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Handball-Landesliga: TuS SW Wehe feiert nach einem 31:14 in Hüllhorst den Aufstieg

Eintrag in das Geschichtsbuch

Hüllhorst/Rahden (WB). Mit diesem Erfolg geht die Mannschaft in das Vereins-Geschichtsbuch ein. Die Handballerinnen des TuS SW Wehe haben sich Spieltag zum Landesliga-Meister und Aufsteiger in die Verbandsliga gekrönt. Der 31:14 (11:6)-Erfolg bei der HSG Hüllhorst war der Starschuss für eine große Party.

Marc Schmedtlevin

Ein starkes Team: Die Handballerinnen des TuS SW Wehe steigen nach einem klaren Derbysieg in Hüllhorst in die Verbandsliga auf. Foto: Marc Schmedtlevin

Sogar die Halle in Hüllhorst war in Schwarz und Weiß gehüllt. Die Herrenmannschaft sowie zahlreiche Familien- und Vereinsmitglieder waren mit zum Matchballspiel gereist und sorgten für eine Heimspielatmosphäre. Allen voran die Trommler gaben den Takt auf dem Weg zum Triumph vor. Logisch, dass es bei diesen Rhythmen irgendwann niemanden mehr auf den Sitzen hielt. Schon fünf Minuten vor dem Spielende erhoben sich die Trainer und Spielerinnen auf der Weher Bank. Mit dem Gefühl des sicheren Siegers beklatschten sie jeden gelungenen Angriff. Und auch die Zuschauer erhoben sich in den Schlussminuten für das Team der Landesliga-Saison.

Sporthalle wird zur Festmeile

Als dann die Schlusssirene ertönte, verwandelten alle Weher gemeinsam die Sporthalle zu einer Festmeile. Es wurde getanzt, gehüpft, gesungen und die eine oder andere Sektdusche verteilt. Mittendrin Trainer Harald Bruhn, der Macher dieses historischen Tages aus TuS-Sicht. Noch nie zuvor hatte eine Mannschaft des Vereins in der Verbandsliga gespielt. »Ich werde noch ein bisschen brauchen, bis ich das alles verarbeitet habe«, sagt Bruhn, der diesen Erfolg schon vor fünf Jahren ins Auge gefasst hatte: »Ich habe gewusst, dass da ganz starke Jahrgänge aus der Jugend herauskommen. Wir haben es geschafft, diese in die Damenmannschaft einzubauen.«

Mehrere Spielerinnen im Kader gehören aktuell auch noch dem A-Mädchen-Kader an, andere gingen daraus zu dieser Saison hervor. Sie alle trugen ihren Teil zu einer großartigen Entwicklung in den vergangenen Jahren bei. Vor zwei Jahren war der Aufstieg in die Landesliga gelungen, in dieser Klasse gelang im Vorjahr auf Anhieb der zweite Platz. »Dieses Mal haben wir uns nach einem etwas holprigen Saisonstart sehr gut gefangen und haben vor allem die Schlüsselspiele gewonnen«, erklärt Bruhn. Und Kapitänin Ulrike Clemens fügt hinzu: »Wir sind einfach ein sehr gutes Team. Die Gemeinschaft ist unsere Stärke. Jeder hatte seine entscheidenden Momente in dieser Saison.«

Einseitiges Derby

Dem Start der Schwarz-Weiß-Party war ein einseitiges Derby vorausgegangen. Im Duell des Tabellenletzten gegen den Tabellenführer erwischten beide Teams einen unruhigen Start. Gerade den Weherinnen war die besondere Konstellation anzumerken. »Wir waren schon sehr nervös«, gibt Clemens zu. Ihr Team fand sich aber rechtzeitig und legte dann auch gleich eine 8:1-Führung vor. Hüllhorst meldete sich aber zurück und kam mit mehreren guten Angriffen ein wenig näher heran. Mit einem 6:11 ging es in die Pause.

Nach der Pause wurden die Kräfteverhältnisse aber deutlicher. Wehe gewann zunehmend an Sicherheit und baute den Vorsprung mit Gegenstößen und einigen einfachen Toren aus. Über 20:9 (45.) und 28:13 (55.) kam es zum 31:14-Endstand. Der Rest war Jubel, Erleichterung und die Vorfreude auf die neue Herausforderung in der nächsten Saison.

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