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Rollstuhlbasketball-Bundesliga: Baskets 96 Rahden gewinnen in München

Baskets brillieren bei Bayern

München/Rahden.

100, 76, 75: Werte, die die Spieler und Fans der Baskets 96 Rahden gleichermaßen in Ekstase versetzten. Werte, die in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga für einen 90:51-Kantersieg bei den RBB Iguanas München sorgten. Rahden steuert damit weiter Richtung Playoffs!

Adrian Rehling

Die Rahdener Rollstuhlbasketballer haben auch in München gewonnen. Foto: Ingo Notz

Die Konstellation vor der Partie an der legendären Säbener Straße in München war skurril. Während für die heimischen Korbjäger bereits der zweite Teil der Saisonhälfte anläuft, absolvierten die Gastgeber erst ihr zweites Saisonspiel überhaupt. Ein Kuriosum, das der Corona-Pandemie und dem davon lange Zeit besonders schwer betroffenen Süden geschuldet war. „Es ist wichtig für die Liga und den gesamten Rollstuhlbasketball, dass die Iguanas trotzdem die Rückrunde absolvieren“, stellte Baskets-Präsident Stephan Rehling fest. „Wir benötigen jedes Team, um den Spielbetrieb auf einem ansehnlichen Niveau aufrecht zu erhalten.“ Dennoch sind die Auftritte für die Münchener mit wenig Druck belastet, wurde doch von der Liga beschlossen, dass es in dieser Saison keine Absteiger geben wird.

Ganz anders sieht es für die Baskets 96 Rahden aus, die nach Höherem streben. Die Playoffs sollen es (mindestens) sein, die Endrunde der besten vier Mannschaften Deutschlands ist das große Saisonziel. Und dafür waren die Punkte im Süden fest eingeplant. Dementsprechend forsch legte das Team von Trainer Josef Jaglowski los, Spielmacher Mustafa Korkmaz setzte mit einem erfolgreichen Dreier direkt ein Ausrufezeichen. Das nächste Signal folgte nur wenig später und war eines in drei Akten: 7:3, 9:3, 11:3, Krzysztof Banduras Dreierpack schien für eine beruhigende Führung zu sorgen. Doch weit gefehlt, denn nur wenige Minuten später hatte der Außenseiter aus München den 13:13-Ausgleich erzielt. Beim 15:14 nach acht Minuten führten die Gastgeber sogar erstmals - es sollte allerdings die einzige Führung in einem ungleichen Duell bleiben. Rahden konterte mit sechs Punkten in Serie durch Quinten Zantinge, Kallum Stafford und Mustafa Korkmaz zum 20:15 nach dem ersten Abschnitt. Fortan sollte es deutlich werden, weil die Baskets in der Verteidigung immer konzentrierter zur Werke gingen und weil die eingangs erwähnten Zahlen im Angriff wirklich herausragend gut waren. Nach dem 6:0-Lauf zum Ende des ersten Viertels zogen die Rahdener mit einem 10:0-Zwischensprint vom 24:22 bis zum 34:22 zum zweiten Mal deutlich davon. Dieses Mal sollte der Vorsprung nicht wieder verspielt, sondern sukzessive ausgebaut werden. Beim 40:27-Halbzeitstand, besorgt durch den abermals starken Korkmaz, betrug die Führung bereits 13 Zähler. „Wir haben es anfangs noch ein wenig zu fahrig angehen lassen, die Konzentration aber dann konstant hochgehalten und den Matchplan gut durchgezogen“, zog Trainer Jaglowski später ein zufriedenes Fazit.

Dazu hatte er allen Grund, denn seine Mannen zogen mit einem starken 19:9 im dritten Viertel uneinholbar auf 59:36 davon. Der Schlussabschnitt sollte dann zur einer wahren Punkte-Gala werden, Rahden erzielte starke 31 Zähler und kam somit zum 90:51-Kantersieg. Beeindruckend: Alle neun eingesetzten Akteure trugen sich in die Scorerliste ein, gleich fünf Baskets-Spieler punkteten sogar zweistellig. Noch beeindruckender: Die 100-76-75-Statistik. Perfekte 100 Prozent bei der Dreierquote, gute 76 Prozent von der Freiwurflinie, überragende 75 Prozent aus dem Feld. Die Baskets bestätigten damit den vierten Platz und haben weiterhin beste Chancen, zum zweiten Mal in Serie den Einzug in die Playoffs perfekt zu machen.

Die Rahdener Punkte erzielten: Mustafa Korkmaz (17), Quinten Zantinge (17), Krzysztof Bandura (14), Peter Cusack (13), Thomas Smith (10), Krzysztof Kozaryna (8), Elvis Fakic (5), Tarik Cajo (4) und Kallum Stafford (2).

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