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TuS holt die vier möglichen Punkte gegen abstiegsbedrohte Mannschaften

Wehe: Heimsieg im Doppelpack

Rahden (WB). Zwei Spiele, zwei Siege – besser hätte die Bilanz der Handballerinnen des TuS SW Wehe an diesem Wochenende nicht ausfallen können. Da konnte es auch verschmerzt werden, dass sie sich bei beiden Heimspielen gegen Abstiegskandidaten phasenweise sehr schwer taten.

Marc Schmedtlevin

Eine gewohnt sichere Torschützin von Rechtsaußen: Wehes Nele Bredenkötter, hier im Heimspiel gegen Hille. Foto: Marc Schmedtlevin

Wehes Trainer Armin Hensel hatte mit einem schwierigen Doppelpack gerechnet: »Ich hatte ein bisschen Bauchschmerzen, weil wir klar war, dass sich die beiden Gegner im Kampf gegen den Abstieg nicht aufgeben werden.« Umso stolzer sei er auf sein Team, die beiden Bewährungsproben innerhalb weniger Stunden bestanden zu haben. Die TuS-Damen bleiben somit auf Erfolgskurs und haben ihr Zwischenziel weiterhin im Blick. »Wir wollten bis zum Hörste-Spiel in zwei Wochen ungeschlagen bleiben. Dann haben wir ein Endspiel um Platz zwei«, sagte ein zufriedener Coach Hensel.

Vorsprung nach der Pause

TuS SW Wehe - TV Sachsenroß Hille 20:17 (8:7). Die Weherinnen legten von Beginn an vor. Beide Teams taten sich jedoch beim Erzielen von Treffern schwer. Die Abwehrreihen standen jeweils ordentlich. Die eigentlich flinken Gastgeberinnen schienen sich ein bisschen vom Hiller Spiel anstecken zu lassen. Die Gäste spielten ihre Angriffe lange aus. »Für meinen Geschmack haben wir nach vorne manchmal zu langsam gespielt. Ansonsten wäre sicherlich schon früher eine deutlichere Führung möglich gewesen«, sagte Hensel, dessen Team im Angriff auch ein wenig zu ungeduldig agierte.

Das änderte sich nach der Pause. Ab der 40. Minute zog Wehe Tor um Tor davon und schien beim 18:12 (51.) der sichere Sieger zu sein. Allerdings wurde es in der Schlussphase noch einmal hektischer. Gegen die nun offensive Deckung der Gäste erlaubte sich auch der TuS einige Fehlwürfe und Abspielfehler. Vor allem per Siebenmeter rückte Hille noch einmal bis auf drei Tore heran. Ein von Lea Hartlage parierter Siebenmeter sowie die Treffer von Celine Wiedemann und Nele Bredenkötter über Rechtsaußen sorgten dann aber für die endgültige Entscheidung zu Weher Gunsten. Im Angriff der Gastgeber machte auch wieder Ulrike Clemens mit sechs Treffern auf sich aufmerksam. »Sie agiert wieder selbstbewusst, das freut mich besonders. Es ist langsam wieder die alte Ulli«, sagte Hensel.

Wehe: Neuberger, Hartlage – Bredenkötter (4), Hoischen (1), Jurczyk, Hoppe (1), Bruhn (4/3), Hartmann (1), U. Clemens (6), Wiedemann (2), C. Clemens, Tacke (1)

Zwischen Kreis- und Verbandsliga

TuS SW Wehe - Spvg. Steinhagen II 28:27 (17:15). Bereits am Freitagabend entwickelte sich ein kurioser Spielverlauf mit Höhen und Tiefen. Das Weher Team hatte eigentlich alles im Griff, setzte sich zunächst mit einem 4:0-Lauf von 5:4 (7.) auf 9:4 (10.) ab. Der TuS dominierte geradezu nach Belieben, beim 16:7 (19.) schien bereits die Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch in den folgenden Minuten bis zur Pause brach Wehe plötzlich ein. Die stark kämpfenden Gäste legten ein 8:1 hin und hatten beim 15:17 nach 30 Minuten wieder den Anschluss hergestellt. »Unser Spiel war eine Achterbahnfahrt. Von der Kreisliga bis zur Verbandsliga war alles dabei«, sagte Trainer Hensel.

Dessen Team übernahm in Hälfte zwei wieder die Kontrolle und setzte sich folgerichtig wieder ab. 28:22 stand nach 56 Minuten auf der Anzeigetafel. Eine klare Angelegenheit – eigentlich. Denn es wurde noch einmal spannend. Wehe bleib ohne Tore, Steinhagen rückte unter anderem mit drei Treffer in 1:05 Minute auf 27:28 in der Schlussminute heran. Damit war die Aufholjagd allerdings beendet, die Weherinnen brachten die beiden Punkte ins Ziel.

Wehe: Bohnhorst, Hartlage – Bredenkötter (3), Kammeier, Hoischen (3), Hoppe (1), Bruhn (11/7), Hartmann (2), U. Clemens (5), Wiedemann, Jäger, C. Clemens, Tacke (3)

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