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2. Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke gewinnt gegen Dormagen auch das vierte Spiel des Jahres

Die Erfolgsserie hält an

Lübbecke (WB). Der Lauf hält an. Der TuS N-Lübbecke hat auch sein viertes Meisterschaftsspiel in diesem Jahr gewonnen und setzt die Jagd auf die Topteams der 2. Handball-Bundesliga fort. Die Mannschaft des Trainer Emir Kurtagic besiegte am Samstagabend den TSV Bayer Dormagen souverän mit 36:25 (18:13). Beste Werfer der Gastgeber vor 1517 Zuschauern in der Merkur Arena waren Valentin Spohn (7 Tore) und Marian Orlowski, der sechs Mal traf.

Hans Peter Tipp

Abwehrchef im Angriff in Aktion: Marko Bagaric erzielt gegen Dormagen zwei Treffer für den TuS N-Lübbecke. Foto: Oliver Krato

Von Beginn an stellte der TuS sein neues Selbstverständnis zur Schau. Obwohl die Gästen durch einen Siebenmeter von Joshua Reuland zuerst trafen, zogen die Lübbecker in Abwehr und Angriff ihren Stil konsequent durch. Die Belohnung stellte sich zügig ein. Valentin Spohn und Patryk Walczack sorgten mit einem Doppelschlag in der dritten Minute für die 2:1-Führung. Peter Strosack und Jan-Eric Speckmann machten es ihnen zwei Minuten später nach und erhöhten auf 4:1. Das sah doch schon wieder ziemlich gut aus.

TuS N-Lübbecke - TSV Bayer Dormagen 36:25 (18:13)

Lübbecke: Tatai (10 Paraden, davon 2 Siebenmeter), Jepsen (1 P.) - Becvar 2, Genz 3, Walczak 2, Bechtloff, Ebner 2, Gierak, Bagaric 2, Strosack 5/1, Mundus, Spohn 7, Schade 2, Orlowski 6, Speckmann 5

Dormagen: Bartmann (4 P.), Boieck (1 P.) - Reuland 7/6, Richter 6/2, I. Hüter 4, Görgen 3, Löfström 2, P. Hüter 2, Grbavac 1, Mast, Johannmeyer, Braun, Sterba, Mircic

Zuschauer: 1517

Siebenmeter: 1/1 - 8/10

Zeitstrafen: 8 - 4 Minuten

Disqualifikation: Walczak (TuS/45.)

Aber Dormagen wehrte sich. Zumindest zeigte das Team des Trainers Dusko Bilanovic, dass es da sein wollte, sobald der TuS sich auch nur die geringste Schwäche leisten würde. Im Überschwang der Begeisterung leisteten sich die Hausherren zunächst ein paar Flüchtigkeitsfehler zuviel, dann hatte die schon jetzt recht gut gestaffelte TuS-Abwehr ein paar Mal Pech, dass Abpraller bei den Gästen landeten. So kam es, dass der TuS durch den zweiten Tempogegenstoß in Folge von Moritz Görgen mit 5:6 (9. Minute) noch einmal in Rückstand geriet.

Doch das war am Samstag nur eine Momentaufnahme. Den der TuS ließ sich nicht vom Erfolgsweg abbringen. Spohn, Strosack und Jo Gerrit Genz holten mit drei Treffern in Folge die Führung zurück. Aber beim 8:6 blieben die Hausherren nicht stehen und machten weiter viel Druck im Spiel an den gegnerischen Kreis. Aus einem zwischenzeitlichen 10:9 (15.) wurde innerhalb von fünf Minuten ein beruhigendes 14:9 – auch weil es bei Marko Bagaric im dritten Versuch endlich klappte mit dem ersten Tor und er wenig später dem 12:9 mit dem 14:9 gleich seinen zweiten Treffer folgen ließ. Dank Speckmanns 18:12 (28.) betrug der TuS-Vorsprung erstmals sechs Tore. Wenig später ging es in die Kabinen.

Im zweiten Abschnitt erwischte der TuS einen Auftakt nach Maß. Nun hatten auch die Lübbecker mal Glück mit einem Abpraller, den Genz zu Strosack weiterleitete. Der Rechtsaußen hatte keine Probleme, den Ball zum 19:13 ins leere Tor zu werfen. Und der TuS legte nach. Hinten stark, vorne dieses Mal sogar noch einen Tick besser: Orlowski, Walczak und Roman Becvar erhöhten auf 22:13, ehe den Gästen nach etwas mehr als sieben Minuten in der zweiten Halbzeit durch Patrick Hüter der erste Treffer nach dem Seitenwechsel gelang. Aber der TuS behielt alles unter Kontrolle und die Partie fest im Griff. Als Strosack erstmals an die Siebenmetermarke ging und traf, führten die Tot-Schwarzen erstmals mit neun Toren Differenz – 23:14 (39.).

In der 41. Minute ermahnte Trainer Kurtagic seine Mannschaft mit einer Auszeit noch einmal daran, nicht nachzulassen. Aber das war an diesem Tag gar nicht erforderlich. Längst ging es nicht mehr darum, wer als Sieger die Halle verlassen würde, sondern wie hoch der Sieg des TuS N-Lübbecke ausfallen würde. Denn die Gastgeber ließen sich weder von zu vielen Zeitstrafen und Siebenmetern abschrecken, noch von einer Roten Karten für Walczak, der in der 45. Minute am Kreis gegen Dormagens Kreisläufer Carl Löfström eher ungeschickt als bösartig zu hart eingestiegen war. In der Schlussphase sorgte Speckmann mit dem 34:24 (58.) für die erste Zehn-Tore-Führung, dem Moritz Schade sogleich das 35:24 (59.) folgen ließ. Am Ende hieß es 36:25, und das war auch in dieser Höhe verdient.

Für den TuS N-Lübbecke geht es am 29. Februar beim TuS Ferndorf weiter, gegen den die Kurtagic-Truppe wie gegen Dormagen das Hinspiel verloren hatte. Im nächsten Heimspiel erwarten die Lübbecker am Freitag, den 6. März, um 19.30 Uhr den Erstligaabsteiger VfL Gummersbach in der Merkur Arena.

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