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Organisationsteam präsentiert erste United Darts Championship – acht Vereine starten

Der »Ally Pally« kommt nach Varl

Rahden (WB/mas). Die Weltmeisterschaft ist gerade beendet. Doch die Darts-Euphorie aus dem Londoner Alexander Palace soll nun in den Altkreis herüberschwappen. Union Varl richtet am Samstag, 12. Januar, die erste United Darts Championship bei Wiehe aus.

Die Vorfreude auf das Darts-Turnier in Varl ist den Gastgebern, Mannschaften und Sponsoren bei der Präsentation anzumerken gewesen. Foto: Willi Pries

Wie groß die Begeisterung für Darts mittlerweile ist, wurde in den vergangenen Wochen wieder deutlich. Die Fans fieberten vor Ort oder daheim mit, wenn die Besten der Szene auf 180-Punkte-Jagd gingen. Beim WM-Finale am Neujahrstag, das der Niederländer Michael van Gerwen gegen Michael Smith (England) gewann, schauten beim Fernsehsender Sport1 im Schnitt mehr als eine halbe Million Menschen zu. Den Stars ganz nahe kamen zwei Mitglieder des Varler Organisationsteams. Sebastian Numrich und Pascal Meier weilten mit Christoph Sander im »Ally Pally«. Unter anderem bekamen sie Weltmeister van Gerwen sowie die Partie zwischen Gary Anderson und Chris Dobey zu sehen. »Das war eines der besten Spiele des Turniers und es herrschte eine krasse Stimmung. Am Fernseher kommt es schon gut rüber, aber vor Ort ist es nochmal anders«, sagte Numrich, der sich nun auf das eigene Turnier freut: »Wenn die Stimmung dann ähnlich ist, sind wir zufrieden.«

Zusammen mit Pascal Meier, Florian Haase und Tobias Drunagel bildet Numrich das United-Orgateam. Vor dem Jahreswechsel stellte dieses Quartett mit viel Liebe zum Detail die Besonderheiten ihres Darts-Events vor. Mit einem kleinen Trailer mit emotionalen Momenten der letzten Weltmeisterschaften wurden die Gäste »auf Betriebstemperatur gebracht«, wie Haase es nannte. Ähnliche Emotionen sollen nun auch in Varl aufkommen.

Bühne, Kameras und Caller

Der Saal ist jedenfalls ähnlich aufgebaut. Vor der Bühne gibt es eine großen Bereich für die Zuschauer. Im Plan eingezeichnet ist auch ein Weg für den so genannten »Walk on« der Spieler. Übertragen werden die Matches über eine große Leinwand. Um alles möglichst nah am Original zu halten, gibt es mit Stefan Hartmann auch einen Saal-DJ sowie mit Carsten Dehne einen »Caller«.

Für die passende Stimmung dürften die erwarteten 300 Zuschauer sorgen. »Die Begeisterung hat uns extrem gefreut. Ohne in einen freien Verkauf zu gehen, war der Saal innerhalb weniger Wochen ausverkauft«, berichtete Numrich. Die acht teilnehmenden Vereine hätten die Kontingente für ihre Fans zu 95 Prozent abgerufen. 400 Plakate im Saal sowie ein Preis für die beste Gruppenkostümierung sollen außerdem zu einer gelungenen Veranstaltung beitragen.

Ehrgeiz und Geselligkeit

Begeistert sind auch schon jetzt die Sponsoren. »Man spürt das Engagement des jungen Organisationsteams«, sagte Nils Rullkötter von der Gauselmann AG. Wolfgang Rosengarten von der Brauerei Barre ergänzte: »Die Mischung aus Geselligkeit und sportlichem Ehrgeiz macht diese Sportart aus. Mit dem speziellen Modus kommt nun noch der Teamaspekt dazu.«

Gespielt wird im Doppel-K.o.-Modus. »Einfach gesagt: Wer zwei Mal verliert, ist raus. Zwei gewonnene Legs benötigt man, um ein Spiel zu gewinnen«, erklärte Meier, der auch auf das Beenden eines Legs über ein Doppelfeld hinwies. 14 Partien warten auf die Fanlager. Damit der Zeitrahmen nicht aus dem Ruder läuft, haben sich die Organisatoren eine Hintertür eingebaut. »Nach 25 Minuten Spielzeit können die Spieler auch auf einem einfachen Feld auschecken. Wir sind allerdings optimistisch, dass wir diese Besonderheit selten anwenden müssen. Schließlich haben wir Qualität auf der Bühne«, sagte Meier.

Teilnehmerfeld vielfältig besetzt

Schon bei der Präsentation zeigte sich, wie vielfältig das Teilnehmerfeld besetzt ist. So spielt beispielsweise Sven Oevermann für BW Oberbauerschaft aktiv im Ligabetrieb. »Allerdings spielen wir E-Darts, das ist schon etwas anderes. Die Umstellung werden wir aber hinbekommen«, sagte Oevermann. Steven Windhorst von Union Varl ist dagegen nur im Trainingsmodus. »Natürlich träumt man von einer guten Leistung – speziell beim Heimspiel. Wie es sich anfühlt, vor so einer Zuschauerzahl zu spielen, kann ich noch gar nicht einschätzen«, sagte der A-Jugend-Fußballer. Ganz entspannt und noch nicht im Training ist Holger Büttemeyer vom VfB Fabbenstedt. »Früher habe ich sehr intensiv gespielt. Darts ist wie Fahrrad fahren – das verlernt man nicht«, sagte er augenzwinkernd. Neben diesen drei Vereinen sind noch der TuS Stemwede, VfL Frotheim, TuS Levern, BSC Blasheim und SuS Holzhausen mit einem Zweier-Team am Start.

Wer im ersten Spiel gegeneinander antritt, wurde während der Turnier-Präsentation mit jeweils drei Pfeilen auf die Scheibe ermittelt. Das Team mit dem besten Ergebnis bekam das in Sachen Punkte schwächste Duo zugeteilt. Die erste Aufgabe ist also gelöst, in der nächsten Woche heißt es dann »Game on«.

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