1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Rahden
  6. >
  7. Wehe schnappt sich die Wildcard

  8. >

Handball: TuS-Damen sprechen sich für den Verbandsliga-Aufstieg aus

Wehe schnappt sich die Wildcard

Rahden (WB). Entscheidung gefallen: Die Handballerinnen des TuS Schwarz-Weiß Wehe werden die Wildcard ziehen und nächste Saison in der Verbandsliga antreten. Dafür hat die Mannschaft am Samstag in einer Internet-Schalte gemeinsam mit Trainer Benny Grohmann gestimmt. Der 37-Jährige hatte dafür plädiert, den Gang nach oben zu wagen.

Alexander Grohmann

Wehes Aufstiegsheldinnen freuen sich auf die Verbandsliga. Foto: Ingo Notz

„Man sollte die Chance nutzen. Wer weiß, wann sie wieder kommt“, sagt der Coach, dessen starke Premieren-Saison in Wehe aufgrund der Corona-Krise früher als geplant zu Ende gegangen war. Durch die Wild-Card-Regelung hat der Tabellenzweite jetzt trotzdem etwas zu feiern, und zwar in Form des Aufstiegs. „Der Antrag muss bis zum 12. Mai an den HVW abgeschickt sein“, sagt Grohmann. Die Spielerinnen halten sich währenddessen weiter fit. Bis zu dreimal wöchentlich treffen sich die Handballerinnen auf einem Internetportal zum gemeinsamen Training. Und da geht es richtig zur Sache, wie Benny Grohmann bestätigt: „Wenn die Mädels trainieren, dann richtig“, weiß der Coach um die hohe Eigenmotivation der Mannschaft.

Heimtraining per Videokonferenz

Den Takt bei den Übungseinheiten gab zunächst TuS-Zeitnehmerin Karin Bredenkötter vor, die sich im Fitness-Bereich gut auskennt. „Sie hat die Übungen vorgemacht.“ Mittlerweile ist es jeweils immer eine andere Spielerin, die den Ablauf der einstündigen Trainingssession konzipiert. Beim Weher Work-Out kommt der Spaß natürlich auch nicht zu kurz. Es wird aber auch ordentlich gepowert. Schließlich soll die Mannschaft bis zur kommenden Saison – wann immer die startet – nicht zu viel von ihrem Leistungsvermögen einbüßen. Zumal in der Verbandsliga andere Kaliber als bisher auf die eingespielte Truppe warten. Mit Blick nach vorne geht es nun verstärkt an die Kaderplanung: Mit Ulrike Lintelmann (schwanger) und Emma Hoppe (will ein halbes Jahr ins Ausland) wird Grohmann in der Verbandsliga zwei Spielerinnen aus dem Mittelblock ersetzen müssen. „Da brauchen wir Ersatz.“

Benjamin Grohmann (Trainer TuS Schwarz Weiß Wehe)

Das frühe Saison-Ende findet der Trainer nicht nur aus sportlicher Sicht extrem schade: „Wir wurden auch um den gemeinsamen Abschluss gebracht. Für das vergangene Wochenende hatten wir eigentlich unsere Planwagenfahrt angesetzt“, sagt der Coach. Es wäre nach einer Super-Saison eine tolle Tour geworden. Der 37-Jährige muss aber noch auf eine zweite Handball-Party verzichten: Mit der HSG EURo ist der Rückraumspieler nämlich ebenfalls aufgestiegen. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag Grohmann mit seinen Teamkollegen in der Bezirksliga mit großem Vorsprung auf Platz eins. „Da hatte man sich schon auf die Feier gefreut. So etwas entgeht einem wegen Corona leider alles in diesem Jahr“, bedauert Grohmann, der eigentlich nach der Saison seine aktive Laufbahn beenden wollte. „Doch so kann man eigentlich nicht Schluss machen“, weiß der Doppel-Aufsteiger, der ins Grübeln gekommen ist und möglicherweise doch noch einmal „zweigleisig“ fährt.

Wehes Damen trainieren derzeit per Video-Konferenz. Foto:
Startseite