1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Tus-n-luebbecke
  6. >
  7. Kapitale Fehlwürfe kosten den Sieg

  8. >

2. Bundesliga: TuS N-Lübbecke verschenkt in Großwallstadt mit unerklärlicher Angriffsflaute einen Punkt – 21:21

Kapitale Fehlwürfe kosten den Sieg

Großwallstadt/Lüb...

Der TuS N-Lübbecke muss den nächsten Punktverlust in der 2. Handball-Bundesliga verkraften.

Alexander Grohmann

Valentin Spohn brachte den TuS N-Lübbecke kurz vor Schluss noch einmal in Führung, nach einer unerklärlichen Angriffsflaute ab Mitte der zweiten Halbzeit reichte es im Spiel beim TV Großwallstadt aber nur zu einem Remis. Foto: Björn Friedrich

Im Spiel beim TV Großwallstadt kam der Aufstiegskandidat zum Ausklang der Englischen Woche nicht über ein 21:21 (13:10) hinaus. Während die Gastgeber ausgelassen den ersten Heimzähler feierten, war im Lübbecker Lager der Frust groß.

„Für die Angriffsleistung in der zweiten Halbzeit habe ich keine Erklärung. Das ist hart“, sagte TuS-Coach Emir Kurtagic, nachdem seine Mannschaft den möglichen Sieg leichtfertig aus den Händen gegeben hatte. Rolf Hermann sah es ähnlich: „Ich habe selten erlebt, dass man mit so einer starken Torwart- und Abwehrleistung ein Spiel nicht gewinnt“, bilanzierte der Sportliche Leiter, der sich besonders über die schwache Ausbeute im Angriff mit 18 Fehlwürfen ärgerte.

Als kapital erwiesen sich in der „Crunch Time“ die Fehlwürfe von Peter Strosack und Jan Eric Speckmann, die nach Gegenstößen jeweils mutterseelenallein vor dem TVG-Kasten scheiterten und die mögliche 20:18-Führung vergaben. „Wenn wir nur eine dieser Riesenchancen nutzen, gehen wir als Sieger vom Parkett“, erklärten Kurtagic und Hermann unisono.

Bis Mitte der zweiten Halbzeit hatte sich ihr Team auf der Siegerstraße wähnen dürfen. Nach dem 19:16 durch Leos Petrovsky (44.) gerieten die Gäste vorne aber völlig aus dem Tritt und mussten bis zum 20:19 durch Valentin Spohn elf Minuten auf ein Erfolgserlebnis warten (55.). Spohn war es auch, der den TuS eine Minute vor Schluss noch einmal in Führung brachte, doch Pierre Busch egalisierte für Großwallstadt zum 21:21. Der letzte Angriff brachte Lübbecke nur noch einen Direktfreiwurf ein, den Spohn in die Mauer jagte.

Die Hausherren, die gestern auf ihren Top-Torschützen Marko Matjasevic verzichten mussten, erwischten den besseren Start. Großwallstadt warf beim 8:5 erstmals eine Drei-Tore-Führung heraus (15.). Die Kurtagic-Sieben hatte bis dahin Mühe, sich klare Wurfchancen herauszuarbeiten. Zu allem Überfluss vergab „Mr. Zuverlässig“ Tom Skroblien zu Beginn gleich zwei Siebenmeter gegen den starken Jan Steffen Redwitz im Tor der Hausherren

Gerade als den TuS-Handballern das Spiel aus den Händen zu gleiten schien, kam aber die Antwort in Person von Peter Strosack: Mit einem Fünf-Tore-Lauf brachte der Rechtsaußen sein Team wieder in die Spur. Zur Pause stand ein 13:10 zu Buche. Auch nach dem Wechsel blieben die Gäste in der Spur – bis zum Bruch in der 44. Minute.

Startseite