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Handball: Lübbecke verliert in Hannover

Erneute knappe Niederlage

„Ich hätte lieber gewonnen und dann über die Fehler und gewonnenen Erkenntnisse gesprochen“: Emir Kurtagic, Trainer des Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke, musste auch im zweiten Testspiel des Jahres mit seinem Team in eine erneut knappe und vor allem erneut unnötige Niederlage einwilligen. Beim Erstligisten TSV Hannover-Burgdorf musste sich der heimische Zweitligist am Freitagabend mit 30:31 (15:11) geschlagen geben.

 

Aljosa Rezar musste sich mit dem TuS N-Lübbecke auch in Hannover knapp geschlagen geben. Foto: Eibner Pressefoto

Emir Kurtagic nutzte den zweiten Test erneut, um gegen den ohne seine WM-Fahrer angetretenen Erstligisten allen gesunden und spielfähigen Akteuren möglichst gleichmäßig Einsatzzeiten zu geben. So ließ er in zwei Blöcken spielen und wechselte jeweils nach 15 Minuten der beiden Halbzeiten durch. Im ersten Abschnitt liefen beide TuS-Formationen auf Hochtouren. Nach einem ausgeglichenen Beginn setzten sich die Lübbecker beim 6:3 erstmals mit drei Toren ab und bauten den Vorsprung zwischenzeitlich gar auf fünf Treffer aus (12:7, 14:9) und gingen schließlich mit plus vier (15:11) in die Pause.

Ähnlich wie beim ersten Test in Nordhorn verspielten die Lübbecker im zweiten Abschnitt den möglichen Sieg. Bis zum 18:17 hielt der Vorsprung aus der ersten Hälfte noch, ehe sich ein Spiel auf Augenhöhe und mit wechselnden Führungen entwickelte. Lübbecke verpasste es dabei mit zahlreichen Fehlwürfen und technischen Fehlern, vorzeitig für die Entscheidung zu sorgen. Das rächte sich in der Schlussphase, als Hannover konzentrierter und gieriger auftrat und mit dem Treffer zum 31:29 für die Entscheidung sorgte. Lübbecke gelang nur noch der letztlich unwichtige Anschlusstreffer. „Das war ein guter Test“, meinte Emir Kurtagic nach dem Schlusspfiff. In den 60 Minute zuvor hatte der Lübbecker Trainer wieder wertvolle Erkenntnisse gewonnen: „Die erste Halbzeit war schon sehr gut. Hannover hat schon sehr gute Jungs, die sehr diszipliniert spielen und eine gute Entwicklung genommen haben, deshalb bin ich mit unserer Leistung in der ersten Halbzeit zufrieden. Für die zweite Halbzeit suche ich keine Entschuldigungen: Wir haben in der ersten Halbzeit gezeigt, dass wir gut sind und das reicht uns. Das gefällt mir nicht! Das Ergebnis war völlig unnötig, hat aber gezeigt, dass es, wenn wir nicht maximal seriös und konzentriert auftreten, schwer wird.“ 30 geworfene Tore sind auswärts dabei in Ordnung, 20 kassierte im zweiten Abschnitt weniger. „Die sprechen für sich“, ärgerte sich Kurtagic über die nachlassende Konzentration seiner Jungs, die das Spiel unnötig aus der Hand gegeben haben. „19 Fehlwürfe und zwölf technische Fehler sind einfach zuviel, uns hat am Ende auch der unbedingte Siegeswille gefehlt.“

TuS N-Lübbecke: Rezar, Jepsen - Becvar (nicht eingesetzt), Heiny (5), Baumgärtner (3), Ebner (4), Petreikis (3), Bagaric (2), Strosack (1), Mundus (2), Dräger (3), Spohn (2), Nissen, Speckmann (2), Petrovsky (1), Skroblien (2/1)

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