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Handball-2. Bundesliga: TuS N-Lübbecke geht mit einem Sieg ins Spitzenspiel

„Ein riesen Dank von mir“

Lübbecke (WB).

Frohe Weihnachten statt rohe Weihnachten: Mit dem Heimsieg gegen den TV Emsdetten hat sich Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke vor dem Auswärtsgipfeltreffen beim VfL Gummersbach am Sonntag nach Weihnachten in eine gute Ausgangslage gebracht.

Ingo Notz

Lübbeckes Trainer Emir Kurtagic bedankt sich bei Fans und Gönnern. Foto: Oliver Krato

Frohe Weihnachten statt rohe Weihnachten: Mit dem Heimsieg gegen den TV Emsdetten hat sich Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke vor dem Auswärtsgipfeltreffen beim VfL Gummersbach am Sonntag nach Weihnachten in eine gute Ausgangslage gebracht.

Spielfreudig, griffig, über weite Strecken konzentriert: Auf der Lübbecker Leistung gegen den Ex-Trainer und dessen neuem Team, wenn es auch nur als Tabellenletzter in die Merkur Arena eingelaufen ist, lässt sich aufbauen. Emsdettens Trainer Aaron Ziercke zeigte sich an seiner alten Wirkungsstätte wie gewohnt als fairer Sportsmann und akzeptierte die starke Leistung des TuS N-Lübbecke mit zahlreichen Spielern, die auch noch unter seine Führung in Lübbecke gespielt haben: „Erst einmal möchte ich Emir gratulieren zu dem völlig verdienten Sieg und auch dazu, dass sie hier sehr gut aufgetreten sind, sie haben von Anfang an das Spiel bestimmt und haben wirklich ihre Sachen auf den Punkt gespielt, gut durchgespielt. Da muss man auch den Gegner mal in diese Richtung loben. Von daher geht der Sieg halt völlig in Ordnung. Das 8:4 vom Anfang war das Problem, dem sind wir das ganze Spiel hinterhergelaufen. Wir haben aber bis zum 8:4 schon ein paar Sachen gehabt, die wir nicht so besprochen hatten und haben es aber nicht so verteidigt bekommen, wie ich es gerne gehabt hätte. Dadurch hat der TuS vorlegen können und diesem Rückstand laufen wir die ganze Zeit hinterher. Das ist etwas, was mich so ein bisschen gestört hat: Die Situation vor der Halbzeit, wo wir Tempospiel ein bisschen mit Hektik verwechselt haben, wo wir beim 18:14 Ballbesitz haben und zweimal die Chance haben, eigentlich noch einmal zu verkürzen und vielleicht den Druck noch ein bisschen länger hochzuhalten. Das haben wir nicht geschafft in der Phase und auch in der zweiten Halbzeit haben wir ein bisschen abreißen lassen und dann war die Führung mit acht Toren beim 29:21 schon relativ klar und dann hat Lübbecke es relativ locker runtergespielt. Trotzdem mache ich meiner Mannschaft auch ein Kompliment, sie ist nach dem 8:4 beherzt aufgetreten und hat den Respekt abgelegt. Wir haben dann, mit dem Personal, was wir dabei hatten, denke ich, auch ein paar Sachen ganz gut hinbekommen. Wir haben ein paar Sachen auch auf den Punkt gespielt, die wir uns vorher vorgenommen haben. Dass Wesseling in die Position gekommen ist und seine Tore gemacht hat. Mich hat es gefreut, dass unsere Kurzfristig-Verpflichtung Alexej Demerza auch seine Tore und seine Spielminuten hatte und wir gesehen haben, dass er uns in ein paar Situationen durchaus auch helfen kann. Wir müssen in die Niederlage einwilligen, daran gibt es nicht viel zu deuteln. Das Einzige, was mich vielleicht so ein bisschen stört: Das Zeitstrafenverhältnis war für mich ein bisschen zu extrem, wo ich glaube dass es bei vergleichbaren Situationen auf der anderen Seite auch Zeitstrafen hätte geben können, aber auch das wäre heute nicht unbedingt ins Gewicht gefallen, das war aber ein Punkt, den ich nicht ganz so in Ordnung fand.“

Lübbeckes Trainer Emir Kurtagic freute sich über den Sieg vor Weihnachten und die gute Stimmung in seiner zuletzt so erfolgreichen Mannschaft: „Wenn man Spiele gewinnt ist es immer leichter und entspannter und eine größere Freude. Nichtsdestotrotz möchte ich auch Aarons Mannschaft gratulieren, auch wenn sie mit einer Niederlage nach Hause fährt. Ich finde, dass sie ein sehr guter Gegner und von Anfang an präsent war. Da kann ich auch meiner Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen, da wir eben auch wach waren und bereit. Man darf nicht vergessen: Emsdetten steht unten und trotz allem, dass sie eine sehr gute Mannschaft sind mit sehr viel Qualität, wenn man sieht: Wesseling neun Tore im Rückraum, das darf man nicht unterschätzen, ich finde, dass meine Jungs das wirklich gut gemacht haben und sich den Vorsprung erarbeitet haben und sich dann so ein bisschen laufen lassen haben. Das Spiel ist nie in Gefahr gewesen. Ich denke, dass das auch eine neue Qualität von meiner Truppe ist, souverän über 60 Minuten aufzutreten und ein gutes Spiel zu machen. Es war entscheidend, dass wir über 60 Minuten gutes Tempospiel gezeigt haben und nicht hektisch geworden sind und dann auch verdient gewonnen haben. Ich freue mich sehr über die Punkte und dass wir gesund geblieben sind und dass die Jungs die Weihnachtszeit mit ihren Familien verbringen können, bevor wir uns dem nächsten Gegner widmen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und allen Fans, Mitarbeitern, Gönnern für diese Unterstützung danken, auch wenn man nicht in der Halle anwesend ist. Wir haben das im Kopf und auch diese Atmosphäre, die in der Stadt ist: noch einmal ein riesen Dank von meiner Seite im Namen der Mannschaft an alle Beteiligten und frohe Weihnachten!

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