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Kommentar zur Freistellung von Aaron Ziercke

Keine Überraschung

Die Trennung von Trainer Aaron Ziercke kommt nicht vollkommen überraschend, der Zeitpunkt allerdings schon.

Marc Schmedtlevin

Aaron Ziercke. Foto: Oliver Schwabe/Archiv

Eine Freistellung aufgrund der Ergebnisse hätte anhand der höheren Erwartungshaltung und Ziele beim TuS N-Lübbecke schon früher erfolgen können. Die Vereinsverantwortlichen wollten die Saison nach eigener Aussage gerne noch mit Ziercke zu Ende bringen – durchaus glaubwürdig. Am Ende ist es eine »Differenz zwischen Mannschaft und Trainer«, die zu Zierckes Aus führte. Dass es sich dabei um die gesamte Mannschaft handelt, die sich gegen den Trainer gestellt hat, ist kaum vorstellbar. Dass es zuletzt häufiger Probleme mit einzelnen Charakteren gab, ist bekannt. Diese scheinen den internen Machtkampf nun für sich entschieden zu haben. Gewiss hatte Aaron Ziercke während seiner Amtszeit nicht immer nur ein glückliches Händchen, was Personalentscheidungen oder Weiternentwicklung der Mannschaft angeht. Doch mit der bereits im November verbreiteten Nachricht des Vereins, den Vertrag des Trainers nach der laufenden Saison nicht mehr zu verlängern, war die Entwicklung bis zur Explosion in den vergangenen Tagen geradezu vorgezeichnet. Zierckes Position war deutlich geschwächt. Speziell in einem Team mit speziellen Charakteren ein großes Problem. Der beste Beleg: Die Spieler dürfen bleiben, der Trainer muss gehen.

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