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Rollstuhlbasketball-Bundesliga: Baskets 96 Rahden ringen Wiesbaden mit 66:62 nieder

Ein (Dauer-)Joker als Sieggarant

Rahden (WB).

„Spannung pur!“ Mit diesen Worten ließ Präsident Stephan Rehling die zuvor erlebten, hochintensiven 40 Minuten nach Spielschluss erst einmal sacken.

Adrian Rehling

Starke Nerven: Peter Cusack (rechts) errang mit den Baskets einen umkämpften Heimsieg. Foto: Stefan Pollex

Seine Baskets 96 Rahden hatten in einem Rollstuhlbasketball-Krimi die Rhine River Rhinos Wiesbaden soeben mit 66:62 (25:35) niedergerungen.

Einen Nackenschlag mussten die heimischen Korbjäger am Samstag bereits vor dem Anwurf hinnehmen. Jake Robinson steht aufgrund der Corona-Pandemie bis zum Februar nicht zur Verfügung, befindet sich in seiner Heimat in Großbritannien. Heißt für Rahden: Weniger Flexibilität in der Aufstellung.

Dafür wieder mit von der Partie war bei den Baskets Center Krzysztof Bandura – und der sollte eine bedeutende Rolle spielen. Nicht wegen seiner Punkte zur 2:0-Führung, sondern vor allem seiner insgesamt 32 Zähler, mit denen er zum Topscorer der Partie avancierte. Mit dem Korb Banduras zum 9:7 endete allerdings erst einmal das Rahdener Hoch, selbst eine frühe Auszeit von Trainer Josef Jaglowski konnte den Abwärtstrend im Rahdener Spiel stoppen. Aus dem 9:7 wurde ein 11:19 für die Gäste.

Im zweiten Viertel liefen die Baskets 96 diesem Rückstand stets hinterher. Immer wieder kam Rahden auf vier bis sechs Punkte heran, immer wieder zogen die Wiesbadener zweistellig davon. So auch beim 25:35 kurz vor der Pause, das Bandura und Spielmacher Mustafa Korkmaz immerhin noch bis zum 29:35 abschwächen konnten.

Auch im dritten Abschnitt anfangs ein identisches Bild: Die Baskets 96 kämpften sich heran, um kurz darauf wieder etwas höher in Rückstand zu liegen. Erst beim 45:45 durch Peter Cusack war pünktlich zum Viertelende der Ausgleich geschafft.

Zu Beginn des vierten Viertels konnte Korkmaz mit vier schnellen Punkten zur 49:45-Führung nachlegen. Rahden steuerte nun auf Siegkurs – hatte aber noch packende neun Minuten zu überstehen. Beim 51:51 und 55:55 erzielten die Gäste jeweils den Ausgleich und stellten gefühlt auf Null, ehe ein (Dauer-)Joker seine großen Momente hatte: Krzysztof Kozaryna. In seinen nur sechs Minuten Spielzeit packte Kozaryna acht Punkte aus, holte zwei entscheidende Rebounds sowie einen Steal.

Sein Ballgewinn unter dem Korb – nach einem vergebenen Freiwurf von Bandura – war es auch, der die Entscheidung einbrachte. Der Joker vollendete inklusive Foulspiel zum 64:61 und legte per Freiwurf noch das 65:61 nach. Die Entscheidung exakt 30 Sekunden vor dem Ende. „Wir wussten immer, welches Potenzial in ihm steckt“, freute sich Trainer Jaglowski für den Sieggaranten. „Nun hat Krzysztof es zum ersten Mal eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie wichtig er für uns sein kann.“ Der Mann des Spiels selbst zeigte sich bescheiden: „Dafür bin ich da“, schmunzelte Kozaryna.

Die Punkte erzielten: Krzysztof Bandura (32), Mustafa Korkmaz (12), Krzysztof Kozaryna (8), Peter Cusack (6), Quinten Zantinge (4), Carl Fritzell (2), Thomas Smith (2), Elvis Fakic, Tarik Cajo, Kallum Stafford, Konstantinos Tsatsoulis.

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