schweden. Einen Nachfolger wird GWD voraussichtlich nicht mehr präsentieren. »Es ist eine Frage der Möglichkeiten – finanziell und in Bezug auf die Spieler, die zu bekommen sind«, sagt Frank von Behren, Geschäftsführer Sport.

Frank von Behren

Mit Aliaksandr Padshyvalau stünde dann nur noch ein Mittelmann aus der laufenden Serie zur Verfügung, die Alternative komme allerdings aus den eigenen Reihen. »Marian Michalczik kann jederzeit auf der Mitte spielen«, sagt von Behren. Zusammen mit Miljan Pusica und Savvas Savvas sei ein Quartett für die Rückraumpositionen links und zentral komplett. Außerdem sei es denkbar, einem jungen Spieler – wie zum Beispiel Simon Strakeljahn – eine Chance zu geben. »18 Spieler umfasst unser Kader immer. 19 sind es aktuell, ein Spezialist ist dann dabei«, ergänzt der Sport-Geschäftsführer. Diesen Posten nimmt derzeit Pusica ein, der allerdings phasenweise auch schon seine Qualitäten offensiv unter Beweis stellen durfte und konnte.

Die Doder-Stelle offen zu lassen, dürfte allerdings noch nicht immer der GWD-Plan gewesen sein. Nach Informationen dieser Zeitung verhandelten die Mindener mit Pouya Norouzi vom VfL Gummersbach, ehe sich dieser zu einer Vertragsverlängerung entschloss. Das Interesse am Iraner bestätigte Frank von Behren indirekt: »Spieler wie Pouya, die in der 1. Liga für Furore sorgen und eine hervorragende Statistik vorweisen, sind natürlich immer interessant.« Es sei für Vereine wie GWD oder andere Mittelfeld-Mannschaften aber allgemein schwer, Spieler zu verpflichten. Genau deswegen scheint sich auch die Suche nach einem Halbrechten als Nachfolger des abwandernden Andreas Cederholm (TBV Lemgo) als nicht so einfach darzustellen. »Die Verpflichtung eines Spielers für diese Position hat bei uns Priorität. Dann ist unser Kader erst einmal vollständig«, sagt von Behren, der sich Mitte März aber noch im Zeitplan sieht.

Von Behren und Kalusche warten

Ob Frank von Behren in der nächsten Saison überhaupt noch für die sportlichen Geschicke bei GWD zuständig, ist derzeit noch offen. »Fakt ist, dass wir noch keine Verträge unterschrieben haben«, sagt von Behren und bezieht diese Aussage auch auf Geschäftsführer Markus Kalusche. Die Entscheidung liege bei den Gesellschaftern.

Geht es nach von Behren selbst, wird es eine Zukunft in Minden geben: »Natürlich möchte ich gerne weitermachen. Meine Leistung müssen natürlich andere beurteilen, doch ich glaube an eine Lösung.« Die Entwicklung von GWD Minden kann sich unter von Behrens Führung sehen lassen. In der Vorsaison belegte der Verein den zwölften Tabellenplatz, aktuell ist er Elfter. Zur Punktzahl des Vorjahres fehlen noch sechs Punkte. Um diese einzufahren, bleiben noch zehn Spieltage. »Wir sind trotz der zwischenzeitlichen Schwächephase jetzt absolut im Soll«, betont von Behren.

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