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Herausforderung Hamm: TuS N-Lübbecke lässt sich von jüngsten Problemen beim heutigen Gegner nicht blenden

Reha und Ruhe vor Derby-Fight

Lübbecke

Den Tag nach dem Aue-Spiel sind die Handballer des TuS N-Lübbecke bewusst etwas ruhiger angegangen. Keine harte Maloche in der Halle, dafür Reha und Videovorbereitung auf den nächsten Gegner: Emir Kurtagic ist in den Englischen Wochen darauf bedacht, mit den Kräften seiner Mannschaft zu haushalten.

Alexander Grohmann

Wird gesucht und immer häufiger auch gefunden: Yannick Dräger kommt am Kreis seit einigen Wochen vermehrt zum Abschluss. Der Neuzugang, der auch im Mittelblock wertvolle Dienste leistet, ist mittlerweile gut ins Angriffsspiel eingebunden. Foto: Oliver Krato

„Es geht darum, uns zwischen den Spielen bestmöglich zu erholen. Denn am Samstag müssen wir wieder 60 Minuten Vollgas geben“, sagte der Coach mit Blick auf den heißen Derby-Tanz am Abend beim ASV Hamm-Westfalen (19.15 Uhr).

Dass Hamm zu den härtesten Gegnern in der 2. Liga gehört, musste Kurtagic im Vorfeld nicht extra betonen. Daran ändert auch die jüngste Negativserie des ASV nichts: Nach einem Bilderbuchstart mit vier Siegen ging es für die ambitionierten Hammer nach nur 2:8 Punkten aus den vergangenen fünf Spielen von Platz eins schnurstracks hinab ins Tabellenmittelfeld.

Das spielt für die TuS-Verantwortlichen aber keine Rolle: „Wir fahren zu einem Team, das zu den Mitkonkurrenten um den Aufstieg gegolten hat“, sagt Kurtagic. Und der Sportliche Leiter Rolf Hermann ergänzt: „Wir lassen uns von der Tabelle nicht blenden. Sie haben vor der Saison deutlichere Ansprüche formuliert als wir. Das ist ein brandgefährlicher Gegner. In Hamm können wir uns gar nichts erlauben.“

Die Formdelle des Gegners erklärt sich auch mit Personalsorgen: Während ASV-Mittelmann Merten Krings gerade erst nach neunmonatiger Verletzungspause sein Comeback feierte, ist mit Sören Südmeier ein weiterer Spielmacher mit Knieproblemen erst einmal außer Gefecht. Trotz der aktuellen Probleme wirft Michael Lerscht die Flinte nicht ins Korn: „Der TuS ist natürlich in dem Spiel klarer Favorit. Aber an einem guten Tag können wir jeden in dieser Liga schlagen, das haben wir schon gegen Gummersbach bewiesen“, unterstreicht der ASV-Coach.

Die Favoritenrolle nimmt Kurtagic mit seinen Handballern – wie immer – gerne an, zumal die Lübbecker zuletzt durch den 28:24-Sieg gegen Aue auf den dritten Platz kletterten und sich oben weiter festsetzen wollen. Für das TuS-Team gibt es am Samstag ein Wiedersehen mit Jo Gerrit Genz und Marian Orlowski: Beide Akteure waren im Sommer aus Lübbecke nach Hamm gewechselt und wollen ihr Ex-Team nun ärgern.

„Wir müssen beim Gegner jeden auf dem Zettel haben“, nimmt Kurtagic seine Abwehr wie schon gegen Aue in die Pflicht. „Wenn sie frühe Würfe bekommen, sind sie gefährlich“, sagt der Coach über die Stärken der Hammer.

Im Abschlusstraining am Freitag spielten Lübbeckes Handballer ihren Matchplan für die Partie durch. Personell sind aber nicht alle Fragen beantwortet: Dass der zuletzt zweimal pausierende Leos Petrovsky wieder am Kreis eingesetzt werden kann ist genauso unsicher wie das Mitwirken von Marvin Mundus, der nach einer im Training erlittenen Ellbogenverletzung zuletzt aussetzen musste.

Wieder mehr ins Rampenlicht rücken würde beim TuS gerne Valentin Spohn: Der Shooter steht im Angriff seit Wochen im Schatten des starken Lutz Heiny, der die Nase im linken Rückraum vorne hat. Gegen Aue kam Spohn wieder erst gegen Ende der ersten Halbzeit zu seinen ersten Einsatzminuten. Dass die Situation an ihm nagt, war nicht zu übersehen. „Klar, ‚Valle‘ hatte in dieser Saison noch nicht die Rolle, die er sich gewünscht hat. Das Wichtigste ist aber, dass ich maximales Vertrauen in ihn habe“, sagt Kurtagic, der dem Rückraum-Ass Hoffnung macht: „Ich bin wirklich zufrieden mit ihm. Ich bin mir sicher, dass er am Samstag wieder zünden wird, wenn er auf die Platte kommt. Wir werden ihn bald wieder lachen sehen“, verspricht der Coach.

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