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Handball: TuS N-Lübbecke tritt in der ersten Runde des DHB-Pokals beim Drittligisten TuS Spenge an.

Erst die Pflicht, dann die Kür

Lübbecke (WB). Die Saison beginnt gleich mit einem Derby. Allerdings trifft der Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke nicht wie gewohnt auf GWD Minden oder den TBV Lemgo, sondern ist beim TuS Spenge zu Gast. Der Drittligist aus dem Kreis Herford richtet an diesem Wochenende das Erstrunden-Final-Four im DHB-Pokal aus.

Marc Schmedtlevin

In der ersten DHB-Pokal-Runde kommt auf Valentin Spohn und den TuS N-Lübbecke zunächst das Derby gegen Spenge zu. Foto: Oliver Krato

Bei manchen TuS-Fans dürften Erinnerungen wach werden. In der Saison 1990/91 kam es in der ersten Pokalrunde ebenfalls zum Aufeinandertreffen zwischen dem damaligen Oberligisten Spenge und Zweitligist Lübbecke. Dem klaren Außenseiter gelang mit einem 27:21 die große Überraschung. Die Spenger setzten ihren Weg sogar bis in das Viertelfinale fort.

Kurtagic warnt vor Hochmut

Ein ähnliches Szenario wollen die Lübbecker dieses mal vermeiden. »Wir sind klarer Favorit und das müssen wir auch zeigen. Es kommt nur ein Sieg infrage«, sagt Kapitän Marian Orlowski. Ähnlich formuliert es auch Abwehrchef Marko Bagaric: »Wir müssen hundert Prozent geben und zeigen, dass wir der Zweitligist und der TuS N-Lübbecke sind.« TuS-Trainer Emir Kurtagic weiß natürlich ebenfalls um die klare Rollenverteilung. Doch er ist ein wenig vorsichtiger, gibt sich eher als Mahner: »Wir dürfen nicht den Fehler machen, zu glauben, dass alles von alleine geht. Aufgrund der Spielklasse dürfen wir den Gegner keinesfalls unterschätzen. Die haben auch nicht gerade erst mit dem Handballspielen angefangen.«

Auf welchem Niveau Drittligisten spielen können, bekamen die Lübbecker in der Vorbereitung bei einem Testspiel gegen Eintracht Hildesheim gezeigt. Von den Spengern, die die Vorsaison als Aufsteiger etwas überraschend auf dem vierten Tabellenplatz abschlossen, dürfte Ähnliches zu erwarten sein. »Die Motivation beim Gegner wird groß sein. Und ich habe bei der Analyse auch ein paar Sachen gesehen, die für uns wirklich eine Herausforderung darstellen«, betont Kurtagic. Für dessen Team sei es daher besonders wichtig, die passende Einstellung an den Tag zu legen und sich auf die eigenen Stärken zu fokussieren – wie am vergangenen Wochenende beim Spielo-Cup. »Dann sollten wir unserer Favoritenrolle auch gerecht werden«, sagt Kurtagic.

Gegen Füchse klarer Außenseiter

Der bereitet sein Team zunächst nur auf Spenge vor. Sollte am Samstag (Anwurf 19 Uhr) ein Sieg gelingen, ginge es am Sonntag (16 Uhr) um den Einzug in die nächste Runde. Möglicher Gegner wäre dann Erstligist Füchse Berlin. Der Klub aus der Hauptstadt eröffnet das Turnier in Spenge am Samstag (16.30 Uhr) gegen den Zweitliga-Aufsteiger HSG Krefeld. »Mit einem möglichen zweiten Gegner würden wir uns erst am Sonntag beschäftigen. Über die Füchse wissen die Spieler ja auch eine Menge«, sagt Kurtagic. Kapitän Marian Orlowski würde ein Duell mit den Füchsen begrüßen: »Dann wären wir klarer Außenseiter. Aber wir wollen auch solchen Teams das Leben schwer machen.«

Verzichten müssen wird der TuS am Wochenende auf drei Spieler seines Kaders. Dominik Ebner plagt sich weiterhin mit einer Verletzung am linken Ellbogen herum und Jens Bechtloff hat noch immer muskuläre Probleme. Eine MRT-Untersuchung soll an diesem Wochenende eine schwerwiegendere Verletzung ausschließen. Fehlen wird außerdem Torhüter Johannes Jepsen. Der Sommer-Zugang weilt mit der deutschen U19-Nationalmannschaft bei der WM in Nordmazedonien und spielt dort am Samstag und Sonntag um die Medaillen. Mats Grzesinski wird nach seinem Fingerbruch hingegen wieder zum Aufgebot gehören und zusammen mit Peter Tatai das Gespann zwischen den Pfosten bilden.

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