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2. Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke empfängt im Heimspiel am Freitagabend den VfL Lübeck-Schwartau

Nach jüngsten Patzern volle Kraft voraus

Lübbecke

Ihren jüngsten Frust wollen die Handballer des TuS N-Lübbecke heute Abend in positive Energie auf dem Spielfeld umwandeln.

Alexander Grohmann

Stemmt sich gegen den jüngsten Negativlauf: Kapitän Peter Strosack will im Heimspiel heute Abend (Freitag, 11. Dezember) mit dem TuS wieder zurück in die Erfolgsspur einbiegen. Der Kontrahent reist allerdings mit einer Erfolgsbilanz von sechs Siegen in Serie an. Foto: Oliver Krato

Der Zweitligist empfängt in der heimischen Merkur Arena den Tabellenvierten VfL Lübeck-Schwartau zum Verfolgerduell (19.30 Uhr).

Emir Kurtagic hofft, dass seine Akteure bis dahin den ärgerlichen Remis-Rückschlag in Großwallstadt (21:21) verarbeitet haben. „Die Aufgabe, die vor uns liegt, ist schwer genug. Da brauchen wir eine hundertprozentige Fokussierung“, sagt der TuS-Coach über das heutige Heimspiel.

Der VfL Lübeck-Schwartau stehe nicht umsonst auf Platz vier. „Sie haben eine sehr gute Kaderplanung betrieben“, lobt Kurtagic. Mit Spielmacher Julius Lindskog Andersson und dem zweiten Neuzugang Carl Löfström (Kreis) verfüge der VfL über „zwei der auffälligsten Spieler der Liga. Außerdem sind sie eingespielt und stellen eine fundierte Abwehr“, sieht Lübbeckes Trainer eine knifflige Aufgabe auf sein Team zukommen.

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt starteten die Hansetädter einen Höhenflug mit sechs Siegen am Stück. Der zwischenzeitliche Lübbecker Lauf (drei Siege in Folge) endete dagegen in der Vorwoche mit dem 24:28 gegen den HSV und dem unglücklichen Unentschieden beim Aufsteiger. „Die Enttäuschung über das Spiel in Großwallstadt war in dieser Woche noch zu spüren. Die Jungs haben sich selbst am meisten geärgert. Sie hätten sich die zwei Punkte verdient gehabt“, blickt Kurtagic auf vorigen Sonntag zurück.

Heute dürfe das Erlebnis aber nicht mehr in den Köpfen herumschwirren. Stattdessen heißt es: volle Kraft voraus! Kurtagic erinnert daran, dass in Großwallstadt trotz des Punktverlusts längst nicht alles schlecht gewesen sei. Im Gegenteil: „Wir haben über 60 Minuten eine fantastische Abwehr gestellt. Vorne haben wir uns aber in Situationen gebracht, die uns weh getan haben“, verweist Kurtagic auf die zweite Halbzeit, in der seine Mannschaft trotz einer Vier-Tore-Führung unverständlicherweise vom Kurs abkam. „Wir hatten bis dahin einen super Balllauf, haben uns dann aber in Einzelaktionen verstrickt. Uns hatte da etwas der Mut verlassen. Die Moral hat aber auch in diesem Spiel wieder gestimmt.“

Wichtig ist für den Tabellenfünften nun, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Fakt ist: Kurtagic hatte vor der Saison auf das ausgeglichene Niveau in der 2. Liga verwiesen. Enge Spielverläufe sind trotz der eigenen hohen Ansprüche eher die Regel und nicht die Ausnahme. Dazu kommt, dass sich der neu formierte TuS in einem Prozess befindet. „Wir sind auf einem Weg, auf dem auch immer wieder Steine liegen werden. Wir müssen einfach sehen, dass wir in Zukunft besser um die Steine herumkommen.“

Spielen die Lübbecker ihre Stärken aus, sind sie aber auch heute für zwei Punkte gut. Dazu gehört, dass die Spieler die Räume vorne besser nutzen. Gute Nachrichten wurden gestern vom Labor im Mindener Klinikum übermittelt: Die Corona-Testung beim TuS hat erneut keine positiven Befunde ergeben. Ein Grund mehr, befreit aufzuspielen.

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