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Fußball-Kreispokal: Landesligist gewinnt mit 3:1 beim TuS Dielingen

Tengern bestraft Fehler besser

Dielingen (mas). Ein Mitfavorit bleibt dem Fußball-Kreispokal erhalten – ein anderer ist allerdings auch ausgeschieden. Der Landesligist TuS Tengern hat ein unterhaltsames Topspiel der 1. Runde beim TuS Dielingen aus der Bezirksliga mit 3:1 (2:0) gewonnen.

Herr der Lüfte: Lukasz Grzegorczyk (links) hat seine Kopfballstärke ausgespielt und zum 3:1 in Dielingen getroffen. Foto: Pollex

Das Duell bringt durchaus das Potenzial für eine Partie in den letzten Runden des Wettbewerbs mit sich. Gerade in der Vorsaison hatten Dielingen und Tengern noch das Spiel um Platz drei ausgetragen. »Dielingen ist der zweitbeste Gegner, den wir im Kreisgebiet bekommen können«, sagte Olaf Sieweke. Dem neuen Trainer aus Tengeraner Seite war die Erleichterung nach dem erfolgreich gestalteten ersten Pflichtspiel anzumerken. Dies lag wohl auch daran, dass die Dielinger nicht unbedingt zu den Lieblingsgegnern der Kleeblätter zählen. »Der Respekt bei unseren Jungs war relativ groß. Den habe ich ihnen aber noch ausgetrieben«, sagte Sieweke, der der Experte in Sachen Kreispokal ist. Wie es geht, diesen Titel zu holen, weiß wohl kaum jemand besser. Der Trainer gewann den Pokal schon in drei verschiedenen Kreisgebieten: Herford, Bielefeld und Gütersloh. »Ich habe schon Bock auf diesen Wettbewerb«, stellte Sieweke heraus.

Torchancen hüben wie drüben

Bock hatten auch beide Mannschaften auf die erste Standortbestimmung der neuen Saison. Sie kreierten jeweils zahlreiche Torchancen, ließen auf der Gegenseite aber auch eine Vielzahl des Gegners zu. »Wir haben uns schon schwer getan. Aber die Vorgabe war ein Sieg und der ist uns gelungen«, sagte ein daher zufrieden Sieweke.

Die Grundlage schafften seine Tengeraner bereits in der Anfangsphase. Nach elf Minuten war es Linksfuß Magnus Giersdorff, der seine Mannschaft per Flachschuss in Führung brachte. Nur zwei Minuten später legten die Gäste das 2:0 nach. Torschütze nach einer schönen Kombination und einem finalen Pass von Zugang Joscha Kachel war Pawel Zieba (13.). Zuvor hätten allerdings auch die Gastgeber aus Dielingen durchaus in Führung gehen können. Zwei Mal scheiterte Gibril Jammeh aussichtsreich. »Wir waren keinesfalls chancenlos. Unsere eklatanten Fehler sind aber einfach stärker bestraft worden«, sagte Trainer Sebastian Schmidt, der trotz einiger Umbauarbeiten an der Aufstellung – Dirk Schomäker und Patrik Ferreira spielten zum Beispiel als ungewohnte Sechser – ganz zufrieden war: »Natürlich ist es bitter, dass wir aus dem Pokal rausgeflogen sind. Wenn ich das Spiel aber als weiteren Test sehe, gehe ich die Serie ganz optimistisch an.«

Nachdem Ziebas Chance auf das Tengeraner 3:0 wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde und die Gäste auch weitere Möglichkeiten zu Beginn der zweiten Hälfte ausließen, machte es Dielingen noch einmal spannend. Nach einer Standard-Hereingabe von David Schmidt drückte Tristan Groß den Ball zum 1:2 über die Linie (59.). Zum Remis reichte es für die Hausherren aber nicht mehr, stattdessen sorgte der Favorit kurz vor Schluss für die endgültige Entscheidung. Nach einer Ecke köpfte Lukasz Grzegorczyk zum 3:1 ein (88.). Somit stand fest: Tengern ist eine Runde weiter, Dielingen ist ausgeschieden.

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