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Handballer müssen am Samstag beim Kellerkind ran

TuS N-Lübbecke in Emsdetten: Dräger warnt vor Ex-Team

Lübbecke

Er kennt in der Ems-Halle jeden Winkel: Vier Jahre lang stand Yannick Dräger beim TV Emsdetten unter Vertrag (2016 bis 2020).

Alexander Grohmann

Yannick Dräger will am Samstag auch an alter Wirkungsstätte jubeln: Der Kreisläufer gastiert mit dem TuS N-Lübbecke bei seinem Ex-Team TV Emsdetten. Dräger hat nach längerer Pause blitzschnell wieder den Anschluss gefunden. Foto: WB

An diesem Samstag (22. Mai) kehrt der Kreisläufer mit dem TuS N-Lübbecke zum Zweitliga-Gastspiel für einen Abend an seine frühere Wirkungsstätte zurück. „Es ist immer was Besonderes, in deiner alten Halle zu spielen“, sagt Dräger vor dem Wiedersehen (Anwurf 19 Uhr).

Während die Lübbecker sechs Spieltage vor Schluss als Tabellenzweiter mit einem Sieg den Aufstiegskurs halten wollen, wehrt sich Emsdetten als Vorletzter mit Händen und Füßen gegen den Abstieg. Beim 28:25 gegen den ThSV Eisenach gelang dem Kellerkind am Mittwoch ein echter Befreiungsschlag. Fakt ist: Gegen den Favoriten aus Lübbecke hat der Tabellenvorletzte nichts zu verlieren. Eine Gemengelage, die auch Dräger nicht unterschätzt.

Trainer-Effekt: Portengen löste im Januar Aaron Ziercke ab

„Seit dem Trainerwechsel spielen sie einen anderen Handball“, lobt der TuS-Kreisläufer die Entwicklung beim Ex-Klub, die er aus der Ferne aufmerksam verfolgt hat. Im Januar löste Peter Portengen in Emsdetten den glücklosen Aaron Ziercke auf der Trainerbank ab. Der „Neue“ hat beim Kellerkind die richtigen Knöpfe gedrückt. „Es kommt Samstag mit Sicherheit eine 5:1-Abwehr auf uns zu“, vermutet Dräger, der seine Teamkollegen auf einen heißen Tanz einstellt: „Wir müssen 60 Minuten voll da sein.“

Der Kreisläufer will in dieser Hinsicht wie gewohnt mit gutem Beispiel vorangehen. Nach wochenlanger Krankheitspause hatte Dräger am 7. Mai gegen Großwallstadt sein Comeback gegeben und stand seitdem wieder in jeder Partie auf der Platte. „Als Spieler will man nicht zugucken. Ich bin einfach froh, dass ich wieder dabei sein darf“, sagt der Kreisläufer, der schnell wieder Anschluss gefunden hat.

Yannick Dräger

Nun will er mit dem TuS N-Lübbecke in der entscheidenden Saisonphase zur Stelle sein. Ausrutscher wie den vor einer Woche beim VfL Lübeck-Schwartau gilt es dabei zu vermeiden. Ausgerechnet die Abwehr, eine der tragenden Säulen im Spiel des heimischen Tabellenzweiten, war beim 30:33 nicht im Bilde.

„In dem Spiel haben wir einfach keinen Zugriff gefunden“, blickt Dräger zurück. Ansonsten hat er den kleinen Lübbecker Schwächeanfall längst abgehakt. „Es bringt nichts, sich noch lange damit zu beschäftigen“, sagt Dräger, zumal der TuS beim 22:20 gegen den ASV Hamm-Westfalen nur drei Tage später die richtige Antwort geben konnte. In den verbleibenden Spielen gilt es nun, die richtige Mischung zu finden. „Wir schauen nur noch von Woche zu Woche“, sagt Dräger.

Für das Spiel in Emsdetten kann TuS-Coach Emir Kurtagic mit allen Akteuren planen. Dass Aljosa Rezar in dieser Woche zunächst mit dem Training aussetzen musste, war eine Vorsichtsmaßnahme: Den Routinier (38) plagten neben den bekannten Schulterproblemen nun auch noch Knieschmerzen, statt in die Halle ging es für „Joschi“ zum Arzt. Alles kein Drama, wie Kurtagic versichert: „Er hatte eine Schwellung im Knie. Aljosa ist ja nicht mehr der Allerjüngste. Jetzt hatte er zwei Tage frei und brennt schon wieder darauf zu trainieren“, lächelt Kurtagic, der fest mit seiner Nummer eins rechnet.

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