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Handball-2. Bundesliga: TuS N-Lübbecke gewinnt 31:25 (20:14) gegen den TV Emsdetten

Bescherung am Eiligabend

Lübbecke

Eiligabend vor Heiligabend: Mit einer von Beginn an offensiven Grundausrichtung hat sich Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke mit einem letztlich ungefährdeten 31:25-Heimsieg am Tag vor Heiligabend zwei Punkte unter den Weihnachtsbaum gelegt. Ex-TuS-Coach Aaron Ziercke musste sich mit Schlusslicht Emsdetten ohne Geschenke auf die Heimreise machen.

Ingo Notz 

Dominik Ebner feierte mit dem TuS N-Lübbecke am Tag vor Heiligabend einen ungefährdeten Heimsieg gegen den TV Emsdetten. Foto: Oliver Krato

Eiligabend vor Heiligabend: Mit einer von Beginn an offensiven Grundausrichtung hat sich Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke am Tag vor Heiligabend zwei Punkte unter den Weihnachtsbaum gelegt. Ex-TuS-Coach Aaron Ziercke musste sich ohne Geschenke auf die Heimreise machen.

Der TuS begann griffig, war in der Abwehr offensiv aufgestellt und auf den schnellen Ballgewinn aus. So kam Emsdetten gar nicht zu einem geordneten Spielaufbau und Lübbecke zog schon in den ersten sechs Minuten auf 4:1 weg. Dieser Vorsprung variierte zwar anschließend leicht, hielt aber im Kern bis zur 23. Minute, in der der TuS mit 14:11 vorne lag. Dreimal Spohn, zweimal Skroblien sowie Kapitän Strosack verdoppelten die Führung mit einem Zwischensprint auf 20:14.

20 eigene Treffer in den ersten 30 Minuten waren ein guter Wert gegen Emsdetten, legten aber auch die Defensivprobleme des Abstiegskandidaten aus Niedersachsen mehr als einmal deutlich offen. Der ehemalige Lübbecker Konstantin Madert verhinderte dabei an alter Wirkungsstätte mit einigen Paraden eine noch höhere Packung zur Pause, musste aber auch zweimal leichten Treffern nach schneller Mitte und Gegenstoß hinterherschauen, als er bei eigenem Ballbesitz zu Gunsten eines zusätzlichen Feldspielers auf die Bank musste.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Gäste, die auf 20:16 verkürzen konnte. Nach drei Minuten durchbrach Marvin Mundus aber die Lübbecker Torlosphase mit seinem ersten Treffer und setzte damit das Signal für die Lübbecker, auch im zweiten Abschnitt die Favoritenrolle dominant auszuspielen. Nach fünf Minuten im zweiten Abschnitt bekam Konstantin Madert von Aaron Ziercke eine Pause, Marko Bagaric legte gegen Maurice Paske nach, Jo Jepsen hielt und nach der nächsten „Fackel“ von Valle Spohn brannte es ergebnistechnisch für die Gäste beim 24:18 wieder gewaltig. Lübbecke hatte die Anfangsschwierigkeiten der zweiten Hälfte nun weitgehend überwunden, ohne ernsthaft Probleme bekommen zu haben, und baute seinen Vorsprung trotz einiger technischer Fehler kontinuierlich aus. Dominik Ebner schraubte den Vorsprung in der 40. Minute erstmals auf sieben Treffer. Auf dem Niveau stabilisierte sich der Vorsprung der Gastgeber anschließend. Roman Becvar baute die Führung zehn Minuten vor dem Ende auf acht Tore aus. Mit zunehmender Spielzeit leistete sich Emsdetten nun Ballverluste und Unkonzentriertheiten und kam nicht mehr ganz an die Quote der ersten Halbzeit heran. Lübbecke war nun das deutlich stabilere Team, aber auch nicht so souverän, das Kellerkind nun komplett an die Wand zu spielen. Emsdetten verkürzte mit Paske im Tor zum 29:23. Auch, weil Lübbeckes Trainer Emir Kurtagic angesichts des beruhigenden Vorsprungs in den letzten Minuten durchwechselte und Criciotoiu, Speckmann oder Nissen vermehrt Spielanteile gönnte. Drei Minuten vor dem Ende war der TuS-Vorsprung auf die Hälfte zusammengeschmolzen, weil an Keeper Paske kaum ein Vorbeikommen war. Marek Nissen beendete alle eventuell aufkommenden Zweifel zweieinhalb Minuten vor dem Ende mit dem Treffer zum 30:25 im Nachsetzen nach einem Pfostenknaller. Der Rest war Formsache. Mit dem 31:25 (20:14) feierte der TuS den fest einkalkulierten Pflichtsieg vor dem Gipfeltreffen am Sonntag beim Ligazweiten VfL Gummersbach und setzt sich als Tabellendritter in der Spitzengruppe der Zweiten Liga fest.

TuS N-Lübbecke: Rezar, Jepsen - Becvar (1), Heiny (1), Ebner (2), Petreikis, Bagaric (3), Strosack (3), Mundus (1), Dräger (1), Spohn (8), Nissen (1), Speckmann, Petrovsky (1), Skroblien (8), Criciotoiu (1)

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