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Nur 25:25 gegen Zweitligaaufsteiger Ferndorf: TuS N-Lübbecke noch mit viel Schatten

Indiskutable Leistung

Lübbecke/Bohmte (WB). Eine Woche vor dem ersten offiziellen Auftritt der neuen Saison beim Auftakt-Final Four des DHB-Pokals bei Zweitliga-Konkurrent TV Emsdetten läuft es beim TuS N-Lübbecke noch nicht rund. Gegen Drittligameister und den künftigen Klassenpartner TuS Ferndorf kam der heimische Erstliga-Absteiger im letzten Test nicht über ein enttäuschendes 25:25 (14:12)-Unentschieden hinaus.

Volker Krusche

Patryk Walczak und seine Mitspieler boten in Bohmte gegen den TuS Ferndorf eine schwache Vorstellung. Foto: Pollex

Dass, was er von seinen Mannen zu sehen bekam, missfiel Trainer Aaron Ziercke extrem. »Das war heute vorne wie hinten eine indiskutable Leistung. Im Angriff als auch in der Abwehr«, wetterte der TuS-Coach. Statt sich den Feinschliff für das Auftaktmatch im Cupwettbewerb gegen Gastgeber TV Emsdetten zu holen, offenbarte der Favorit auf den Meistertitel im deutsche Handball-Unterhaus überraschend viele Baustellen, die in dieser Woche unbedingt behoben werden müssen. »In dieser Woche liegt noch sehr viel Arbeit vor uns«, machte Ziercke klar, dass die kommenden Trainingseinheiten kein Zuckerschlecken werden.

Gegen den TuS Ferndorf begann der TuS N-Lübbecke mit Joel Birlehm im Tor, Peter Strosack und Jan-Eric Speckmann auf den Außenpositionen, Patryk Walczak am Kreis und im Rückraum mit Dener Jaanimaa, Lukasz Gierak und Marian Orlowski. Sofort auf dem Posten präsentierte sich der Mann zwischen den Pfosten, der gleich zwei Würfe parierte, was Eric Speckmann und Dener Jaanimaa zum schnellen 2:0 nutzten. Doch Ferndorf machte der Fahrt des TuS ein Ende, glich zum 3:3 aus und hielt die Partie in der Folge offen. Bis zum 7:7 (13.) bekamen beide Defensivreihen kein Bein an die Erde. Dann schien Lübbecke endlich den richtigen Weg gefunden zu haben. Marian Orlowski sorgte mit zwei Treffern für das 9:7, wenig später betrug das Polster beim 12:8 (21.) bereits vier Tore. Nun schien alles nach Plan zu laufen. Eine Zeitstrafe gegen Marko Bagaric nutzte Ferndorf dann aber zum 12:14-Anschluss zur Pause.

Wechsel nach der Pause

Seitenwechsel bedeutete auch Personalwechsel. Nun schickte Aaron Ziercke Peter Tatai zwischen die Pfosten, auf Rechtsaußen Luka Rakovic für Peter Strosack. Nachlegen konnte Lübbecke in der Folge nicht. Ganz im Gegenteil, denn Ferndorf schaffte beim 20:20 (46.) den Ausgleich und zog vier Minuten später sogar auf 23:21 vorbei. Coach Ziercke war überhaupt nicht zufrieden. Nur gut, dass Keeper Tatai einige Bälle hielt. Er brachte seine Mannschaft zurück ins Spiel, so dass Orlowski beim 23:23 wieder ausgleichen konnte. Er war es auch, dem in der Schlussminute das 25:25 gelang. 30 Sekunden standen noch auf der Uhr und Ferndorfs Trainer Michael Lerscht legte die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Wenig später pfiffen die Schiedsrichter Strafwurf für die Siegerländer, den Pater Tatai jedoch entschärfte. Eine letzte TuS-Chance zum möglichen Sieg blieb danach ungenutzt.

TuS N-Lübbecke : Tatai, Birlehm; Genz (1), Walczak (1), Bechtloff, Gierak (4), Bagaric (1), Strosack (3), Rakovic (1), Spohn (2), Jaanimaa (4), Schade, Orlowski (4/2), Speckmann (4), Hövels.

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