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Fußball-Bezirksliga: BV Stift Quernheim verpflichtet Marvin Babienek (TuS Stemwede) und Luca Picker (Espelkamp)

Numrich lockt Altkreis-Talente zum Tabellenführer

Espelkamp/Stemwede

Zwei Talente verlassen den Fußballkreis Lübbecke: Bezirksliga-Tabellenführer BV Stift Quernheim hat sich für die nächste Saison die Dienste von Marvin Babienek und Luca Picker gesichert.

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Foto: Espelkamp

Im Altkreis Lübbecke kennt sich Sebastian Numrich immer noch bestens aus. Nun hat der Trainer des BV Stift Quernheim, der davor längere Zeit beim BSC Blasheim und bei der Union in Varl tätig war, seine Insider-Kenntnisse genutzt, um seinen Kader mit zwei jungen und vielversprechenden Fußballern zu verstärken: Marvin Babienek (20) und Luca Picker (18) haben den interessierten Vereinen im Fußballkreis Lübbecke abgesagt und laufen in der kommenden Saison im Nachbarkreis für die „Stifte“ auf.

Luca Picker führt die Landesliga-A-Junioren des FC Preußen Espelkamp als Kapitän an. Im Sommer wechselt er den Verein. Foto: FC Preußen Espelkamp

Marvin Babienek hat sich in den vergangenen Jahren beim TuS Stemwede in den Vordergrund gespielt. Neben einem guten Torriecher – in der laufenden Saison schlug der 20-Jährige in neun Spielen bereits wieder sieben Mal zu – bringe der junge Stürmer „auch schon einen robusten Körper mit“, wie Sebastian Numrich anmerkt. Daher hatte sich Babienek auch auf die Einkaufszettel anderer Vereine, auch überkreislich aktiver, und natürlich auch aus dem Fußballkreis Lübbecke gespielt, hat sich dann aber doch für den Sprung in den Nachbarkreis entschieden. „Für mich war das keine leichte Entscheidung, da ich mich beim TuS super-wohl fühle und dort mit meinen Freunden zusammenspielen kann, die ich teilweise seit der F-Jugend oder noch länger kenne, zum Beispiel Kalle Ehlert, Felix Wick, Tim Wehmeyer. Deshalb gab es in der Vergangenheit nie den unbedingten Willen oder „Druck“ für mich, den Verein zu wechseln. Was mich nun doch dazu bewogen hat, war vor allem, dass ich voraussichtlich zum Ende diesen, eventuell Anfang nächsten Jahres mit meinem Lehramts-Bachelor-Studium fertig sein werde und daher erst einmal zeitlich und räumlich (bis dato Studium in Osnabrück) flexibler sein werde und zweitens, dass ich glaube, mit Stift Quernheim zu einem Verein zu wechseln, der ähnlich wie der TuS sehr familiär und durch einen guten Zusammenhalt und einen guten Umgang miteinander geprägt ist – was mir sehr wichtig war. Drittens, dass ich mit Sebastian einen Trainer haben werde, dessen ruhige, gelassene Art mir gefällt und der bei mir auch schon zu Blasheimer Zeiten einen sehr positiven Eindruck hinterlassen hat und natürlich der sportliche Anreiz, es einmal in der Bezirksliga oder gar Landesliga zu probieren. Bei bisherigen Anfragen hatte ich aus verschiedenen, eher kleineren Gründen nicht das Gefühl, dass alles zusammenpasst, so wie es jetzt der Fall war. Außerdem komme ich so auch mehr aus dem mir mittlerweile doch „bekannten Kreis“ Lübbecke (Kreispokal, Turniere etc.) heraus, was ich auch mal ganz spannend finde. Kurzum: Zeitpunkt, Verein und Umfeld, Trainer, Ligahöhe, Bauchgefühl – all das hat dieses Mal gepasst und nur dann war ich bereit, diesen Schritt zu wagen.“

Sebastian Numrich, Trainer BV Stift Quernheim

Robust ist auch der zweite Neuzugang: Aus der Landesliga-A-Jugend des FC Preußen Espelkamp zieht es nämlich Innenverteidiger Luca Picker ein paar Kilometer weiter ins Friedenstal. Der Isenstedter, der in der Jugend unter anderem beim SV Rödinghausen ausgebildet worden ist und die Preußen in dieser Saison als Kapitän anführt, hat sich für einen Wechsel zum Bezirksligisten entschieden, nachdem es beim FC Preußen nicht zum Sprung in den Kader der Westfalenliga-Mannschaft gereicht hat und die Reserve immer noch um den Klassenerhalt in der Bezirksliga zittern muss und im ungünstigsten Fall vielleicht wieder in der Kreisliga A landen könnte. Da kam das Angebot des Bezirks- und potenziellen Landesligisten auch für die Abwehr-Kante Picker gerade recht.

Mit den beiden Altkreis-Talenten sieht Numrich seinen Kader für die kommende Saison 2021/ 2022 „sehr, sehr gut aufgestellt“ – egal, ob für die Bezirks- oder Landesliga. Sollte die Saison fortgeführt werden können, dürfen sich die „Stifte“ gute Chancen auf den Aufstieg ausrechnen. Sieben Siege, ein Unentschieden, keine Niederlage: Die Bilanz, die sich der Bezirksligist unter Numrich erspielt hat, ehe Corona im November eine Unterbrechung erzwang, könnte besser kaum sein.

„Die Mannschaft funktioniert. Wie wichtig das ist, hat man ja im bisherigen Saisonverlauf sehen können. Deshalb war es unser Hauptziel, diesen Kader zu halten und mit in die nächste Saison zu nehmen. Dass wir das geschafft haben, ist, wie ich finde, ein weiterer Erfolg.“ Mit Dennis Sundermeier (SC Enger) verlässt die Stifte nur ein Spieler. Numrich, der im Sommer erst in sein zweites Jahr beim Bezirksligisten geht, setzt auf Kontinuität – und zwei Talente aus dem Altkreis.

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