Rollstuhlbasketball: Rahden will ins DM-Finale

Historische Chance für die Baskets 96

Rahden

Es sind diese ganz besonderen Spiele. Mindestens zwei, vielleicht drei, möglicherweise sogar vier oder mehr. Denn dann würde der Traum der Träume für die Baskets 96 Rahden wahr geworden sein in den Play-offs der Rollstuhlbasketball-Bundesliga. An diesem Wochenende starten sie in das Halbfinale gegen die RSB Thuringia Bulls (Samstag, 18 Uhr).

Adrian Rehling

Gegen die Thuringia Bulls wollen die Baskets Rahden ins Finale der DM stürmen. Foto: Ingo Notz

„Es gibt kaum etwas Größeres in unserem Sport als diese Finalrunde“, erklärt Baskets-Präsident Stephan Rehling. „25 Jahre haben wir darauf gewartet und nun passiert es wirklich.“ Die heimischen Korbjäger gehören schon jetzt zu den besten vier Rollstuhlbasketball-Mannschaften in Deutschland, messen sich nun mit der absoluten Spitze des Sports. Der Gast aus Thüringen war bis vor kurzem das Team, das es zu schlagen galt. Unglaubliche 74 Siege feierten die Bulls in nationalen und internationalen Wettbewerben in Serie, ehe eine deftige 54:82-Pleite in Lahn-Dill folgte. Und gleich noch eine 50:57-Niederlage in Hannover hinterher. Plötzlich sind die Thüringer nicht mehr das Nonplusultra, sondern belegten lediglich dank der Wahnsinns-Serie zuvor Platz zwei nach Ende der Hauptrunde. Auf der Facebook-Präsenz des Klubs titelte der RSB in dieser Woche: „Erfolgreiche Mannschaften lernen aus ihren Niederlagen.“

Tarik Cajo (Baskets 96 Rahden)

Die Rahdener wollen natürlich verhindern, dass es im ersten Play-off-Spiel zur Trendwende kommt. Es kommt ein angeschlagener Gegner, der plötzlich nicht mehr vor Selbstvertrauen strotzt und alles in Grund und Boden wirft. Das wissen sie bei den 96ern: „Wir sind natürlich Außenseiter“, fühlt sich das Baskets-Urgestein Tarik Cajo sehr wohl in der Ausgangsposition: „Aber wenn wir eine Chance haben, diese bärenstarke Truppe zu schlagen, dann war sie nie besser als jetzt. Bei uns passen die Abläufe super zusammen, das haben die Siege gegen Frankfurt, Hamburg und Hannover eindrucksvoll unterstrichen.“ Nun soll für Rahden dann also auch der erste Triumph gegen die zuvor übermächtigen Bulls her. In der Liga setzte es auswärts eine ganz knapp 72:76-Niederlage, zuhause mussten die 96er in ein 62:80 einwilligen, das allerdings auch erst am Ende so deutlich wurde.

Josef Jaglowski (Trainer Baskets 96 Rahden)

„Es wäre großartig gewesen, wenn uns unsere großartigen Fans hätten nach vorne peitschen können“, wird Trainer Josef Jaglowski die Baskets-Anhänger auch im bis dato bedeutendsten Spiel der Vereinsgeschichte vermissen. Aber er und seine Mannen setzen darauf, den Fans wiederum vor dem Livestream einheizen zu können. Wie immer wird die Partie auf Sportdeutschland.tv ausgestrahlt, unter folgendem Link ist Spiel eins live mitzuverfolgen: www.sportdeutschland.tv/rollstuhlbasketball/rbbl-halbfinale-spiel-1-baskets-96-rahden-rsb-thuringia.

Entscheidung fällt in Thüringen

Ausgetragen werden die Play-offs im Best-of-Three-Modus. Am kommenden Wochenende reisen die Rahdener dann nach Thüringen, um dort am Samstag (ebenfalls ab 18 Uhr) mindestens Spiel zwei auszutragen. Sollte es nach den ersten beiden Partien 1:1 stehen, findet direkt am Sonntag darauf in Thüringen das entscheidende Duell um den Einzug ins Finale um die Deutsche Meisterschaft statt. Im zweitem Halbfinale treffen parallel dazu Rekordmeister Lahn-Dill und Hannover United aufeinander.

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