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Rollstuhlbasketball: Sorgen beim Bundesligisten Rahden

Schulter sorgt für Kopfzerbrechen

München

Schock in den Abendstunden für die Bundesliga-Rollstuhlbasketballer der Baskets 96 Rahden. Nach dem souveränen Sieg in München musste das Team von Trainer Josef Jaglowski am Spieltag doch noch einmal zittern. Nicht auf dem Platz, dafür aber in der

Aus München berichtet Adrian Rehling 

Die Baskets 96 Rahden bangen um ihren Leistungsträger Peter Cusack (rechts). Foto: Stefan Pollex

Diese Reise ging in die Verlängerung. Nach dem lockeren 90:51-Erfolg in München hatten die Baskets 96 Rahden die größte Herausforderung erst nach dem Schlusspfiff der Partie noch zu überwinden. Dafür ging es zum Schrecken von Trainer Josef Jaglowski und Baskets-Präsident Stephan Rehling in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Der Grund für den ungeplanten Zwischenstopp: eine eigentlich völlig unscheinbare Szene. Fernab des Spielgeschehens stolperte Peter Cusack beim Aussteigen aus dem Rollstuhl und fiel derart unglücklich auf das linke Schultergelenk, so dass er sich dieses auskugelte. Die Schmerzen beim Briten waren so groß, dass der Tross auf dem Heimweg einen (stundenlangen) Umweg über die Universitätsklinik in Erlangen nehmen musste. „Wir haben dort bis kurz vor Mitternacht gewartet“, berichtete Baskets-Urgestein Tarik Cajo. Erst um 5.30 Uhr am Sonntagmorgen kam der Tross schließlich in Rahden an, Cajo musste dann noch bis nach Sassenberg (Münsterland) fahren. „Ich war um 7 Uhr im Bett… Der Sonntag war damit für mich gelaufen.“ Doch der 41-Jährige konnte es nach dem erfolgreichen Auftritt auf die leichte Schulter nehmen. Wie übrigens auch zumindest größtenteils Cusack, der nach der MRT-Aufnahme nicht im Krankenhaus bleiben, sondern fortan konservativ behandelt werden musste. Heißt: Das Gelenk wurde nach guter alter Hausmedizin einfach wieder vor Ort eingerenkt. Cusack gab dann auch direkt eine zumindest leichte Entwarnung: „Es ist keine muskuläre Verletzung, auch an den Knochen wurde nichts beschädigt.“ Dennoch muss er die kommenden zwei bis drei Wochen aussetzen und befindet sich in physiotherapeutischer Behandlung. Eine Rückkehr in den Baskets-Spielbetrieb? Offen.

Weiter geht es für Rahden am letzten Januar-Wochenende gegen Hannover. Fest steht allerdings, dass auch das eine schwer zu schulternde Aufgabe sein wird. Die Niedersachsen waren in der Vergangenheit der Angstgegner der Baskets 96, erst in dieser Saison konnte der „United-Fluch“ gebrochen werden. Im Kampf um die Play-off-Tickets ist es ein entscheidendes Spiel. Und noch eines ist klar: Nach diesem Spiel werden Cajo und Co. definitiv vor 7 Uhr ins Bett kommen.

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